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Manufacturing-Execution-SystemeDie selbstregelnde Fabrik

Mobile MES-Anwendungen mit Hydra von MPDV

Begriffe wie Selbstregelung, Selbstoptimierung oder selbstlernende Maschinen tauchten bereits in den Anfängen der Industrie 4.0 auf. Sie halten sich hartnäckig, werden in jüngster Zeit sogar häufiger genannt.

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CAD-SoftwareFamilientreffen für Konstrukteure

Schon die Anfahrt ist ein Vergnügen: Landau liegt in der Südpfalz, zwischen Rhein und dem Pfälzer Wald. Die sanften Hügel der Weinberge prägen das Bild und setzen einen angenehmen Kontrast zum jährlichen Treffen von Konstrukteuren und Ingenieuren: Solidworks lud Ende September zum Anwendertreffen und rund 500 Teilnehmer fanden den Weg in das Städtchen nahe der Deutschen Weinstraße.

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Techno-SCOPE: Familientreffen für Konstrukteure

Im Gegensatz zu vielen Anwendertreffen, die eher durch eine nüchterne und sachliche Atmosphäre geprägt sind, ist es hier anders: Fast wie ein Familientreffen. Man kennt sich, liegt auf einer Wellenlänge und freut sich auf die Kontaktaufnahme. Wohin man sieht, wird fachgesimpelt, werden Kontakte geknüpft, Geschäfte gemacht. Gerade die persönlichen Kontakte und informellen Gespräche machen den Charme dieses Treffens aus.

Ein Großteil des Programms bestand aus produktspezifischen Präsentationen und praxisbezogenen Seminaren zur CAD-Software und den zahlreichen integrierten Lösungen. Ergänzend dazu zeigten Gold- und Solution-Partner ihre Produkte im Rahmen einer Ausstellung. In entspannter Atmosphäre informierten sich dort die Teilnehmer in einer eigens dafür eingerichteten Ausstellungshalle. Während der Konferenz hatten die Teilnehmer zudem die Gelegenheit, am ,,Certified Solidworks Professional Program" teilzunehmen.

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Premiere im großen Rahmen

Ein Highlight der Konferenz war die Präsentation von Solidworks 2004. Die zwölfte Version der 3D-CAD-Software bietet nicht nur Produktneuerungen, sondern auch 250 neue Funktionen, die speziell für den Maschinenbau sowie zur Herstellung von Gussformen/Spritzgusswerkzeugen und Konsumgütern entwickelt wurden.

Dazu zählt beispielsweise eine verbesserte Zeichnungsautomatisierung, die es Konstrukteuren erlaubt, Produktionszeichnungen von großen Baugruppen in reduzierter Darstellung um ein Vielfaches schneller zu erstellen, da das Laden jeder Komponente in den Arbeitsspeicher entfällt. Ferner können sie erstmals Stücklisten auch konfigurationsspezifisch für mehrere Projekte generieren.

Weitere neue Elemente der Zeichnungsautomatisierung sind unter anderem Bohrungstabellen, Tabellen zur Versionsverfolgung sowie die automatische Erstellung von Stücklistensymbolen. Interessant, etwa für Präsentationen im Konstruktionsstadium, ist das neue Realview-Feature, das unter Verwendung realistischer Materialien und Texturen die Darstellung realitätsgetreuer Ansichten der Produkte in den unterschiedlichsten Konstruktionsphasen ermöglicht, ohne den Konstruktionsmodus verlassen zu müssen.

Pfiffiges für den Maschinenbau

Maschinenbaukonstrukteure, die auch häufig an Baugruppen mit mehreren 10 000 Teilen arbeiten, profitieren von den neuen Funktionen für Schweißkonstruktionen, Zeichnungsautomatisierung und große Baugruppen sowie der überarbeiteten Analyse-Software Cosmos-Xpress.

Solidworks 2004 ermöglicht realitätsgetreue Schweißkonstruktionen: Anstatt eine Baugruppe erstellen zu müssen, kann der Anwender jetzt 3D-Pfade durch Skizzieren in einem Teildokument entwerfen. Gestelle lassen sich aus einer Reihe vordefinierter Rohre, Träger und Winkeleisen erzeugen, ohne dass dabei jede Schweißkonstruktion von Grund auf neu konfiguriert werden muss. Ferner automatisiert SolidWorks 2004 auch das Erstellen von Punktschweißnähten, Kehlnähten, Knotenblechen, Endkappen und Zuschnittlisten.

Eine neue Speicherverwaltungstechnologie ermöglicht es, auch Baugruppen mit Tausenden von Teilen zu bearbeiten. Große Baugruppen können jetzt auch im komplett reduzierten Modus geöffnet werden. Dadurch verringern sich die Ladezeiten drastisch.

Cosmos-Xpress, das einzige integrierte Analysewerkzeug zur einfachen und schnellen Festigkeitsanalyse von Teilkonstruktionen in einem 3D-CAD-System, erhielt eine Reihe neuer Funktionen. Zu den Verbesserungen zählen unter anderem die nahtlose Integration mit Cosmos-Works, einem selbständigen Analyse-Software-Paket. Damit kann der Anwender in Cosmos-Xpress erste Basisanalysen durchführen und für detailliertere Analysen umgehend zu Cosmos-Works wechseln.

