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Verpackungsmaschinen von Automated Packaging Systems

LastwendegerätGroße Bauteile sicher wenden und bearbeiten

Lastwendegerät „Rotomax“ von Vetter Krantechnik

Ein brasilianischer Hersteller von LKW-Kippbühnen setzt im Produktionsprozess ein Lastwendegerät von Vetter Krantechnik ein. Während der Herstellung müssen die bis zu 30 Tonnen schweren Bauteile an verschiedenen Stellen geschweißt werden. Das Wenden dieser Bauteile war für den Hersteller bis dato ein großes Problem, denn mit herkömmlichen Mitteln ist dieser Wendevorgang sehr gefährlich.

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VerpackungsmaschinenAutobag statt Küchentisch

Der Mensch legt vor, die Maschine bedruckt, befüllt, versiegelt und führt ab. So schafft es ESTB derzeit mehrere Millionen Beutel pro Jahr zu verpacken. Tendenz steigend. Dabei sind die halbautomatischen Verpackungssysteme so flexibel, dass der Iserlohner Lohnverpacker trotz häufiger Produktwechsel keine langen Stillstandszeiten befürchten muss.

Beutel-Verpackungssystem AB 180 APS

„Früher wurden sehr viele Aufgaben außer Haus gegeben und in Heimarbeit erledigt“, erklärt Sönke Kühl, Geschäftsführer der ESTB. ‚Früher‘ endete vor drei Jahren, als 2013 das erste Autobag-Verpackungssystem von Automated Packaging Systems (APS) in die Lohnverpacker-Hallen einzog. Wenig später schon führten wachsende Verpackungsumfänge schließlich zum Kauf eines weiteren Verpackungssystems und eines kompakten Tischverpackungssystems vom gleichen Anbieter.

Grund für die Investition war zum einen der logistische und zeitliche Aufwand, den die bisherige Handverpackung mit sich brachte. „Hinsichtlich der Übersicht bei den Beständen hatten wir kaum Transparenz“, ergänzt Kühl. Zum anderen lege man im mittlerweile 140 Mitarbeiter zählenden Unternehmen ein besonderes Augenmerk auf die maschinelle Unterstützung und Automatisierung der als Inselbetrieb organisierten Produktionsprozesse. So suchte ESTB auch im Bereich der Produktverpackung nach effizienteren und flexibleren Lösungen. Als weiterer Punkt im Lastenheft stand die Bedienbarkeit. Da im Verpackungsbereich auch Mitarbeiter der Iserlohner Werkstätten tätig sind, sollten die Verpackungssysteme einfach und sicher im Betrieb sein.

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Das Ergebnis sind Beutelverpackungsmaschinen, zusammengefasst in einer Verpackungsinsel. Hierbei erfolgt die Zuführung der zu verpackenden Artikel einschließlich des durch die ESTB beschafften Zubehörs, ihre halbautomatische Verpackung und die anschließende intralogistische Weiterleitung der in Beutel verpackten Artikel. „Uns überzeugte bei der Autobag-Maschine ihre Leistungsfähigkeit und die Verpackungsgeschwindigkeit“, resümiert Sönke Kühl.

Packt und bedruckt

Zu den in Iserlohn eingesetzten Maschinen gehört auch das Autobag-Verpackungssystem AB 180 mit Thermotransferdrucker, das um das Förder- und Zählsystem „Comcount Maximizer“ ergänzt wurde. Das Zuführsystem transportiert die vom Bediener vorgelegten Produktsets, die aus bis zu zwanzig Zubehörartikeln bestehen können, zur Beutelverpackungsmaschine. Dabei kontrolliert das System die Anzahl der je Beutel zu verpackenden Artikel. Entsprechend Kundenorder werden die Verpackungsbeutel automatisiert mit Label und Artikeldaten bedruckt, die Produktsets in Beutel gefüllt, versiegelt und abgeführt. Das System kann so bis zu 80 Beutel je Minute verpacken.

Gesteuert wird die Druck- und Verpackungsanlage über einen integrierten Touchscreen, über den sich zudem alle Funktionen für die Hilfe, Diagnose, Datenverarbeitung sowie zur Maschinenüberwachung koordinieren lassen. Einfach soll auch der Wechsel des Beutelformates sein, den Anwender laut APS in weniger als zwei Minuten schaffen. Für eine hohe Systemverfügbarkeit ist die AB 180 mit einem Diagnose-Tool sowie einer modularen E-Box ausgestattet, die als geschlossenes Modul aufgebaut ist und innerhalb weniger

Minuten ausgetauscht werden kann. Auch beim pneumatischen Steuerungssystem lassen sich die Ventile im Falle einer Störung einzeln austauschen.

Um bei Kundenaufträgen Beutel auch nach Sollmassen verpacken zu können, wurde in einer der Verpackungssysteme zusätzlich eine automatische Kontrollwaage integriert.

Die zur Verpackung kleinerer Produktumfänge georderte Tischverpackungsmaschine PS 125 OneStep ist ebenfalls eine Print-Pack-Kombination. Die 37 kg wiegende Maschine verpackt im kontinuierlichen Modus bis zu 25 Beutel pro Minute und belegt eine Stellfläche von 56 x 48 Zentimetern. Mit der PS 125 OneStep können Beutel mit einer Breite von 50 bis 265 Millimetern und einer Länge von 100 bis 450 Millimetern per Hand befüllt werden. Mit Hilfe des Push-to-Seal-Modus oder dem optionalen Fußschalter können diese automatisch versiegelt und indexiert werden. Das Tischgerät ist mit einem integrierten Thermotransferdrucker PH 412 für die Direktbedruckung der Beutel ausgestattet. Diese können mit Barcodes, Logos, freien Texten oder laufenden Serien- oder Prüfnummern mit einer Auflösung bis zu 200 dpi bedruckt werden.

Autobag-Maximizer

Alle eingesetzten Thermotransferdrucker verfügen, wie die Verpackungsmaschinen von Automated Packaging selbst, über gesonderte USB-Anschlüsse sowie über parallele und serielle Schnittstellen. Damit sind der externe Anschluss von herkömmlichen Computern, Notebooks oder unternehmenseigenen IT-Systemen zur Datenübermittlung möglich. Die Maschinen lassen sich auch komplett in vorhandene Produktionsabläufe integrieren. Hier erklärt Jan Fischer, Technischer Leiter im Unternehmen: „Im Augenblick haben wir die Verpackungsdaten noch direkt auf der Maschine. Wir verfügen mittlerweile in unserer Firma aber über ein sehr leistungsfähiges ERP-System. Deshalb haben wir vor, künftig auch die Verpackungsmaschinen in unser ERP-System einzubinden.“

Dass diese Integration kein einmaliger Prozess sein wird, deutet Geschäftsführer Sönke Kühl an und drückt gleichzeitig seine Zufriedenheit aus: „Wenn sich der Bedarf an unseren Systemleistungen weiter so entwickelt, werden wir bei der Aufstockung der Verpackungstechnik natürlich auch wieder bei Automated Packaging Systems anfragen.“ cs

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