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Autobag AB 180 und AB255 von Automated Packaging Systems

State of the Global Supply ChainHersteller erwarten Störungen in der Lieferkette

Störungen in der Supply Chain

Laut einer Umfrage rechnen Unternehmen für 2016 mit bedeutenden Störungen und Risiken für Lieferketten – dennoch konzentrieren sich strategische Unternehmenspläne auf andere Prioritäten.

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BeutelverpackungsmaschinenFlexibel in den Beutel

Steigende Produktionszahlen dank wachsender Nachfrage freuen jeden Betriebswirt. Ab einem bestimmten Fertigungsumfang lässt sich das aber nur noch über die Automatisierung der Prozesse bewältigen. Bei Murrelektronik geht man diesen Weg seit vielen Jahren konsequent und erfolgreich. Wie SCOPE-Redakteur Michael Stöcker erfuhr, setzt das Unternehmen nicht nur in der Fertigung effiziente Automatisierungslösungen, sondern auch für die Verpackung seiner Produkte.

Beutelverpackungsmaschinen: Flexibel in den Beutel

Wer die modernen Signal- und Energieverteilungen in Maschinen oder Anlagen näher in Augenschein nimmt, findet hier häufig Produkte aus dem Hause Murrelektronik. Als führender Hersteller der Installationstechnik bietet das Unternehmen moderne IO-Systeme, die sich dezentral in der Maschine platzieren lassen und Signale sowohl sammeln als auch verteilen. Jede Form der elektrischen Verbindung wird über passende Schnittstellen zuverlässig in den Schaltschrank geführt, in dem Produkte von Murrelektronik dann die effiziente Energieversorgung und deren Verteilung sichern.

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Die dafür erforderliche Anschlusstechnik produziert das im erzgebirgischen Stollberg ansässige Produktionswerk des Unternehmens. Auf der 2012 mehr als verdoppelten Produktions- und Logistikfläche des Standortes sind heute 380 Mitarbeiter in den Bereichen Entwicklung, Fertigung und Logistik beschäftigt. Bei über 17.000 hier produzierten Varianten von Anschlusstechnik ist die Automatisierung in Fertigung und Logistik ein Muss. Zu den Anschlussvarianten zählen zum Beispiel M8/M12-Rundsteckverbinder, Ventilsteckverbinder oder Steckverbinder für die Feldbustechnik. Bereits vor einigen Jahren startete Murrelektronik deshalb auch in seinem Stollberger Werk eine alle Bereiche umfassende Automatisierungsoffensive. Mit automatisierten Linien zum Umspritzen, Prüfen und zum Verguss der Stecker, mit direkt verknüpften Fertigungszellen und Montageeinrichtungen fertigen die Stollberger heute rund 8,5 Millionen Produkte pro Jahr - Tendenz steigend!

"EINE BIS HEUTE PROBLEMLOS FUNKTIONIERENDE LÖSUNG"

Das stetig wachsende Produktionsvolumen erforderte es schließlich, auch in der Verpackung neue Wege zu gehen. Bis dahin war dieser Bereich von zeit- und arbeitsaufwändiger Handverpackung der Produkte in Kartons und Druckverschlussbeutel dominiert. Jetzt aber galt es, die Steckverbinder mit Hilfe neu einzuführender halb- und vollautomatisch arbeitender Verpackungssysteme mit wesentlich höherer Geschwindigkeit zu verpacken. Dazu zählen unterschiedliche Verbinder mit Kabeln verschiedener Längen konfektioniert oder auch nicht konfektionierte Stecker in Einzelteilen.

Zusätzlich sollten die Verpackungsbeutel mit Etiketten versehen werden, die Produktangaben und bei Einzelverbindern auch die Montageanleitung enthielten. Michael Beck, Verfahrensbetreuer Industrial Engineering im Werk Stollberg, erklärt: "Im Rahmen der Verpackungsautomatisierung suchten wir damals flexibel arbeitende Beutelverpackungsmaschinen. Flexibel, weil die Stückzahl des gleichen zu verpackenden Produktes schnell von 1 bis 200 wechseln kann. Wir hatten in anderen Produktionswerken gute Erfahrungen mit Autobag-Maschinen gemacht. Nach erfolgreichen Mustertests mit unseren Produkten entschieden wir uns wieder für diesen Anbieter."

