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Lebensmittel-Logistik: Regaltechnik von Bito

Start-up präsentiert "George"Preisattraktiver Lagerautomat für KMU

Lagerturm GEORGE

Leistungsfähige Lagerautomaten sind in der Großindustrie schon lange Standard. Für den Klein- und Mittelstand gab es bislang jedoch kaum akzeptable und preisattraktive Lösungen. Hoffschmidt Engineering aus Lage in Ostwestfalen bietet mit seinem Lagerturm "George" jetzt eine smarte Automationslösung für KMU. Noch bis zum 11. November kann man George in Lage erstmals live erleben.

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Lebensmittel-LogistikLes Halles du Luxembourg

La Provençale wächst mit seinem Bestreben, die beste Frische und die größte Flexibilität sicherzustellen, stetig. Weil jedoch in Luxemburg Grundstücke kaum verfügbar und sehr teuer sind, muss der Gourmet-Dealer mehr Kapazitäten schaffen – ohne die Gebäudefläche zu verändern. Die Bito-Lagertechnik unterstützt dabei mit Know-how und innovativer Regaltechnik aus einer Hand. Im Vordergrund stehen dabei effiziente Intralogistik-Lösungen, die weiteres Wachstum und reibungslose Warenflüsse ermöglichen.

Palettenregale für TK-Artikel

Hochwertige Trüffel, Gänseleber, Enten und Kaviar, italienischer Schinken, Antipasti, frischer Fisch und Krustentiere sowie saisonale Spezialitäten aus dem Obst- und Gemüsegarten – das Angebot von La Provençale liest sich wie die Speisekarte eines Sternerestaurants. „Wir verändern unser Sortiment ständig“, sagt Georges Eischen, einer der drei Geschäftsführer des Handelsunternehmens. „Dabei hat für uns Frische, Qualität und Service höchste Priorität.“ Die Waren kommen direkt von den Herstellern – beispielsweise von Bauern und Schlachthöfen aus der Umgebung, Fisch oder exotische Produkte werden täglich frisch angeliefert. Zu den mehr als 35.000 Artikeln kommen noch Non-Food-Produkte wie Tisch-Accessoires oder Küchengeräte hinzu. Darüber hinaus führt La Provençale noch eine eigene Metzgerei mit über 180 Mitarbeitern. Ausgeliefert werden die Artikel nicht nur im Großherzogtum, sondern auch im angrenzenden Deutschland, Belgien und Frankreich.

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Gegründet wurde das Familienunternehmen 1969 von Camille Studer und Michel Eischen. Diese erweiterten im Lauf der Jahre die Geschäftsführung durch Georges Arendt. Die Söhne dieser drei – Jo Studer, Georges Eischen und Jeff Arendt – übernahmen im Jahr 2012 die Geschäfte. Heute beschäftigt La Provençale 975 Mitarbeiter. „Wir beliefern Restaurants, Metzger, Bäcker, aber auch Tankstellen, Großküchen und Kantinen – sowohl hier in Luxemburg wie auch in Deutschland, Belgien und Frankreich“, sagt Eischen. Das Geschäft läuft gut, obwohl der Lebensmittelmarkt insgesamt nicht sehr stark wächst. Was er anders macht als seine Wettbewerber? Da muss der Geschäftsführer nicht lange überlegen. „Wir liefern an sechs Tagen in der Woche unsere Waren aus.“ Aber nicht nur das. Der Kunde kann bis zu einer Stunde, bevor einer der 130 Kühlwagen das Gelände verlässt, seine Bestellung aufgeben oder noch verändern. Damit sind die Kunden äußerst flexibel und müssen ihre Waren selbst nicht lange aufbewahren. Das spart Platz in den tiefgekühlten Lagerräumen und senkt die Kosten. Hinzu kommt: Die Gefahr, dass die Lebensmittel bei den Kunden verderben, ist so gut wie nicht vorhanden. „Wir übernehmen die Verantwortung dafür, dass sie immer pünktlich frische Waren ins Haus bekommen“, beschreibt Jerry Zieser, verantwortlich für Gebäude und Technik bei La Provençale. Mit dem Geschäftsmodell, Frische mit einer hohen Flexibilität zu verbinden, ist das Unternehmen jedes Jahr um etwa fünf Prozent gewachsen.

