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Neue Containerlösungen

Folgeprojekt für TraditionsbrauereiSSI Schäfer realisiert Distributionszentrum für Budweiser

SSI Schäfer errichtet für Budweiser Budvar ein neues Distributionszentrum.

SSI Schäfer realisiert als Generalunternehmer die Erstellung und Einrichtung eines neuen Distributionszentrums für die tschechische Traditionsbrauerei Budweiser.

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Neue Container-LösungenSmarte Container buchen ihre Route selbst

Seit der Einführung der ersten multifunktionalen Transportcontainer im Jahr 1956 hat der Container so manchen technologischen Wandel durchlaufen und sich nicht zuletzt aufgrund unzähliger Detailverbesserungen weltweit durchgesetzt. Was der Containermarkt derzeit an Lösungen zu bieten hat, lesen Sie hier.

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Container Kleinvieh

Der Erfolg der genormten Transportbehältnisse liegt nicht nur in der Unabhängigkeit von Transportplattformen, sondern viel mehr noch in den beinahe unbeschränkten Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichsten Branchen. Die technologische Entwicklung macht auch vor dem etablierten Standardcontainer nicht halt, denn findige Unternehmer arbeiten bereits an einigen interessanten Innovationen.

Tworty Box - Aus zwei mach eins

Der Leercontainertransport ist eine der größten Herausforderung der Logistikbranche, zumal die Kosten einen erheblichen Einfluss auf den Geschäftserfolg haben. Gelöst werden soll dieses Problem durch ein neues innovatives Containerkonzept, das sich Tworty Box nennt und von der gleichnamigen Tworty Box GmbH & Co. KG entwickelt wurde. Im Detail handelt es sich dabei um zwei spezielle 20-Fuß-Container, die sich bei Bedarf zu einem 40-Fuß-Container zusammenfügen lassen. Der Clou an der Sache ist das Vorhandensein von zusätzlichen Türen an den 20-Fuß-Containern, sodass sich im Fall der Kopplung ein durchgängiger Laderaum ergibt. Während Eckbeschläge und Bolzen für eine sichere Verbindung der beiden »Tworties« sorgen, stellen Dichtelemente sicher, dass kein Wasser an der Nahtstelle in den Innenraum eindringen kann. Mit diesem modularen Konzept strebt der Hersteller an, der Über- und Unterversorgung mit den beiden Standard-Container-Typen entgegenzuwirken. Dass das Konzept durchaus zukunftsfähig ist, beweist sowohl ein erfolgreicher Praxistest des Logistikunternehmens DHL als auch die Anfertigung einer Charge zur kommerziellen Nutzung für eine große Spedition aus Osteuropa.

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Faltbare Container

Das Unternehmen Holland Container Innovation (HCI) nimmt sich ebenfalls der Problematik des Leercontainertransports an, wählt jedoch eine andere Lösung, die aus dem Alltag durchaus bekannt ist. Unter dem Projektnamen 4FOLD-Container entwickelt die Firma Transportcontainer, die sich ebenso wie leere Umzugskisten zusammenfalten lassen. Die Platzersparnis beträgt dabei gut 75 Prozent, sodass die transportierten Leercontainer an Bord eines Containerfrachters, auf der Schiene oder auf einem Auflieger deutlich weniger Platz einnehmen, womit ein höheres Volumen an Leercontainern oder Fracht transportiert werden kann. Das Ziel des Unternehmens, das für sein Projekt eine EU-Förderung in Höhe von 2,5 Millionen Euro erhalten hat, ist die Reduktion der Kosten für den Leercontainertransport, die weltweit mit 25 Milliarden Euro jährlich zu Buche schlagen.

