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Blechbearbeitungs-WerkzeugeVom Nibbeln zum Stanzen

Auf dem Weg vom Flaschner zum Industriebetrieb befindet sich die Firma Nakhle. Durch Einsatz von Trumpf-Werkzeugen und -Maschinen gelang es ihr, die Blechbearbeitung zu optimieren. So kann das Unternehmen seine Rolle als Industriezulieferer stetig ausbauen.

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Blechbearbeitungs-Werkzeuge: Vom Nibbeln zum Stanzen

„Flaschner, bleib bei Deinen Blechen“– Michael Nakhle hält sich an dieses Motto und hat dennoch das Angebotsspektrum seines Unternehmens deutlich ausgeweitet. Vor rund 20 Jahren hat der Flaschnermeister mit dem Blechhandwerk begonnen, heute bietet er darüber hinaus als Jobshopper der Industrie seine Dienstleistungen rund ums Blech – von der Einzelteilfertigung bis zu kleinen Serien. Als wichtigste Begleiter nennt Michael Nakhle neben seiner Familie und seinen Mitarbeitern die Maschinen von Trumpf: „Sowohl die Trumpf Elektrowerkzeuge als auch die vor einem Jahr angeschaffte Trupunch 1000 zählen zur Basis unseres Erfolgs.“

Im Umgang mit Blech sah Michael Nakhle schon immer mehr als nur einen Beruf, mit dem sich Geld verdienen lässt. Ihn verbindet eine Leidenschaft mit dem formbaren, dünnen Metall. So war es im Jahr 1988 für den gerade mal 29 Jahre jungen Flaschnermeister auch selbstverständlich, sich selbstständig zu machen. Er gründete eine gleichnamige Firma und übernahm Aufträge in den Bereichen Bauflaschnerei und Sanitärinstallation. „Das Geschäft lief gleich gut an. Doch in den ersten beiden Jahren war die Arbeit enorm anstrengend, da ich viel mit mechanischen Werkzeugen arbeitete“, erinnert sich Michael Nakhle. Interessiert und offen für Veränderungen, holte er sich auf Messen und aus Fachzeitschriften Anregungen zur Modernisierung seines Betriebes. Seither hat sich der Unternehmer zu einem technisch gut ausgerüsteten Betrieb für die Bereiche Flaschnerei und hochwertige Blechtechnik entwickelt. Vor vier Jahren stieg Sohn Benjamin in den elterlichen Betrieb ein, der nun acht Facharbeiter und vier Auszubildende beschäftigt. Fast linear hat sich die Anzahl der Trumpf Elektrowerkzeuge auf zehn erhöht – verschiedene Nibbler und Scheren, Schweißkantenformer sowie eine Fügepresse und ein Panelcutter gehören zum Sortiment.

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Am häufigsten kommen Nibbler und Scheren zum Einsatz. Die Nibbler sind sehr wendig, daher verwenden sie Flaschner vor allem, wenn kleine Radien sowie Innenauschnitte im Blech (beispielsweise für Fallrohre) anzubringen sind oder bei dickeren Blechen, wie sie im Behälterbau gebraucht werden. Je länger gerade Schnitte werden und je dünner das Blech, desto besser eignen sich Schlitzscheren wie die Trumpf C250 Plus. Sie sind zwar weniger wendig als Nibbler, aber deutlich schneller. Abhängig von Blechdicke und Ausführung der Scheren lassen sich Vorschubgeschwindigkeiten von 3 bis 10 m/min erreichen. Warum manche Flaschner bei grossen Blecharbeiten mit Winkelschleifern zu Gange sind, kann Michael Nakhle nicht nachvollziehen: „Wir hatten vor kurzem ein 400 qm großes Kupferdach mit einer Blechstärke von 0,6 mm abzudecken. Mit zwei Schlitzscheren erledigten das unsere Mitarbeiter in rund sechs Stunden. Wären wir mit zwei Winkelschleifern ran gegangen, hätten wir bestimmt eineinhalb Wochen gebraucht und eine enorme Anzahl von Trennscheiben verbraucht. Wir sparen also viel Zeit und Geld, was uns und unseren Kunden zu Gute kommt.“

Entscheidend: Schnelligkeit und Zuverlässigkeit

Auch andere Trumpf Werkzeuge kommen regelmäßig zum Einsatz. So braucht Nakhle etwa die Fügepresse TF 350, um saubere und schnelle Verbindungen im Kanal- oder Behälterbau herzustellen. Bei diesem Verfahren sind keine Vor- oder Nachbearbeitungen des Materials notwendig und die Kosten für Verbindungselemente wie Schrauben oder Nieten entfallen. Sind Schweißarbeiten an Behältern oder Wannen angesagt, hilft der Trumpf TKF 1100 für die Vorbereitung von sauberen Schweißkanten.

