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Workshop bei Okuma

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FachberichtProzessoptimierung durch Utility-Film

Die Grundsätze einer Prozessoptimierung sind u. a. Verschwendung zu minimieren, Überflüssiges abzuschaffen und Prozesse optimal miteinander zu kombinieren. Letztlich gilt es, die Effizienz des Unternehmens ganzheitlich zu erhöhen. Ein eingeführtes Werkzeug zur Planung, Bewertung und Gestaltung von Prozessen ist MTM (Methods-Time-Measurement). Dieses kann zur Planung noch nicht existierender Arbeitsabläufe oder zur Verbesserung bestehender eingesetzt werden.
Utility Film: Prozessoptimierung durch Utility-Film

Mit Hilfe eines sogenannten MTM-Bausteinsystems werden unter Einsatz genormter Teilhandlungen (Prozessbausteine) die Arbeitsabläufe geplant bzw. optimiert. Für diese Arbeitsabläufe erhält man mit der MTM-Analyse auch belastbare Ausführungszeiten. Mit Hilfe der Ablaufbeschreibung der MTM-Analyse kann das Personal direkt vor Ort in neue bzw. veränderte Abläufe eingewiesen werden. Für die Mitarbeiter bedeutet dies zum Teil ein Umdenken zugunsten ihrer eigenen Arbeitsorganisation. An diese Phase schließt der Utility Film an. Er sorgt für die nachhaltige Vermittlung der neuen Abläufe. Schritt für Schritt wird der Mitarbeiter per Bewegtbild im Produktionsprozess begleitet. In Ergänzung zur persönlichen Einarbeitung durch einen Experten, gibt der Utility Film auch nach der Anwesenheit des Coaches weiterhin Hilfestellung.

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Prozessoptimierung durch Utility Film

Es liegt in der Natur des Mediums, dass der Utility Film nur Prozesse abbildet, die in der Praxis umsetzbar sind. Während ein Experte den Handlungsablauf vorführt, filmt der Autor bereits jeden Einzelschritt mit. Wenn im Verlauf der Dreharbeiten vom Experten herausgefunden wird, dass bestimmte Handlungen optimiert werden müssen, so wird dies sofort per Film aufgezeichnet. Somit präsentieren Utility Filme den aktuellen Stand der Best-practice Methode. Bei der Analyse von Arbeitsumgebungen hat der Anleitungsfilm somit einen Zusatznutzen: Analyse-Ergebnisse werden nicht nur überprüft, sondern filmisch dokumentiert.

Synergieeffekte zwischen MTM und Utility Film

Ein Utility Film kann nur so gut funktionieren, wie es die Arbeitsabläufe zulassen. Mit anderen Worten: Der Prozess selbst muss den reibungslosen, effizienten Ablauf ermöglichen, der dann mit per Video dokumentiert wird. Anleitungsfilme und MTM-Methoden ergänzen sich vor und nach der Produktion. Die optimale Synergie ergibt sich, wenn im Vorfeld Arbeitsprozesse mittels MTM gestaltet werden. Eine Überprüfung und zugleich Dokumentation erfolgt durch die Filmarbeiten vor Ort. Ist der Arbeitsplatz prozessoptimiert, so zeigt der Utility Film, wie ein Werker im Sinne dieser Optimierung seine Handlungsabläufe bestmöglich umsetzen kann.

Prozessstandards sichern

Einige Unternehmen müssen Prozesse über Jahre hinweg aufrechterhalten. Ein Beispiel hierzu ist die Ersatzteillieferung für die Schienenfahrzeugindustrie. 15 Jahre müssen Unternehmen in diesem Fall die Ersatzteillieferung garantieren können. Um in dieser Zeit Prozessstandards zu halten, ist die filmische Aufzeichnung unerlässlich.

Verkürzung von Anlaufzeiten

Besonders bei der Kleinserienfertigung sind kurze Anlaufzeiten in der Montage von existenzieller Bedeutung. Ebenso wichtig ist die Flexibilität beim Personaleinsatz. Schnell und effizient müssen Mitarbeiter angelernt werden. Anhand des Utility Films ist die Vermittlung von Handlungswissen auch unter dem Aspekt möglich, wenn im Unternehmen ein hoher Anteil von Fremdsprachlern arbeitet. lg

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