Scope Online - Industriemagazin für Produktion und Technik
Sie befinden sich hier:
Home> Produktion> Produktionstechnik + Werkzeugmaschinen> Polyamid partikelfrei schweißen

WerkzeugmaschinenHermle verzeichnet kräftiges Umsatz- und Ergebnisplus

Hermle Werkzeugmaschinen in Gosheim

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle entwickelte sich 2016 deutlich besser als erwartet: Der Konzernumsatz des schwäbischen Werkzeugmaschinenherstellers stieg nach vorläufigen Berechnungen auf rund 394 Mio. Euro (Vj. 356,6 Mio. Euro). Dabei konnte Hermle von Großprojekten und der Erholung der Märkte in Südeuropa profitieren. Zuwächse gab es sowohl im In- als auch im Ausland.

…mehr

Polyamid schweißenPolyamid partikelfrei schweißen

Auf die Heizplatte pressen, angeschmolzene Teile zusammen pressen und erkalten lassen. So simpel läuft das übliche und weit verbreitete Heizelementschweißen von Kunststoffteilen ab. Das funktioniert mit einer Vielzahl thermoplastischer Kunststoffe. Probleme gibt es jedoch bei Kunststoffen, die eine relativ dünnflüssige Schmelze ergeben, weil die oft an den Heizelementen haftet. Das ist beispielsweise bei Polyamiden der Fall. Diese Werkstoffgruppe ist deshalb für dieses Verfahren nicht geeignet. Oder besser: Sie war es nicht.

Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (MW),: Polyamid partikelfrei schweißen

Das Bild zeigt eine speziell für Polyamide entwickelte Schweißmaschine, die das kontaktbehaftete Heizelement durch Strahlungswärme ersetzt hat. Die Schweißtemperaturen liegen zum Teil über 500 Grad Celsius. Die NC-Achsen können unterschiedliche werkstoffspezifische Programme abfahren. Inzwischen wurden verschiedene Baugruppen aus Medizintechnik und Fahrzeugbau erfolgreich auf das Verfahren umgestellt. Damit tritt die Technik gegen Methoden wie Reibschweißen und Fügetechniken mit Licht und Laser an.

Anzeige

In den Werkstücken treten während des Schweißens kaum mechanische Kräfte auf, eventuell integrierte elektrische Baugruppen werden nicht belastet. Es bleiben keine Späne und Kunststoffpartikel im Inneren zurück. Verfahrenstypisch ist die Homogenität des Materials im Bereich der Naht, die übrigens nahezu alle dreidimensionalen Konturen aufweisen kann. Verfärbungen im Material können mit Einsatz von Schutzgas ausgeschlossen werden.

Ein bewährtes Verfahren scheint hier durch Weiterentwicklung eine Renaissance zu erfahren. Damit wird es möglich sein, nicht nur Polyamide partikelfrei zu verschweißen, sondern auch andere, als schwierig geltende Werkstoffe wie POM und PBT. Wer solche Werkstoffe verbinden muss, sollte sich einmal wieder mit der alten und doch sehr neuen Heizelement-Methode beschäftigen.dr

Anzeige

Weitere Beiträge in dieser Rubrik

Schneidstoffsorte: Anspruchsvolle Werkstoffe bearbeiten

SchneidstoffsorteAnspruchsvolle Werkstoffe bearbeiten

Mit der leichtschneidenden Geometrie LOEX12-M09 beschert Seco Tools seinem tangentialen Eckfrässystem Square T4-12 ein Upgrade für mehr Leistung und Wirtschaftlichkeit.

…mehr
Hermle Werkzeugmaschinen in Gosheim

WerkzeugmaschinenHermle verzeichnet kräftiges Umsatz- und Ergebnisplus

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle entwickelte sich 2016 deutlich besser als erwartet: Der Konzernumsatz des schwäbischen Werkzeugmaschinenherstellers stieg nach vorläufigen Berechnungen auf rund 394 Mio. Euro (Vj. 356,6 Mio. Euro). Dabei konnte Hermle von Großprojekten und der Erholung der Märkte in Südeuropa profitieren. Zuwächse gab es sowohl im In- als auch im Ausland.

…mehr
Bearbeitungszentrum Makino A92 mit Kühlschmierstoff Bonderite L-MR 71-7

KühlschmierstoffeSparsam im Verbrauch

Der Schweizer Verschlusskappenspezialist Corvaglia hatte den richtigen Riecher und setzt in der Fertigung seiner Formplatten für Spritzgießwerkzeuge auf einen geruchsarmen Kühlschmierstoff von Henkel.

…mehr
Drehteile Loga Langdrehautomaten

Digitale MessprojektorenDrehteile schneller prüfen

Der digitale Messprojektor von Keyence hilft dem Unternehmen Loga Präzisionsteile, die Qualität der Drehteile schneller zu erkennen.

…mehr
Gisela Lanza

Interview mit Prof. Gisela Lanza"Näher an die Toleranzgrenze"

Prof. Gisela Lanza ist Inhaberin des Lehrstuhls für Produktionssysteme und Qualitätsmanagement des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und Institutsleiterin am Institut für Produktionstechnik (wbk).

…mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neue Stellenanzeigen

Anzeige