Aufträge dieser Art kommen vielfach aus der Industrie, wo besonders großer Wert auf hohe Qualität gelegt wird. Michael Nakhle ergänzt: „Natürlich spielt für Unternehmen der Industrie auch der Preis eine Rolle. Viel wichtiger ist aber Schnelligkeit und zuverlässige ‚Just-in-time’-Arbeit. Wenn ein Handwerker nicht pünktlich fertig wird, kann mitunter der Fertigungsbetrieb nicht rechtzeitig anlaufen, wodurch viel Geld verloren geht. Wir halten uns immer an unsere Zusagen. Entsprechend nehmen unsere Industrieaufträge stetig zu. Wir sind inzwischen bei 30 Prozent des Gesamtumsatzes angelangt.“ Nicht zuletzt die Zuverlässigkeit am Bau hat dem schwäbischen Unternehmen geholfen, die Tür in Industriebetriebe aufzustoßen. So war es letztlich möglich ein neues Geschäftsfeld zu eröffnen. Auf Basis guter Erfahrungen fragte vor rund fünf Jahren ein Industriebetrieb bei den Nakhles eine Kleinserie von zu bearbeitenden Blechen an, die sich nicht mit Handwerkzeugen erledigen ließ. Eine Blechbearbeitungsmaschine war notwendig.

Benjamin Nakhle erinnert sich: „Wir sahen unsere Chance, einen neuen Markt zu erschließen und griffen zu. Schon damals hätten wir gerne eine Trumpf gekauft, aber die kleinste Maschine war uns noch zu groß. Deshalb sind wir auf das Modell eines anderen Herstellers ausgewichen, mit dem wir den ersten Auftrag und einige weitere erledigen konnten, ohne unseren finanziellen Spielraum zu überschreiten. Seit gut zwei Jahren spüren wir jedoch, dass die Anfragen aus der Industrie zunehmen und komplexer werden.“

Grund genug für Nakhle, wieder mit Trumpf zu sprechen. Im Jahr 2006 wurde dann mit der Trupunch 1000 eine passende Lösung gekauft. Diese Rotations-Stanzmaschine kann biegen, schneiden, stanzen und formen – alles in einer Aufspannung. Sie ist kompakt, vielseitig, flexibel, und der Teilevielfalt sind fast keine Grenzen gesetzt. Das schwäbische Unternehmen kann sie derzeit zwar noch nicht auslasten. Michael Nakhle konkretisiert: „Momentan haben wir sie nur etwa zwei bis drei Tage pro Woche am Laufen. Dennoch wird sie sich bei gleichbleibender Auftragslage in rund sechs Jahren amortisiert haben. Wenn die Auslastung zunimmt – wovon wir ausgehen – geht das natürlich deutlich schneller.“

Stanzmaschinen-Experte dank einfacher Bedienung

Neben der Vielseitigkeit und hohen Fertigungsqualität ist für Benjamin Nakhle die Bedienbarkeit der Maschine entscheidend. Als gelernter Flaschner und Fachkraft für Blechbearbeitung hatte er früher nichts mit solch programmierbaren Maschinen zu tun. Seit dem Kauf der Trupunch 1000 ist das anders. Er programmiert, richtet ein, wechselt Werkzeuge und erledigt alles rund um die Maschine. Eine kurze Schulung im eigenen Betrieb genügten dem Einsteiger, der erklärt: „Die Programmiersoftware Trutops ist genial selbsterklärend. Ich komme Schritt für Schritt in die richtigen Menüs. Mein Handy ist da bei weitem komplizierter zu bedienen.“ Ein Trumpf Servicetechniker war etwa eine Woche in Gäufelden und hat die Fertigung echter Teile begleitet. Seither läuft die Maschine problemlos. Wenn doch mal eine Frage auftaucht, genügt in der Regel ein kurzer Anruf auf der Servicehotline, und das Problem wird gelöst. Diese Art von Service entspricht den Vorstellungen von Michael und Benjamin Nakhle: „Wir werden – auch als kleiner Betrieb – von dem großen Konzern sehr zuvorkommend bedient. Entsprechend zufrieden sind wir mit dem Service – sowohl was die Elektrowerkzeuge als auch unsere stationäre Maschine betrifft.“ Das ist aber nur ein Grund, warum die Nakhles ein treuer Trumpf-Kunde sind: „Wir sind Schwaben und als solche ‚intelligent sparsam’. Das heißt: Wir kaufen nicht das Billigste aber immer das beste Preis-/Leistungsverhältnis.“ Bei Nakhle nehmen die Anfragen für Kleinserienteile und Einzelfertigungsaufträge deutlich zu. Sie kommen inzwischen aus mehreren Industriezweigen – Heizungstechnik, Elektrotechnik und Apparatebau. Die Auslastung der Trupunch wird aber zusätzlich durch den eigenen Flaschnereibetrieb erhöht, denn auch hier nimmt das Geschäft zu. Wenn große Blechprofile herzustellen sind, wird das auf der Stanzmaschine gemacht. Früher mussten solche Aufträge in Fremdvergabe oder tagelanger Handarbeit erledigt werden. hs

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