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RFID (Radio-frequency identification)

RFID-Technik

Stoßfänger-Produktion bei Rehau: Prozessoptimierung mit RFID-Technik. (Bild: Siemens)

Die RFID-Technik (radio-frequency identification) ermöglicht über elektromagnetische Felder die automatische Fern-Identifikation und -Ortung von Produkten und Objekten. RFID-Systeme setzen sich zusammen aus einem kleinen, flachen Transponder im oder am Gegenstand sowie einer Auslese-Einheit. In der industriellen Identtechnik ist die RFID-Technologie unter anderem eine Alternative zur Barcode-Technik.

RFID-Transponder

Grundsätzlich bestehen RFID-Transponder aus Mikrochip, Antenne, Träger bzw. Gehäuse sowie Energiequelle (Batterie). Diese Elemente sind auch maßgebend für die Dimensionen des Transponders. Antennenform und -größe richten sich nach Frequenz und Wellenlänge. Die Informationsübertragung erfolgt durch vom Lesegerät erzeugte magnetische Wechselfelder mit geringen Reichweiten oder durch hochfrequente Radiowellen. Damit werden Daten übermittelt und der Transponder energetisch versorgt. Ältere RFID-Transponder senden nach ISO 18000 in Klartext; neuere Modelle können zusätzlich verschlüsselte Daten übertragen.

RFID-Transponder differieren je nach Übertragungsfrequenz, Anbieter und Einsatzgebiet in Form, Größe und Schutzklasse. Als deutlichstes Unterscheidungsmerkmal gilt die Art ihrer Energieversorgung.

Energieversorgung von RFID-Transpondern

Der KSSTI von Di-Soric im Einsatz beim SES-Straßburg-Etikettier-Service. Bei der 3-Seiten-Etikettierung werden Boden, Seiten und Deckel des Produktes etikettiert.

Passive RFID-Transponder holen sich ihre Energie aus den Funksignalen des Abfragegeräts. Die niedrige Leistung begrenzt die Reichweite. Typische Anwendungen für solche Transponder sind die Auszeichnung von Produkten oder das Identifizieren von Dokumenten.

RFID-Transponder mit eigener Energieversorgung (Batterie) gestatten höhere Reichweiten und einen größeren Funktionsumfang. Sie werden daher eher eingesetzt, wenn die zu identifizierenden oder zu verfolgenden Objekte hochwertig und teuer sind. Man unterscheidet zwei Typen von mit Energie versorgten RFID-Transpondern: Aktive Transponder, die ihre Energiequelle zur Versorgung des Mikrochips und für das Erzeugen des Rücksignals nutzen (hohe Reichweite), und semi-aktive/ semi-passive Transponder. Letztere sind kostengünstig, erzielen aber geringere Reichweiten.

Einsatz für RFID

Der im Kabel integrierte Feuchtigkeits-Sensor mit Transponder hat die Maße 13 x 9 x 2 Millimeter.

Haupteinsatz für RFID ist derzeit die Logistik im weitesten Sinn. Anwendungen sind hierbei die Fahrzeugidentifikation, die Banknoten-Kennzeichnung, die Personen-Identifizierung, die Medikamentensicherung, das Waren- und Bestandsmanagement, die Kennzeichnung von Leiterplatten, die Markierung von Textilien, die Container-Verfolgung und die Chipkarten-Industrie ganz allgemein (Zeit- und Zutrittsysteme etc.) sowie die Positionsbestimmung von fahrerlosen Transportsystemen und die Abfallentsorgung.

Haupteinsatz für RFID ist derzeit die Logistik im weitesten Sinn. Anwendungen sind hierbei die Fahrzeugidentifikation, die Banknoten-Kennzeichnung, die Personen-Identifizierung, die Medikamentensicherung, das Waren- und Bestandsmanagement, die Kennzeichnung von Leiterplatten, die Markierung von Textilien, die Container-Verfolgung und die Chipkarten-Industrie ganz allgemein (Zeit- und Zutrittsysteme etc.) sowie die Positionsbestimmung von fahrerlosen Transportsystemen und die Abfallentsorgung.

Als problematische Aspekte des Einsatzes der RFID-Technologie gelten derzeit die Manipulationssicherheit, die umweltgerechte Entsorgung und der Datenschutz.

RFID-Lesegerät

RFID-Etikettenspender

RFID-Lösung für automatische, drahtlose Datenerfassung

Industrieller Etikettendrucker mit RFID-Technik