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Industrie 4.0 in der Blechbearbeitung: Trumpf forscht mit Fraunhofer

Planfräskonzept mit 14 SchneidkantenLeistung steigern - Werkstückkosten reduzieren

Differentialteilung

Sandvik Coromant, Anbieter von Werkzeugen und Zerspanungslösungen, hat das nach eigenen Angaben erste doppelseitige Mehrschneiden-Fräskonzept mit positiver Schneidwirkung entwickelt. Mit insgesamt 14 Schneidkanten ist der CoroMill 745 eine optimale Lösung für Anwendungen, bei denen produktives Planfräsen, geringe Schnittkräfte und niedrige Kosten pro Bauteil erforderlich sind.

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Industrie 4.0 in der BlechbearbeitungTrumpf und Fraunhofer IPA forschen gemeinsam

Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf ist mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart eine fünfjährige strategische Kooperation eingegangen. Ziel ist es, Erkenntnisse aus der aktuellen Forschung zu Industrie 4.0 in der Blechbearbeitung zu verankern.

Heinz-Jürgen Prokop und Thomas Bauernhansl

Im so genannten „TRUMPF LAB“ arbeiten Mitarbeiter von Trumpf und Fraunhofer IPA gemeinsam daran, innovative Lösungen für die Fertigungstechnik der Zukunft zu entwickeln.

Klaus Bauer, Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Prof. Thomas Bauernhansl und Ulrich Schneider

Das Trumpf LAB ist Teil des Stuttgarter Technologie- und Innovationscampus, kurz S-TEC. Dieses neuartige Konzept eines kollaborativen Forschungscampus geht vom Fraunhofer IPA sowie der Universität Stuttgart und ihren angeschlossenen Instituten aus. Auch die weiteren Stuttgarter Fraunhofer-Institute sowie regionale und überregionale Industrieunternehmen gehören dem S-TEC an, der neben dem fertigungstechnisch ausgerichteten TRUMPF LAB auch Initiativen wie „ARENA2036“ zum Thema Leichtbau hervorgebracht hat.

„Wir bündeln mit diesen Initiativen öffentliche und privatwirtschaftliche Forschungsaktivitäten an einem Ort und greifen gezielt Themen mit starker gesellschaftspolitischer Relevanz auf“, erklärt Professor Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer IPA. „Dieses ,Industry-on-Campus-Konzept‘ ist eine Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsumgebung, in der innovative Lösungen greifbar gemacht werden. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Trumpf und bin optimistisch, dass die Resultate, die aus dieser Kooperation gewonnen werden, nicht nur für das Unternehmen selbst marktrelevant sind, sondern auch für andere Firmen aus anderen Branchen.“

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Weitere Beiträge zuIndustrie 4.0

Im neuen Trumpf LAB werden Mitarbeiter beider Projektpartner gemeinsam am Fraunhofer IPA Grundlagenforschung zum Thema Industrie 4.0 betreiben. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf zahlreiche Facetten der Fabrik der Zukunft. In ersten Startprojekten werden die Bereiche „Intralogistik“, „Serviceorientierte Maschine“ und „Selbststeuernde Produktion“ bearbeitet. Über die Laufzeit der Kooperation sollen sich die Inhalte weiterentwickeln, so dass regelmäßig neue Projektthemen hinzukommen.

Die Erwartungen von Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Geschäftsführer Entwicklung und Einkauf bei Trumpf Werkzeugmaschinen, sind entsprechend hoch: „Wir versprechen uns viel von der Zusammenarbeit, da zwei unterschiedliche Perspektiven unter einem Dach vereint werden: Tiefe Kenntnisse über Kundenbedürfnisse, Technologien und Märkte in der Blechbearbeitung auf der Seite von Trumpf und der wissenschaftliche Ansatz sowie umfangreiche Erfahrungen aus vielen Industrieprojekten zu Industrie 4.0 auf Seiten des Fraunhofer IPA. Diese Kombination birgt großes Innovationspotential. Wir werden Ideen für neue Lösungen und Geschäftsmodelle erarbeiten und diese anwendungsnah anhand von Funktionsmustern weiterentwickeln. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Produktivität und Wirtschaftlichkeit von Betrieben in der Blechfertigung auf ein neues Niveau zu heben.“

Trumpf sieht die Entwicklungen rund um Industrie 4.0 als große Chance und gestaltet deshalb seit Jahren die vernetzte Produktion der Zukunft aktiv mit. Dafür beteiligt sich das Unternehmen an verschiedenen Arbeitskreisen und Projekten, um Erfahrungen, Knowhow und Ideen einzubringen. So war TRUMPF beispielsweise seit 2011 Mitglied des von der Bundesregierung initiierten Arbeitskreises Industrie 4.0 und hat hierbei maßgeblich bei der Definition der Smart Factory der Zukunft mitgewirkt. Zudem engagiert sich der Maschinenbauer im Arbeitskreis Smart Service Welt und ist darüber hinaus Partner des CyProS-Projekts des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Smart Data Innovation Lab und der Allianz Industrie 4.0 BW.

Das Fraunhofer IPA betreibt bereits seit den 1990er-Jahren eine weltweit einzigartige Lernfabrik für wandlungsfähige Produktion, in der nun – im Zeitalter von Industrie 4.0 – verschiedenste cyberphysische Systeme integriert und miteinander vernetzt werden. Mit finanzieller Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und Projektpartnerschaften aus der Wirtschaft werden im so genannten „Applikationszentrum Industrie 4.0“ Maschinen, Software und Prozesse integriert und fit für die Zukunft gemacht. Auch die Zusammenarbeit mit TRUMPF passt in dieses Anwendungsmodell und wird von dem bereits aufgebauten Knowhow profitieren. kf

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