Bei Murrelektronik sind jetzt mehrere Beutel-Verpackungssysteme der Typen Autobag AB 180 und AB255 von Automated Packaging Systems (APS) im Einsatz. Die beiden halb- oder vollautomatisch arbeitenden Verpackungsmaschinen sind fahrbar und modular aufgebaut. Sie haben einen Touchscreen zur Einstellung und zum Abruf von Betriebsparametern und Jobs. Darüber hinaus verfügen sie über Diagnose- und Hilfetools. In Kombination mit Autobag-Beuteln von der Rolle bieten sie eine effiziente Lösung für die Beutelverpackung kleinerer Produkte. Die Verpackungsmaschine AB 180 verpackt bis zu 80 Beutel pro Minute in Breiten bis 270 mm. Die Maxibeutel-Maschine AB 255 kann bis zu 55 Beutel pro Minute und Beutelbreiten bis 400 mm verarbeiten. Beide Maschinen lassen sich über vorhandene Schnittstellen mit peripherer Technik kombinieren und in vorhandene Produktionslinien integrieren.

Die Verpackungsmaschinen von APS sind bei den Stollbergern mit Zuführsystemen aus gleichem Hause und Druckern von Markem-Imaje kombiniert. Michael Beck erläutert den Grund dafür: "Wir hatten den Technikern von APS die Aufgabe gestellt, vorhandene Markem-Drucker zur Etikettierung in den Verpackungsprozess zu integrieren. Gemeinsam erstellten wir die bis heute problemlos funktionierende Lösung." Die dafür erforderlichen Druckdaten erhält der Thermotransferdrucker aus der Datenbank von Murrelektronik nach dem Scannen des Arbeitsauftrages. Auf das selbstklebende PE-Etikett werden Logo, Produktdaten, Barcode etc. gedruckt, bevor es automatisch auf dem noch unbefüllten Autobag-Beutel verklebt wird. Danach wird der Beutel der Verpackung zugeführt, per Luftstrom vorgeöffnet und mit dem Steckverbinder befüllt. Abschließend wird der Beutel versiegelt.

Die Verpackung nicht montierter Stecker übernimmt die AB 180 mit dem APS-Zuführband Maximizer. Hier platziert die Bedienerin die Einzelteile des Steckers in den Fächern des Zuführbandes. Das Förderband transportiert das Produkt zu einer elektronischen Produkterfassung und anschließend in einen Sammeltrichter. Über diesen Trichter gelangt das Produkt in den vorgeöffneten Beutel, der anschließend versiegelt und weitergeleitet wird. Gleichzeitig wird der nächste Beutel für den folgenden Packvorgang bereitgestellt. Der Maximizer ermöglicht die Erfassung und Zählung von Produkten mit einer Länge von 6 bis 138 mm und mit einer Breite bis zu 75 mm.

Das im Drucker produzierte und verklebte Etikett enthält zusätzlich zu den Produktinformationen auch die Montageanleitung für den verpackten Stecker. Eine spezielle Beilage in Papierform wird so sinnvoll eingespart.
Im Stollberger Werk werden heute jährlich etwa 1,2 Millionen PE-Beutel in Abmessungen von 140 x 180 bis 300 x 350 mm zur Produktverpackung verarbeitet. Verfahrensbetreuer Michael Beck resümiert: "Anders als bei Flachfolienmaschinen sind die Siegelnähte der Autobag-Beutel immer zuverlässig und dicht verschlossen. Die Maschinen von APS lassen sich einfach bedienen, arbeiten bisher störungsfrei und sind heute gut in unsere Fertigungsabläufe integriert." ms

Über 70.000 verkauft

Automated Packaging Systems (APS) wurde 1962 in den USA gegründet und beschäftigt heute weltweit über 1.000 Mitarbeiter. Mit über 70.000 verkauften Verpackungsmaschinen entwickelte sich das Unternehmen zum globalen Marktführer für die Kleinteile-Verpackungstechnik. Die Niederlassung für Deutschland, Österreich, die Schweiz und die osteuropäischen Länder befindet sich in Braunschweig. Automated Packaging Systems bietet Maschinen, abgestimmte Beutel und Service aus einer Hand.

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