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Hermes startet Test mit Starship-Robotern in London

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LogistikHermes: Roboter als Paketboten in London

Hermes UK startet in der britischen Hauptstadt London einen neuen Pilottest mit Lieferrobotern des europäischen Technologie-Start-ups Starship Technologies. Im Stadtbezirk Southwark werden die Roboter von Hermes testweise für die Abholung von Retouren und Paketen eingesetzt.

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Die Abholung erfolgt in einem frei wählbaren 30-Minuten-Zeitfenster. Bereits im Herbst 2016 hatte Hermes in Hamburg als erster Paketdienstleister Deutschlands einen sechsmonatigen Pilottest mit Starship-Robotern gestartet. Carole Woodhead, CEO von Hermes UK, begrüßt den anstehenden Test in London: „Starship Technologies ist auf dem Gebiet autonomer Zustelllösungen ein echter Pionier. Umso mehr freue ich mich, dass wir dieses Know-how nun auch für Hermes in Großbritannien nutzen können. Langfristig betrachtet könnte eine partielle Zustellung per Roboter unser Serviceangebot sinnvoll ergänzen und dafür sorgen, die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern. Dass der Starship-Roboter das Potential hat, den Paketversand zu revolutionieren, haben andere Tests bereits belegt.“

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On-Demand-Abholung an der Haustür

Zustellroboter von Starship

Im Londoner Stadtteil Southwark kommen künftig testweise bis zu vier Starship-Roboter als On-Demand-Service für die Abholung von Paketen zum Einsatz. Dazu zählen sowohl Retouren als auch Ausgangssendungen, die Privatkunden oder kleine Unternehmen über den britischen myHermes-Service versenden. Die Beauftragung der Roboter erfolgt online, zur Auswahl stehen 30-minütige Abholzeitfenster. Mehrkosten für den Verbraucher entstehen nicht. Wie schon bei den Testläufen in Hamburg, werden die Roboter auch in London von sog. „Handlern“ begleitet, die den Betrieb überwachen und Fragen von Passanten beantworten können.

Hermes UK erhofft sich von dem anlaufenden Pilottest wichtige Erkenntnisse darüber, inwieweit robotergestützte Services helfen können, den Paketversand speziell in urbanen Regionen weiter zu individualisieren. „Customizing“ spielt beim Empfang und Versand von Paketen sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland seit Jahren eine zunehmend große Rolle. Auch mit Blick auf die strikten Emissions- und Luftraumvorschriften in London ist der Einsatz emissionsfreier Starship-Roboter interessant. Bereits seit 2014 setzt Hermes im Innenstadtbereich der britischen Hauptstadt ausschließlich elektrisch betriebene Fahrzeuge in der Paketzustellung ein. Und auch in Deutschland treibt Hermes die Elektrifizierung des Fuhrparks voran: Bis 2020 werden in Kooperation mit Mercedes-Benz Vans bundesweit 1.500 Elektrotransporter zum Einsatz kommen.

Starship-Test in Hamburg: Positive Bilanz

Starship-Roboter öffnen per Link

In Hamburg ist die erste Phase des im Herbst 2016 begonnenen Pilottests mit Starship-Robotern nach sechs Monaten erfolgreich abgeschlossen worden. Bei den Einsätzen in den Stadtteilen Ottensen, Grindel und Volksdorf wurde neben der Abholung von Rücksendungen auch die Paketzustellung getestet. Dabei absolvierten die Roboter bis Ende März rund 600 Fahrten und legten über 3.500 Kilometer zurück.

Roger Hillen-Pasedag, Division Manager Strategy & Innovation von Hermes Germany, ist mit dem Projektverlauf zufrieden: „Unser primäres Ziel in dieser ersten Testphase war es, Erfahrungen mit einem neuen Zustellkonzept zu machen. Das ist uns gelungen.“ Beendet ist die Kooperation von Hermes und Starship in Deutschland nicht: „Wir nehmen uns lediglich wie geplant die Zeit, die gewonnenen Erkenntnisse auszuwerten und prüfen gemeinsam mit Starship mögliche zukünftige Anwendungsfälle“, so Hillen-Pasedag.

Großes Interesse auch bei Mercedes

Starship-Roboter beim Beladen

Nicht nur Hermes zeigt an dem Transport-Roboter-Konzept Interesse. So hat sich Mercedes-Benz Vans kürzlich mit 16,5 Millionen Dollar an dem estländischen Unternehmen Starship Technologies beteiligt. Noch in diesem Jahr wird Mercedes-Benz Vans in einem Testbetrieb die Kombination von Transporter und Lieferroboter in der Praxis einsetzen. Dabei dient ein Sprinter als mobiles „Mutterschiff“, von dem aus acht Starship-Roboter den Transport auf der letzten Meile übernehmen sollen.

„Der Transporter als mobiler Hub erhöht zum einen den Einsatzradius der Roboter erheblich und macht zudem den kostenintensiven Bau und Betrieb dezentraler Warenlager überflüssig“, erklärt Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans. Und: „Wir sehen in der Kombination dieser beiden Technologien die Chance, unseren Transportkunden vollkommen neue Services und Geschäftsmodelle zu ermöglichen und machen gleichzeitig die Belieferung für den Endkonsumenten komfortabler, denn das Konzept ermöglicht eine termingerechte Zustellung der Waren beim Besteller.“ cs

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