Hoch hinaus

Automatisches Kleinteilelager Bito

An manchen Tagen wickelt La Provençale bis zu 2.000 Bestellungen ab. „Beispielsweise vor Feiertagen oder bei sonnigem, frühlingshaftem Wetter. Dann sind die Restaurants oft bis auf den letzten Platz gefüllt“, beschreibt Eischen. In solchen Situationen muss die Intralogistik reibungslos funktionieren. Um sich dem Wachstum anzupassen, haben die Luxemburger im Lauf der Jahre auf dem rund 70.000 Quadratmeter großen Grundstück immer weiter angebaut. Doch irgendwann stieß das Unternehmen an seine Grenzen. „In Sachen Bauland herrschen in Luxemburg ähnliche Verhältnisse wie im Stadtgebiet München“, beschreibt Eischen. „Entweder ist es gar nicht vorhanden oder unbezahlbar.“ Um mehr Lagerfläche zu generieren, entschied sich das Unternehmen im Jahr 2010 zu einem grundlegenden Erneuerungskonzept. Innerhalb von fünf Jahren wurden alte Gebäude abgerissen und neue gebaut – nur diesmal viel höher. Damit konnte La Provençale die nutzbare Fläche fast verdoppeln. Es entstanden unter anderem ein 14 Meter hohes Tiefkühllager sowie eine zweistöckige Halle für Frische- und Molkereiprodukte im Erdgeschoss und für das Trockensortiment sowie Obst und Gemüse im oberen Stockwerk. Im ersten Schritt wurde für Tiefkühl-, Molkerei- und Frischebereich die passende Lagerausstattung ausgewählt. Die Bito-Lagertechnik Bittmann aus Meisenheim unterstützte als Komplettanbieter bei der Planung, Abwicklung und Umsetzung des Projekts.

Keinen Meter verschwenden

Im Tiefkühllager herrschen das ganze Jahr über minus 22 Grad Celsius. Für die Betreiber entstehen dadurch enorme Energiekosten. „Deshalb musste die Regalanlage in diesem Bereich sehr kompakt gestaltet werden, um möglichst viel Lagerkapazität auf möglichst geringer Grundfläche zu schaffen“, beschreibt Bito-Gebietsverkaufsleiter Peter Schneider, der das Projekt betreut hat. Zudem galt es, rasche Durchlaufzeiten zu realisieren. Unterm Strich zeigt sich hier, wie anspruchsvoll die temperaturgeführte Lagerhaltung ist.

Bito installierte deshalb ein dreigassiges Automatisches Kleinteilelager (AKL), das sich auf vier Gassen erweitern lässt. Durch die doppelt tiefe Lagerung können die Lebensmittel dichter und damit platzsparender untergebracht werden. Für die Kommissionierung direkt aus dem AKL hat sich Bito eine smarte Lösung einfallen lassen: In ergonomisch angeordneten Durchlaufkanälen wird die Ware in Behältern zur direkten Entnahme bereitgestellt. Eine Trittstufe sorgt dafür, dass auch die Behälter in den oberen Ebenen gut erreicht werden. „Ein manuelles Lager mit der gleichen Anzahl an Lagerplätzen benötigt deutlich mehr Fläche“, vergleicht Schneider. Damit lassen sich die Kosten für die Kühlung erheblich reduzieren. Zudem wären mehr Mitarbeiter den kalten Temperaturen ausgesetzt gewesen.

