Scope Online - Industriemagazin für Produktion und Technik
Sie befinden sich hier:
Home> Produktion> Produktionstechnik + Werkzeugmaschinen> Polyamid partikelfrei schweißen
3D-Druck / Additive Manufacturing... jetzt alle Artikel lesen

Laser-World-Trendindex 2017Deutsche Industrie greift zum Laserschwert

Laser World of Photonics

Im weltweiten Wettlauf um die Industrieproduktion der Zukunft setzen deutsche Unternehmen auf Photonik: Knapp 80 Prozent wollen künftig mit Licht-Werkzeugen Fertigungskosten reduzieren – beispielsweise durch geringeren Verschleiß in der Materialverarbeitung. 

…mehr

Polyamid schweißenPolyamid partikelfrei schweißen

Auf die Heizplatte pressen, angeschmolzene Teile zusammen pressen und erkalten lassen. So simpel läuft das übliche und weit verbreitete Heizelementschweißen von Kunststoffteilen ab. Das funktioniert mit einer Vielzahl thermoplastischer Kunststoffe. Probleme gibt es jedoch bei Kunststoffen, die eine relativ dünnflüssige Schmelze ergeben, weil die oft an den Heizelementen haftet. Das ist beispielsweise bei Polyamiden der Fall. Diese Werkstoffgruppe ist deshalb für dieses Verfahren nicht geeignet. Oder besser: Sie war es nicht.

Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (MW),: Polyamid partikelfrei schweißen

Das Bild zeigt eine speziell für Polyamide entwickelte Schweißmaschine, die das kontaktbehaftete Heizelement durch Strahlungswärme ersetzt hat. Die Schweißtemperaturen liegen zum Teil über 500 Grad Celsius. Die NC-Achsen können unterschiedliche werkstoffspezifische Programme abfahren. Inzwischen wurden verschiedene Baugruppen aus Medizintechnik und Fahrzeugbau erfolgreich auf das Verfahren umgestellt. Damit tritt die Technik gegen Methoden wie Reibschweißen und Fügetechniken mit Licht und Laser an.

Anzeige

In den Werkstücken treten während des Schweißens kaum mechanische Kräfte auf, eventuell integrierte elektrische Baugruppen werden nicht belastet. Es bleiben keine Späne und Kunststoffpartikel im Inneren zurück. Verfahrenstypisch ist die Homogenität des Materials im Bereich der Naht, die übrigens nahezu alle dreidimensionalen Konturen aufweisen kann. Verfärbungen im Material können mit Einsatz von Schutzgas ausgeschlossen werden.

Ein bewährtes Verfahren scheint hier durch Weiterentwicklung eine Renaissance zu erfahren. Damit wird es möglich sein, nicht nur Polyamide partikelfrei zu verschweißen, sondern auch andere, als schwierig geltende Werkstoffe wie POM und PBT. Wer solche Werkstoffe verbinden muss, sollte sich einmal wieder mit der alten und doch sehr neuen Heizelement-Methode beschäftigen.dr

Anzeige

Weitere Beiträge in dieser Rubrik

2-Achsen-Schwenktischkombination

SchwenktischkombinationPremiere in München

Auf der Laser World of Photonics in München (26. bis 29. Juni) zeigt Föhrenbach erstmals seine neue 2-Achsen-Schwenktischkombination RT3A100 auf 2-achsigem Hochpräzisions-Linearportal mit Direktantrieben.

…mehr

Vorausschauende WartungVier Punkte für ein erfolgreiches Predictive Maintenance-Projekt

Predictive Maintenance – die vorausschauende Wartung – ist ein wichtiger Baustein in der Industrie 4.0-Strategie vieler mittelständischer Hersteller von Maschinen. Wer mit der vorausschauenden Wartung neue Erlösquellen erschließen und die Kundenbindung verbessern will, sollte jedoch vier Punkte beachten.

…mehr
Laser World of Photonics

Laser-World-Trendindex 2017Deutsche Industrie greift zum Laserschwert

Im weltweiten Wettlauf um die Industrieproduktion der Zukunft setzen deutsche Unternehmen auf Photonik: Knapp 80 Prozent wollen künftig mit Licht-Werkzeugen Fertigungskosten reduzieren – beispielsweise durch geringeren Verschleiß in der Materialverarbeitung. 

…mehr
Hydrodehnspannfutter

HydrodehnspannfutterAus einem Guss

Mit der additiven Fertigung eröffnen sich für die Produktion von Spannfuttern ganz neue Kombinationsmöglichkeiten. So ist es möglich, Hydrodehnspannfutter so individuell auf die Bearbeitung hin anzupassen, dass der Einsatz eines Standard-Schaftwerkzeuges möglich ist.

…mehr
Christian Kübel

Interview mit Christian Kübel„Heimat für digitale Werkzeuge“

Weltweit existieren weit über 100.000 zerspanende Industrieunternehmen. Ein Großteil dieser Unternehmen benötigt 3D-Grafiken ihrer Werkzeuge für die CAM-Programmierung und Simulationen. Der „Tool Designer“ von TDM Systems ist die erste Applikation der neuen Plattform „Internet-of-Tools“. SCOPE sprach mit Projektleiter Christian Kübel. 

…mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neue Stellenanzeigen

Anzeige

Direkt zu:


ExtraSCOPE


TrendSCOPE


Robotik in der industriellen Fertigung