Scope Online - Industriemagazin für Produktion und Technik
Sie befinden sich hier:
Home> Märkte + Unternehmen> Archiv> Kuka präsentiert Roboter für Industrie 4.0

Fachmesse AutomaticaKuka präsentiert Roboter für Industrie 4.0

Industrieroboter, mobile Roboter und Serviceroboter sind Voraussetzung für die Umsetzung von Industrie 4.0, wie Manfred Gundel, Geschäftsführer der Kuka Roboter GmbH, anlässlich einer Pressekonferenz in der Allianz Arena am Montag im Vorfeld der Automatica erläuterte.

Fachmesse Automatica: Kuka präsentiert Roboter für Industrie 4.0

Gleichzeitig müssten sich die Roboter den erweiterten Anforderungen von Industrie 4.0-Umgebungen anpassen. "Volatile Märkte, hohe Variantenvielfalt und kürzere Produktlebenszyklen bedingen, dass sich die Produktion zukünftig schnell auf neue Rahmenbedingungen anpassen, also wandlungsfähig werden muss. In vielen Fällen bedeutet dies weg von der starren Vollautomatisierung und hin zur flexiblen Arbeitsteilung zwischen Mensch und Roboter. Der Einsatz des Roboters als Produktionsassistenz gestaltet die Produktion so wandlungsfähig wie nie und ermöglicht völlig neue Konzepte in der Fertigung", erklärte Gundel. Damit eröffnen sich neue Wege in der roboterbasierten Automatisierung, die zusätzlich zum "klassischen" Industrieroboter entstehen.

Anzeige

Für derartige neue Fertigungskonzepte stellt der Roboter eine wichtige Grundlage dar, wie Dr. Albrecht Hoene, Projektleiter für den Leichtbauroboter bei der Kuka Laboratories GmbH betonte: "Damit der Roboter als Produktionsassistent sicher mit dem Menschen zusammen arbeiten kann, bedarf es einer ganz neuen Generation von Robotern: Die Maschinen müssen sensitiv und feinfühlig sein, wie der Kuka Leichtbauroboter LBR iiwa." Der LBR iiwa ist mit sieben Achsen dem menschlichen Arm nachempfunden und kann in Positions- und Nachgiebigkeitsregelung betrieben werden. Diese kombiniert mit integrierter Sensorik verleiht dem Leichtbauroboter eine programmierbare Feinfühligkeit. Seine leistungsfähige Kollisionserkennung und eine integrierte Gelenkmomentensensorik in allen Achsen prädestinieren den LBR iiwa für feinfühlige Fügeprozesse und ermöglichen den Einsatz einfacher Werkzeuge. Durch seine Sensitivität schlage der LBR iiwa ein neues Kapitel in der Mensch-Roboter-Kollaboration auf, wie Hoene erläuterte. Er agiere als "dritte Hand" des Werkers und könne direkt und ohne Schutzzaun mit dem Menschen gemeinsam arbeiten.

Schutzzaunlose Anwendungen bedeuten ganz neue Möglichkeiten in der modernen Fabrik, aber auch neue Rahmenbedingungen: Frank Klingemann, Geschäftsführer der Kuka Systems GmbH, stellte auf der Pressekonferenz klar, dass für eine sichere Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) ein geeigneter Roboter allein nicht ausreiche. "Unser Ziel ist die Erarbeitung eines ganzheitlichen MRK-gerechten Produktionskonzepts. Das MRK-Engineering und MRK-gerechte Gesamtlösungen beeinflussen die Gestaltung der Fabriken und die Produktion der Zukunft." Dafür baut Kuka Systems unter anderem eine umfassende Datenbank für Komponenten und Peripherie auf, die sich für die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter eignen. Berechnungen auf Basis dieser Daten sollen künftig helfen, Anwendungen sicher, wirtschaftlich und MRK-gerecht zu gestalten - und damit die Voraussetzung für die wandlungsfähige Fabrik 4.0 schaffen.

Zu den weiteren Neuheiten auf der kommenden Automatica in München hielten sich die Kuka-Sprecher noch bedeckt. Auf einem rund 800 qm großen Stand in Halle A4 sollen verschiedene Applikationen ausgestellt werden, die die Expertise der Augsburger in der Mensch-Roboter-Kollaboration im realen Praxiseinsatz beweisen würden. Damit will Kuka den Rahmen von der Industrie- bis hin zur Servicerobotik spannen. Neben dem Hauptstand wird Kuka auf der 6. Internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik weitere Produktfeatures, wie die mobile Konzeptstudie Kuka Moiros, ausstellen. Im Bereich der Sonderausstellung zu professioneller Servicerobotik in Halle A4 verleiht der Augsburger Roboter- und Anlagenbauer zudem den Kuka Innovation-Award, einen Wissenschaftspreis, der die Innovationstätigkeit im Bereich der mobilen Manipulation vorantreibt und die Vorbereitung des Technologietransfers von Wissenschaft und Forschung in die Industrie optimieren soll. Darüber hinaus sind Kuka Roboter an zahlreichen weiteren Ständen von System- und Technologiepartnern des Augsburger Konzerns im Einsatz zu sehen.