Smarte Container buchen ihre Transportroute selbst

Die Finnen sind neuen Technologien gegenüber seit jeher sehr aufgeschlossen und so verwundert es nicht, dass die Skandinavier auch im Bereich des Containertransports neue Wege beschreiten. Geht es nach den Finnen, sollen bald smarte Container Einzug in das Transportwesen halten, deren Transportprozesse via Blockchain gesteuert werden sollen. In der Praxis bedeutet das, dass die Container intelligent und autark handeln können. So sollen die Transportbehältnisse nicht nur wissen, wo sie sich aktuell befinden, sondern auch Informationen über den individuellen Zielort abrufen können. Auf Basis dieser Informationen können die smarten Container schließlich eigenständig planen, wie sie am besten und schnellsten zur Zieldestination gelangen. Der Hersteller strebt dabei an, die Systeme dazu in die Lage zu versetzen, unter Einhaltung von Fristen und Terminen zwischen unterschiedlichen Strecken und Transportmitteln zu wählen und den Transport letztlich auch eigenständig in die Wege zu leiten. Das Konzept beinhaltet zudem den Aspekt des Machine Learnings, wodurch Container auf Dauer dazu lernen und in die Lage versetzt werden, effizientere Routen zu planen. Eventuellen Bedenken bezüglich des Verlusts von Arbeitsplätzen treten die Entwickler entgegen und betonen, dass nur sehr wenige Jobs entfallen, im Gegenzug aber eine Menge neuer Arbeitsplätze entstehen würden.

Wärmetransport via Container

Der Container hat sich für beinahe jedes Gut als nutzdienliches Transportbehältnis erwiesen. Dass aber nun auch Wärme in Containern von A nach B gebracht werden soll, ist neu. Genau das hat aber LaTherm vor, denn das Unternehmen möchte die vielerorts anfallende Abwärme aus Industrieanlagen nicht ungenutzt in die Atmosphäre entweichen lassen, sondern via LKW zu Orten transportieren, wo diese Wärme Nutzen stiften und Energie einsparen kann. Realisiert wird das Vorhaben durch einen mit speziellen Dämmstoffen ausgestatteten Standard-Container, der mit dem Salz Natriumacetat gefüllt ist. Dieses Salz wird durch die Einleitung der Wärme verflüssigt und ist insgesamt dazu in der Lage, pro Container eine Energiemenge von 2,5 Megawattstunden zu speichern. Mit dieser Energiemenge, die direkt aus dem Container an ein geeignetes Heizsystem weitergeleitet wird, könnte beispielsweise ein Einfamilienhaus für ein Vierteljahr mit Wärmeenergie versorgt werden. Die Einsparungen an Primärenergie und CO2 betragen dabei laut Unternehmensangaben bis zu 95 Prozent.

Modulare Container-Kraftwerke

Wenn es nach einigen findigen Energieunternehmen geht, greift der Trend der Containerisierung vom Transportwesen auch zunehmend auf die Energiewirtschaft über. In die Tat umgesetzt wird diese Vision bereits von einigen Unternehmen, die modulare Kraftwerke in standardisierten 20-Fuß- und 40-Fuß-Containern unterbringen. Ein Beispiel für diesen Ansatz ist die voll einsatzfähige 75 Kilowatt starke Biogasanlage des Unternehmens Kleinvieh, die in einen 40-Fuß-Container integriert wurde und sich vollkommen autonom betreiben lässt. Dieses Konzept ermöglicht eine vielseitige und platzsparende Einsetzbarkeit, die es für eine Vielzahl von Landwirten interessant macht, über die Anschaffung einer Biogasanlage nachzudenken. Ähnliche Produkte existieren auch mit integrierten Blockheizkraftwerken. Der Vorteil dieser mobilen Blockheizkraftwerke liegt auf der Hand, denn sie lassen sich nach Bedarf und in einer beliebigen Anzahl an jeden Ort transportieren und betreiben. Besonders im Fokus stehen im Kontext der mobilen Container-Kraftwerke integrierte Solaranlagen, wie sie unter anderem vom Photovoltaik-Hersteller Aleo Solar in Standard-Container eingepasst werden. In der Praxis werden diese Solarkraftwerke bereits von der Bundeswehr eingesetzt, finden jedoch auch im Rahmen der Energieversorgung einiger afrikanischer Staaten Anwendung.

Die Zukunft ist innovativ

Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher ist, welche der Container-Innovationen sich letztlich durchsetzen werden, so steht jedoch fest, dass die Zukunft zahlreiche interessante Entwicklungen bereithalten wird, die nicht nur die Transportbranche revolutionieren werden.

Fachliche Beratung durch Containerbasis.de, der Marktplatz für Container.

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