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Viastore-Geschäftsführer Philipp Hahn-Woernle im Interview

Zusammenspiel autarker SystemeiShelf und iGo sichern Just-in-Time-Versorgung bei Still

Zusammenspiel autarker Systeme: iShelf und iGo sichern Just-in-Time-Versorgung bei Still

Ohne aufwändige Programmierung agieren zukünftig im Still-Werk Hamburg das RFID-gestützte iShelf-System von Würth mit dem autonomen Fahrzeug Still iGo neo CX 20 zusammen, damit eine Just-in-Time-Versorgung der Produktionslinien mit C-Teilen im Werk sichergestellt ist.

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Interview mit Philipp Hahn-Woernle„Tiefgreifender Wandel“

Viastore verknüpft Prozessdenken mit Informationsströmen und baut dabei auf seine Software-Sparte. Dass der Stuttgarter Intralogistik-Spezialist damit auf dem richtigen Weg ist, zeigt auch die jüngste Auszeichnung beim Wettbewerb „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“. SCOPE-Redakteurin Caterina Schröder hakte bei Viastore-Geschäftsführer Philipp Hahn-Woernle nach, wie er die Vernetzung in der Intralogistik weiter begleiten und vorantreiben will.

Viastore-Geschäftsführer Philipp Hahn-Woernle

SCOPE: Das vergangene Jahr war das erfolgreichste in der Geschichte von Viastore. Hält die 2015 durchgeführte strategische Neuausrichtung das, was Sie sich von ihr versprochen haben?

Philipp Hahn-Woernle: Auf jeden Fall. 2015 haben wir mit 130 Millionen Euro den höchsten Umsatz unserer Firmengeschichte erzielt, und auch beim Auftragseingang haben wir deutlich zugelegt. Die Viastore-Software, die wir 2015 in eine eigene Gesellschaft ausgegründet haben, hat dazu einen wichtigen Beitrag geleistet. Man darf aber nicht vergessen, dass die Ausgründung keine spontane Idee war, sondern ein weiterer Schritt auf einem Weg, den wir schon lange konsequent verfolgen.

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SCOPE: Wo setzen Sie den Hebel an, um auch 2016 weiter zu wachsen?

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Hahn-Woernle: Wir möchten uns in den Märkten, in denen wir bereits aktiv sind, noch stärker etablieren. Weiter bauen wir unser Software-Geschäft aus. Zudem orientieren wir uns nicht nur an dem, was unsere Kunden aktuell brauchen, sondern bieten technologieunabhängige Lösungen, die flexibel auf andere Prozesse oder Geschäftsmodelle angepasst werden können. Wichtig ist doch, dass unsere Kunden eine Intralogistik-Lösung erhalten, mit der sie Geld verdienen.

SCOPE: Thema Digitalisierung: Sie haben viele Veränderungen für Viadat in Aussicht gestellt. Welche sind das?

Hahn-Woernle: Viadat bildet im Standard mehr als 2.500 Funktionen ab und ist in 16 Sprachen verfügbar. Wir werden weitere Funktionen integrieren, die über Lager und Distribution hinausgehen. Denn künftig wird die Intralogistik-IT von der Rohstofflieferung, Fertigung und Montage bis zum Endkunden reichen. Hinzu bauen wir die Reporting-Tools aus, die dem Logistikmanager übersichtlich Kennzahlen und Entscheidungshilfen zu Lagerbewegungen, Ressourcen oder Auftragsbestand für das Tagesgeschäft wie auch für die Langfristplanung liefern. Darüber hinaus stellen wir auf der Cemat ein neues User Interface vor, mit dem sich Viadat noch leichter und intuitiver bedienen lässt. Dies senkt die Einarbeitungszeit und hilft, Fehler zu vermeiden.

SCOPE: Viastore ist auf vielen Logistik-Messen aktiv. Welchem Trend der Intralogistik sollte man Ihrer Meinung nach unbedingt folgen?

Hahn-Woernle: Ganz klar: Digitalisierung, Automatisierung, Vernetzung. Im Zeitalter von Industrie 4.0 erfährt die Investitionsgüterindustrie einen tiefgreifenden Wandel. Menschen, Maschinen, Produkte, Rohstoffe, Ladungsträger, Transportmittel und Standorte sind zunehmend digital vernetzt – das „Internet der Dinge“ ist bei weltweit mehr als 20 Milliarden Elementen, die mit einer eigenen IP-Adresse sowie einem Chip oder Sensor ausgestattet sind, längst keine Vision mehr. Produktion und Logistik verschmelzen, ihre Prozesse werden immer enger verzahnt, Handhabungsaufgaben zunehmend automatisiert. Die Wertschöpfungskette ist vom Rohstofferzeuger bis zum Endverbraucher digitalisiert, an der Durchgängigkeit dieser Digitalisierung arbeiten Forscher und Praktiker mit Hochdruck. Grundvoraussetzung für diese Entwicklung ist intelligente und prozessübergreifende Software. Hier liegt ein enormes Potenzial, wenn es darum geht, die Leistung, Effizienz und Transparenz in der Intralogistik – und in der gesamten Supply Chain – zu steigern.

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