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SensorikDen Weltmarkt im Blick

Vor kurzem hat sich Baumer mit dem Ziel der Integration und Internationalisierung neu ausgerichtet. Helmut Vietze, CEO der Schweizer Firmengruppe, führt das Unternehmen seit 1962 und erläutert Chefredakteur Hajo Stotz die neue Strategie.

Sensorik: Den Weltmarkt im Blick

SCOPE: Seit Anfang April ist die gesamte Baumer-Gruppe neu aufgestellt. Äußeres Zeichen dafür ist, dass zukünftig alle Firmen unter dem Namen Baumer agieren. Was versprechen Sie sich von der Neuorganisation?

Vietze: Bisher waren die Baumer-Firmen jede unter ihrem ursprünglichen Namen am Markt präsent und haben sich eigenständig gut entwickelt. Insbesondere im internationalen Umfeld jedoch wurde dadurch die eigentliche Marktstellung von Baumer als Gruppe oftmals nicht erkannt. Künftig werden wir deshalb gemeinsam unter der Marke Baumer mit einem gemeinsamen Logo weltweit auftreten. Mit dem gemeinsamen Namen und der Neuorganisation insbesondere der Vertriebsgesellschaften werden wir die Internationalisierung beschleunigen und dadurch unsere Produkte und Lösungen weltweit schneller und effizienter vermarkten können. In den letzten 12 Monaten haben wir Gesellschaften in China, Singapur und Indien gegründet, um auch in diesen Regionen unseren Kunden ein kompetenter Partner zu sein. Unsere vorhandenen Gesellschaften in West- und Osteuropa, Nord- und Südamerika bauen wir in diesem Sinne weiter aus.

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SCOPE: Wie haben die unterschiedlichen Geschäftsbereiche zum Unternehmensergebnis beigetragen?

Vietze: Der Bereich Motion Control wurde mit den Firmen IVO, Thalheim und Hübner strategisch ausgebaut. Baumer gehört damit heute zur weltweiten Spitzengruppe für Präzisionsdrehgeber und Heavy Duty Encoder. Da alle drei Hersteller unterschiedliche Marktsegmente abdecken, konkurrieren sie national kaum miteinander. International profitieren alle von den Synergieeffekten der Zusammenarbeit. Ähnliches gilt für den Bereich Bildverarbeitung. Auch dieser hat sich mit einem jährlichen Durchschnittswachstum von über 20% in den letzten Jahren hervorragend entwickelt. Mit den Firmen Baumer Optronic, Massen, Visicontrol und Qualivision mit über 200 Mitarbeitern nimmt Baumer heute eine führende Stellung ein, sowohl auf dem europäischen Markt für digitale Bilderfassung als auch bei schlüsselfertigen Inspektionsmaschinen. Der Bereich Beleimungssysteme mit der HHS-Gruppe entwickelt sich ebenfalls sehr positiv und ist mit neuen Produkten bei Heißbeleimungs- und Qualitätssicherungssystemen weiter auf Wachstumskurs.

SCOPE: 2005 haben Sie die Bourdon-Haeni Gruppe übernommen. Welche Ziele haben Sie hier?

Vietze: Mit der Übernahme der Bourdon-Haenni Gruppe mit über 400 Mitarbeitern – einem der Pioniere für Instrumente und Sensoren für die Prozessautomation – eröffnete sich für die Baumer Group ein neues, zukunftsorientiertes Geschäftsfeld. Hier werden große Synergien mit dem bisherigen Kerngeschäft der Positionssensorik der Baumer Electric erwartet, insbesondere bei Technologie und Verkauf. Wir gehören heute damit inzwischen zu den führenden Unternehmen in der Präzisionssensorik und wollen auch weiterhin in diesem Bereich überproportional wachsen.

SCOPE: Worin differenziert sich Ihre Unternehmensgruppe zum Wettbewerb?

Vietze: Bereits heute ist Baumer ein Vollanbieter im Bereich Sensorik für die Prozess- und Fabrikautomation. Wir verfügen über ein großes Portfolio an Standardprodukten unterschiedlichster Technologien und können unsere Kunden ganzheitlich beraten und optimale Lösungen schaffen. Eine Stärke von Baumer war dabei immer schon die Kundennähe. Oft entstehen in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden spezifische Lösungen mit entscheidenden Vorteilen bei Kosten und Leistung. Dafür pflegen wir eine bestens dotierte Entwicklungsabteilung in einem internationalen Netzwerk von hoch qualifizierten Spezialisten. Über 12% der Baumer Mitarbeiter arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung. Mit diesem klaren Fokus auf Innovationen wollen wir auch künftig Technologieführer in unseren Produktsegmenten sein und mehr Vorteile für unsere Kunden bieten.

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