Weitere Informationen zu Megatrends der roboterautomatisierten Produktion, den verschiedenen Szenarien der Mensch-Roboter-Kollaboration, Neue Fabrikkonzepte für die Produktion der Zukunft und warum der LBR iiwa in vielen Disziplinen Weltmeister ist, finden Sie in unserer Fotostrecke (einfach Bild oben anklicken). hs

Anzeige

Weitere Beiträge zum Thema

Headquarter der Robotics Division in Allershausen

Yaskawa investiert weiter in EuropaNeue Werke und Gebäude

Yaskawa, der japanische Technologiekonzern, wächst stärker als der Markt und investiert in Europa erneut in 10.000 m² moderne Werke und Gebäude.

…mehr
KMR iiwa

IndustrieroboterKuka erreicht Rekordwert im Auftragseingang

Dank einer weltweit starken Nachfrage nach Robotern und Automatisierungslösungen konnte Kuka im Geschäftsjahr 2016 eine zweistellige Wachstumsrate sowohl im Auftragseingang als auch im Auftragsbestand verbuchen. Die Kennzahlen des Vorjahres wurden teilweise deutlich übertroffen.

…mehr
Mensch-Roboter-Kollaboration

Weltroboterverband sagtBill Gates liegt mit Roboter-Steuer falsch!

Das McKinsey Global Institute stellt fest, dass sich mehr als 90 Prozent der Arbeitsplätze auch künftig nicht vollständig automatisieren lassen. Eine - wie von Bill Gates geforderte - Robotersteuer, sei daher falsch, sagt der Weltroboterverband IFR. Eine empirische Prüfung der Wirtschaftsdaten und Zukunftsforschung zeige einen klaren Beschäftigungsanstieg in der Roboter-Bilanz – also das Gegenteil der von Gates befürchteten Jobverluste.

…mehr
Roboterdichte

World Robotics ReportAsien installiert 70 Prozent mehr Industrie-Roboter

In nur fünf Jahren (2010 bis 2015) stieg die Zahl der Industrieroboter in Asien um 70 Prozent auf 887.400. Bis 2019 wird China laut World Robotics Report rund 40 Prozent des weltweiten Angebots installieren.

…mehr

Midea darf Kuka übernehmenUS-Behörden geben grünes Licht

Die US-amerikanischen Behörden CFIUS (Committee on Foreign Investment in the United States) und DDTC (Directorate of Defense Trade Controls) haben am 29. Dezember 2016 die Übernahme der Kuka Aktiengesellschaft durch Mecca International (BVI) Limited, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Midea Group Co., Ltd., freigegeben.

…mehr
Anzeige
Anzeige

Anzeige - Produkt der Woche

Proto Labs Designwürfel 2017

Neuer Proto Labs Designwürfel 2017

Werden auch Sie zum Experten für Spritzguss-Konstruktionen und bestellen Sie die ultimative Designhilfe: Den Proto Labs Designwürfel! Mehr Infos unter dem Produkt der Woche oder direkt unter p.protolabs.de.

Anzeige - Produkt der Woche

DFL Ventus Marker Industrial Design

Hier stellt Ihnen die ACI Laser GmbH das Produkt der Woche vor. Weitere Informationen finden Sie unter dem Produkt der Woche oder direkt bei: www.aci-laser.de.

Direkt zu:


ExtraSCOPE


TrendSCOPE


Robotik in der industriellen Fertigung


Das monatliche SCOPE-Gewinnspiel

SCOPE-Gewinnspiel

Jeden Monat gibt es auf SCOPE-Online ein Gewinnspiel. Mitmachen lohnt sich. Es gibt tolle Preise.

Haas Automation präsentiert Unternehmensfakten – Folge 1: Roboterzellen

Haas Automation präsentiert Unternehmensfakten – Folge 1:

In dieser ersten Folge der neuen Reihe „Unternehmensfakten“ von Haas Automation führt Sie Fertigungstechniker Andrew Harnett hinter die Kulissen des Haas Werks in Oxnard, Kalifornien, USA. Er zeigt Ihnen, wie eine Spindelwelle für eine neue Drehmaschine der Modellreihe ST von Haas bearbeitet wird. Wir folgen der Produktion von Anfang bis Ende. Begonnen wird beim Rohling, der in einer der Roboterzellen unseres Werks gedreht wird. Dann geht es weiter zur Spindelmontage und letztendlich zum Einbau in ein fertiges Drehzentrum ST-35.

Anzeige

Mediadaten 2017

Neue Stellenanzeigen

E-Kataloge bei SCOPE

E-Kataloge bei SCOPE


Hier finden Sie aktuelle E-Kataloge aus Produktion und Technik. Einfach durchblättern, informieren und Anbieter kontaktieren!

SCOPE ONLINE IN SOCIAL NETWORKS

SCOPE ONLINE Newsletter

SCOPE Online Newsletter bestellen

Unser Newsletter informiert Sie kostenlos über die wichtigsten Neuigkeiten aus der Industrie, die Sie mit der gedruckten Ausgabe nicht oder später erhalten.

News unseres Partners smart engineering

Bildergalerien bei SCOPE