Scope Online - Industriemagazin für Produktion und Technik
Sie befinden sich hier:
Home> Märkte + Unternehmen> Interviews> Oliver Götz, Glasbautechniker und Produktmanager

Versicherungskonzepte für IndustrieunternehmenOliver Götz, Glasbautechniker und Produktmanager

Ein Industriebetrieb muss ausreichend versichert sein, keine Frage. Allerdings dürfen die Kosten dafür nicht ins Unermessliche steigen. Wer einige Grundregeln beherzigt, den belohnt die Gothaer mit niedrigeren Prämien. Ein optimales Facility Management beispielsweise senkt die Versicherungsprämie.

sep
sep
sep
sep
Versicherungskonzepte für Industrieunternehmen: Oliver Götz, Glasbautechniker und Produktmanager

für die gewerbliche Sachversicherung der Gothaer, erklärte SCOPE wieso.

Beitragsvorteile erzielen

SCOPE: Herr Götz, was macht eigentlich ein Facility Manager?

Götz: Die Infrastruktur eines Gebäudes aufrechtzuerhalten, ist eine umfangreiche Aufgabe. Wartung, Winterdienst, Reinigung und Kontrolle der einfachen Gebäudetechnik wie Heizung, Wasser, Licht sowie die Abwicklung von Reparatur- und Erweiterungsarbeiten sind die Klassiker. Die Gebäudesicherheit gehört oft auch dazu. Nicht selten wird auch die Betreuung von Produktionsanlagen, Rechenzentren oder Klimaanlagen dem Facility Manager übergeben. So werden der Betrieb und Werterhalt von Gebäuden und Einrichtungen sicher gestellt. Oft geht es dabei auch um die Optimierung technischer Anlagen. Viele Firmen geben das FM an einen Profi ab. Angeboten werden sowohl die modulare Einzelleistung als auch die Übernahme zusammenhängender Aufgaben oder sogar eine umfassende Standortdienstleistung.

Anzeige

SCOPE: Warum entschließen sich Unternehmen zu dieser Art von Outsourcing?

Götz: Ein Vorteil ist, dass man sich auf das Kerngeschäft konzentrieren kann. Häufig spielen bei der Abgabe des FM an einen Dienstleister auch Kostengründe eine Rolle. Gutes FM kann zu niedrigeren Versicherungsbeiträgen führen. Das fängt bereits beim Zugang zum Firmengelände an.

SCOPE: Wie kann ein Unternehmen denn seine Zugangssituation verbessern?

Götz: Ich erlebe es häufig, dass kleine bis mittlere Firmen keinerlei Zugangskontrolle haben. Der Firmeninhaber sollte dafür sorgen, dass nur zugangsberechtigte Personen auf das Firmengelände kommen. Das geschieht, indem er alle eigenen sowie Mitarbeiter von Fremdfirmen kontrolliert. Ebenso sollte er ein Auge auf Lieferanten und Besucher werfen. Letztere sollten sich nie ohne Begleitung auf dem Firmengelände aufhalten. Mangelnde Kontrolle begünstigt den Diebstahl. Diese Maßnahmen machen natürlich nur Sinn, wenn das Betriebsgelände ausreichend gesichert ist, etwa mit einem mindestens zwei Meter hohen Zaun mit Übersteigsicherung.

SCOPE: Gibt es weitere Maßnahmen, die sowohl der Sicherheit als auch dem Geldbeutel dienen?

Götz: Je nach Risiko empfiehlt oder fordert die Gothaer die Installation einer VdS-anerkannten Einbruchmeldeanlage, die mit einer ständig besetzten Stelle verbunden ist. Das kann eine Pforte, ein Überwachungsunternehmen oder die Polizei sein.

SCOPE: Welche Leistungen honoriert die Gothaer noch?

Götz: Sehr wichtig ist es, feuergefährliche Arbeiten außerhalb der dafür vorgesehenen Arbeitsplätze zu unterbinden. Einzige Ausnahme dürfen nur solche Arbeiten sein, die unausweichlich sind und die vom Betriebsleiter schriftlich genehmigt wurden. Dadurch sollen wildes Schweißen, Löten, Brennschneiden, Trennschleifen, Auftauen und auch Dacharbeiten mit offener Flamme verhindert werden. Zudem ist es wichtig, die Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Aber auch die Vorgaben der Maschinenhersteller sind einzuhalten. Dazu zählen fristgerechte Inspektionen und Wartungen. Schließlich sollte eine jährliche Revision der elektrischen Licht- und Kraftanlagen stattfinden. Die Mängelbeseitigung muss durch einen anerkannten Fachbetrieb wie etwa die VdS Schadenverhütung GmbH durchgeführt werden.

SCOPE: Gibt es aus der Sicht des Versicherers weitere Gründe, die für die Abgabe des FM an einen externen Profi sprechen?

Götz: Oft können unterschiedliche Haftpflicht-Policen beim FM-Unternehmen gebündelt und so ein Beitragsvorteil erzielt werden. Hinzu kommt: Ein Facility Manager kennt die Materie. Er kann Verträge mit Drittunternehmen professioneller kontrollieren und das Haftungsrisiko minimieren.

Anzeige
Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

INservFM 2016

Fachmesse INservFM 2017Facility Management und Industrieservice wachsen weiter zusammen

Auf der Fachmesse INservFM 2017 vom 21. bis 23. Februar können sich Besucher sowohl über den Industrieservice-Sektor und das Facility Management in ihren jeweiligen Spezialisierungen als auch über deren mögliche Synergien informieren.

…mehr
2016: Fachmesse INservFM feiert Premiere

2016Fachmesse INservFM feiert Premiere

Vom 23. bis zum 25. Februar 2016 feiert die neue INservFM in Frankfurt Premiere. Die neue Messeplattform zeigt die gesamte Bandbreite von Facility Management und Industrieservice unter einem Dach.

…mehr
Luftkanalreinigung

RaumlufthygieneLüftungs- und Klimakanäle reinigen

Die Niederberger Gruppe unterstützt mit einem bundesweiten Service rund um die Raumlufthygiene Gebäudeeigentümer bei der Luftkanalreinigung.

…mehr

GebäudereinigungReinigungsmaschinen in Echtzeit verwalten

Die neue App namens Service One von Numatic Service ermöglicht ein herstellerunabhängiges Flottenmanagement im Bereich gewerblicher Reinigungsmaschinen. Das Unternehmen hat diese Lösung auf der CMS in Berlin vorgestellt.

…mehr
Cebit: Lösungen für die Unternehmenssteuerung

CebitLösungen für die Unternehmenssteuerung

Eine moderne Unternehmenssteuerung beginnt mit der betrieblichen Datenerfassung. Aktuelle Kennzahlen bieten die Basis für Erfolg und effiziente Geschäftsprozesse. PCS präsentiert sich auf der Cebit im Umfeld der ERP-Anbieter gemeinsam mit sieben Partnern.…mehr

Neue Stellenanzeigen