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Open-Innovation-Plattform„Kreativität nutzbar machen“

Ab dem 22. November wird sich Lapp mit einer neuen Vorreiter- rolle identifizieren. Es wird das einzige Unternehmen in seinem Marktsegement sein, das Open Innovation beziehungsweise Social Media zur Unterstützung entsprechender Prozesse nutzt. Im Interview mit Michael Collet, Chief Technical Officer (CTO) des Unternehmens, erfuhr SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz den Hintergrund zur neuen Open Innovation-Plattform Lapp Ideas.

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Open-Innovation-Plattform: „Kreativität    nutzbar machen“

SCOPE: Welches Ziel verfolgen Sie mit Lapp Ideas?

Collet: Mit Lapp Ideas wollen wir Kunden sowie Mitarbeiter und eine breite Fachöffentlichkeit strukturiert in unseren Innovationsprozess einbinden. Vor allem unsere Kunden sollen im Sinne von Open Innovation künftig stärker an der Entwicklung neuer Produkte beteiligt werden. Über unsere Plattform können sie nun mehr Einfluss auf die Produktentwicklung nehmen – das kann bis zur erfolgreichen Einführung eines Produktes auf dem Markt führen. Gleichzeitig soll sie als zusätzlicher Feedback-Kanal für Fragen und Anmerkungen zu unseren Produkten und dem Service dienen. Sowohl für uns als auch für den Kunden ergibt sich daraus eine Win-Win Situation: Der Kunde kann Einfluss darauf nehmen, dass wir Produkte entwickeln, die seine Bedürfnisse ideal abdecken. Außerdem profitieren die Kunden bei branchenspezifischen Fragestellungen auf unserer Plattform von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer. Auf der anderen Seite wollen wir die Expertise unserer Kunden nutzen. Niemand weiß besser was der Markt will. Diese Expertise und Kreativität wollen wir kanalisieren und noch besser nutzbar machen.

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SCOPE: Wen wollen Sie mit ihrer neuen Open-Innovation-Plattform ansprechen?

Collet: Sie richtet sich vor allem an Kunden der Lapp Gruppe. Allein in Deutschland verfügen wir auf Kundenseite über mehr als 150.000 Kontakte. In dieser Zielgruppe liegt also schon hinsichtlich ihrer schieren Größe ein riesiges Potenzial. Deshalb bieten wir ihnen mit der Plattform ein zusätzliches Forum. Wir wollen aber auch eine breitere, technisch orientierte Öffentlichkeit erreichen. Nach Abschluss der Beta-Phase zum Ende 2011 wird die Open-Innovation-Plattform dann nicht nur in Deutschland, sondern weltweit verfügbar sein.

SCOPE: Wie werden die Ideen und Anregungen in Ihrem Unternehmen ausgewertet?

Collet: Unsere Spezialisten aus den jeweiligen Fachbereichen filtern und kanalisieren die diskutierten Ideen und Anregungen. Die Kollegen aus den entsprechenden Competence Centern wissen, was im Kontext des eigenen Unternehmens zur Innovation werden kann. Und sie sind es, die aus einem Vorschlag letztlich ein marktreifes Produkt entwickeln.

SCOPE: Ist die Nutzung von Social Media bei Ihnen auf der Plattform begrenzt?

Collet: Wir nutzen bereits verschiedene Social Media-Kanäle. Auf Twitter etwa machen wir unter „@olflex“ auf Neuigkeiten rund um unser Unternehmen und unsere Marke Ölflex aufmerksam. Unter „LappGroup“ sind wir außerdem auf Facebook vertreten. Mit unseren Kunden und anderen Gruppen stehen wir also bereits auf ganz verschiedenen Kanälen in Verbindung – online wie offline. Die Plattform verstehen wir daher als zusätzlichen Kanal, der die bisherige Entwicklungsarbeit mit weiteren Impulsen ergänzt.

SCOPE: Gibt es etwas Vergleichbares wie Ihre Plattform in Ihrem Wettbewerbsumfeld?

Collet: Lapp Ideas verstehen wir als Plattform für Open Innovation: Das heißt, wir geben unseren Kunden und einer breiteren Fachöffentlichkeit außerhalb unseres Unternehmens die Möglichkeit, die Entwicklung neuer Produkte stärker und strukturierter als bisher zu beeinflussen. Im Bereich B2C sind solche Prozesse bereits etabliert. Im Bereich B2B ist dieser Prozess dagegen bisher noch unüblich. Das gilt besonders für unsere Branche. Insofern sehen wir uns auch in Sachen Open Innovation in einer Vorreiterrolle.

SCOPE: Tauschen Sie mit anderen Unternehmen Erfahrungen über die Nutzung von Social Media aus?

Collet: Wie gesagt, im B2B Bereich wird Open Innovation noch selten genutzt. In unserem Markt sind wir die Einzigen, die Open Innovation beziehungsweise Social Media zur Unterstützung entsprechender Prozesse nutzen. Daher gibt es zu diesem Thema auch keinen Austausch mit anderen Unternehmen. Vor dem Hintergrund, dass wir die Innovationsfähigkeit der Unternehmensgruppe weiterentwickeln wollen, haben wir jedoch einen Technologiebeirat ins Leben gerufen, dem hochrangige Vertreter verschiedener Forschungseinrichtungen angehören.

SCOPE: Gibt es ein Rezept, um mit Social Media positive Effekte zu erzielen?

Collet: Ein sicheres Rezept sehe ich nicht, doch zu den Werten, von denen wir uns leiten lassen, gehört die Kundenorientierung. Und diese behalten wir auch im Auge, wenn es um das Einrichten und Nutzen neuer Social Media-Formate geht. Das heißt: Vor allem unsere Kunden müssen einen Nutzen in unserer Plattform sehen. Wir nutzen Social Media Technologien nicht, weil es modisch ist, sondern weil diese Technologien Kommunikation schnell und einfach machen. Mit Lapp Ideas bieten wir eine Plattform an, die zu geringen Kosten einen Austausch möglich macht, der für uns ebenso wie für unsere Kunden nützlich ist.

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