Vorteile für Formenbauer

Praktisch für Werkzeug- und Formenbauer: Die Konstruktion der beiden Hauptteile der Gussform lässt sich nun automatisieren. Der Anwender muss lediglich die Größe angeben – die Software übernimmt den Rest. Mit Hilfe von Hinterschnittanalysen lassen sich mögliche Probleme in der Gussform lange vor Produktionsbeginn automatisch erkennen und damit Zeit und Kosten sparen.

Der neue Befehl ,,Verschlussoberflächen" erkennt und verschließt automatisch Öffnungen. Ein Werkzeug aus Solidworks Office zur Analyse von Wanddicken zeigt Bereiche eines Modells, die den Schmelzfluss durch die Gussform behindern oder Schwachstellen im Endprodukt verursachen. Mithilfe neuer Werkzeuge können zudem mit einem Befehl Trennfugen und -oberflächen erstellt werden, so dass eine effiziente Trennung entsteht.

Neue Materialdatenbank

In der neuen Materialdatenbank kann der Anwender unter anderem Materialeigenschaften wie Farbe, Textur, Schraffur oder physische Eigenschaften durch Anklicken auswählen. Ein ,,Quickinfo-Feature" führt ihn durch gängige Vorgänge wie Skizzieren, Teilerstellung, Zeichnen und Baugruppenkonstruktion. Vor allem Einsteiger profitieren von dieser Neuerung, da sie direkt mit dem Konstruieren beginnen können.

Ein Aufgabenplaner automatisiert die Ausführung konstruktionsfremder Aufgaben wie Stapeldruck, Datenimport und -export und die Veröffentlichung von Zeichnungen entsprechend den Anwendervorgaben. Solidworks unterstützt zudem die neuen Funktionen von Microsoft Windows Workstations und kann bis zu drei Gigabyte Speicher adressieren. So lassen sich auch sehr große Baugruppen bearbeiten und Zeichnungen davon ableiten.

Verbessertes Datenmanagement

Für das Datenmanagement bietet Solidworks PDM-Works an. Zu den neuen Funktionen zählt das automatische Laden von Tausenden von Solidworks- oder Autocad-Dateien wie etwa vollständige Projekte oder Datenbanken in einen ,,Tresor", einschließlich der Abbildung von Eigenschaften und Attributen sowie einer Vorschau auf Konfigurationen. Mit dem Befehl zum Archivieren/-Wiederherstellen kann der Anwender alte Versionen archivieren. Dies spart einerseits Speicherplatz und erhöht andererseits die Systemleistung. Die archivierten Versionen lassen sich jederzeit durch einen Mausklick wiederherstellen.

Rohre- und Kabelkonstruktionen

Das neue Zusatzmodul ,,Routing" automatisiert gebogene Rohre-, Rohrverbindungen- und Kabelkonstruktion in einem Paket. Konzipiert wurde es für Maschinen- und Anlagenbauer, die bisher sehr oft auf zusätzliche Software angewiesen waren, um Produktkonstruktionen mit vielen unterschiedlichen Leitungen zu vervollständigen.

Ingenieure können mit dem Programm direkt aus ihrer CAD-Anwendung heraus verschiedene Leitungsarten – etwa pneumatische oder hydraulische Rohr- und Kabelleitungen zur Stromzufuhr und für Kontrollfunktionen – in 3-D entwickeln. Dieser integrierte Ansatz soll nicht nur zu äußerst genauen Konstruktionen und Stücklisten führen, sondern auch eine schnellere Markteinführung von Produkten ermöglichen.

Interview mit John McEleney, Solidworks CEO

,,Es geht immer um unsere Kunden"

SCOPE: Seit Jahren propagieren die Hersteller von CAD-Software die Volumenmodellierung. Tatsächlich sind nach Schätzungen erst 25 Prozent von 2D auf 3D umgestiegen.

McEleney: Das ist richtig. Aber auch die restlichen 75 Prozent werden sich den Vorteilen des 3D-Konstruierens nicht verschließen können. Der Trend zu 3D ist nicht aufzuhalten.

SCOPE: Was schätzen Sie, in welchem Zeitraum wird 3D dominieren?

McEleney: Ich denke, innerhalb der nächsten drei Jahre wird sich viel bewegen.

SCOPE: Welche Systeme profitieren von dieser Entwicklung?

McEleney: Vor allem Solidworks und Autodesk Inventor Series.

SCOPE: Welchen Rang nimmt Solidworks ein?

McEleney: Den führenden (lacht). Wir haben Mitte dieses Jahres die 250 000ste Lizenz seit 1995 verkauft – so viel wie kein anderer Hersteller. Wir haben die 3D-CAD-Technologie erschwinglich, benutzerfreundlich und leicht erlernbar gemacht, das bescheinigen uns die Marktforscher von Daratech.

SCOPE: Was sind aus Ihrer Sicht die wesentlichen Verbesserungen in der neuen Version Solidworks 2004?

McEleney: Wir konnten die Stabilität der Software deutlich erhöhen. Das Handling großer Baugruppen wurde wesentlich verbessert. Wir sind der Überzeugung, dass unser System die beste Performance bei der Arbeit mit großen Baugruppen bietet. Stolz sind wir auf unsere engagierten Anwender: Mehr als 250 Verbesserungen wurden von Kunden angeregt. Solidworks 2004 ist die bislang beste Version!

SCOPE: Ihre Ziele für die Zukunft?

McEleney: Den Einsatz und die Handhabung unserer Software weiter vereinfachen, die Zuverlässigkeit und Stabilität verbessern, die Performance erhöhen... immer besser werden und nicht stehen bleiben.Stefan Graf

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