Peter Schneider, Bito-Gebietsverkaufsleiter

Regalbediengeräte setzen die Produkte automatisch auf ihre Plätze und lagern sie für die Bereitstellung auch wieder aus. Im Ware-zu-Mann-Prinzip gelangen die Trays mit den Lebensmitteln über eine Fördertechnik in die Vorzone zu den Kommissionierplätzen. Über diesen hat Bito auf einer Bühnenanlage Palettendurchlaufregale vom Typ Proflow installiert. Diese dienen als Puffer für die vorkommissionierten Paletten und für leere Behälter, die somit platzsparend bereitgestellt werden können. Im Vergleich zu statischen Palettenregalen lässt sich mit dem Proflow das FiFo-Prinzip (First in – First out) problemlos einhalten. Die Wegzeiten beim Kommissionieren verkürzen sich und damit auch die Zeit, die für die Tourenbereitstellung aufgebracht werden muss. Die Anordnung der Durchlaufkanäle neben- und übereinander führt zu einer hohen Lagerdichte und damit zu einer verbesserten Ausnutzung des Hallenvolumens. Für den direkten Zugriff auf alle Artikel eignen sich dagegen statische Palettenregale hervorragend. Daher setzt La Provençale insgesamt sechs Regalzeilen für die Bereitstellung von schnelldrehenden Tiefkühlartikeln ein.

Auch für die Molkereiprodukte, die im Erdgeschoss der zweiten Halle gelagert werden, wurden Palettenregale installiert. Diese sind teilweise mit Stückgut-Durchlaufregal-Ebenen ausgerüstet. Bedient werden sie mit Elektro-Hochhubwagen. „In den Durchlaufebenen können wir einzelne Gebinde nach dem First-in-First-out-Prinzip bereitstellen. Die Anordnung der einzelnen Rollenleisten kann dabei flexibel auf die unterschiedlichen Gebindegrößen adaptiert werden“, schildert Bito-Experte Peter Schneider. „Das erleichtert die Anpassung des Lagers an das sich ständig verändernde Warensortiment.“ Die übersichtliche Präsentation der Artikel verkürzt bei der Kommissionierung die Durchlaufzeiten und verringert damit auch die Fehlerquote. Dabei hat jede Warengruppe ihre eigene Zone. Nach der Kommissionierung werden die Artikel in der Vorzone zusammengeführt.

Beleuchtungstechnik in den Traversen integiert

Um in diesem Bereich die begrenzte Höhe der Halle optimal zu nutzen, wurde die Regaltechnik bis direkt unter die Decke installiert. Für eine dennoch ausreichende Beleuchtung sorgt eine in die Traversen eingebaute Beleuchtungstechnik. „Diese Lösung kommt sonst eher in Verkaufsräumen zum Einsatz“, sagt Schneider. „Wären die Leuchten über den Staplergängen angebracht, bestünde die Gefahr, dass die Hubwagen diese beim Ein- und Auslagern der Waren abreißen oder beschädigen.“

Die Verantwortlichen von La Provençale sind mit der neuen Intralogistik sehr zufrieden. Die Waren sind effizient gelagert, die Räume effektiv genutzt, die Kommissionierer haben kurze Wege und durch die automatisierte Lösung ist in der eiskalten Tiefkühlzone nur wenig Personal erforderlich.

„Wir haben uns aus zwei Gründen für Bito entschieden“, beschreibt Geschäftsführer Eischen. „Wir wollten einen Partner, der uns die ganze Intralogistik aus einer Hand liefert. Darüber hinaus ist Bito ein Familienbetrieb – das spürt man. Wir als Familienunternehmen ziehen es vor, ebenfalls mit einem familiengeführten Betrieb zusammenzuarbeiten.“ Dazu kommt die räumliche Nähe von etwa zwei Autostunden. „Wir konnten in der Projektierungsphase kurz nach Meisenheim fahren, um uns im Bito-Technikzentrum die Musteranlage zu unserem Projekt anzusehen“, ergänzt Jerry Zieser. Zudem ist der Bito-Berater bei Bedarf schnell vor Ort. Dies bietet dem Feinkostspezialisten die Sicherheit, dass die anstehende Ausstattung des Obst-, Gemüse- und Trockensortimentbereichs genauso erfolgreich abgewickelt werden wird. cs

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