Scope Online - Industriemagazin für Produktion und Technik
Sie befinden sich hier:
Home> Märkte + Unternehmen> Interviews> "Enge Toleranzen sind Standard"

Schweiß-Service"Enge Toleranzen sind Standard"

Zu Jahresbeginn startete LK Mechanik seinen neuen Schweißtechnik-Service. SCOPE-Redakteur Michael Stöcker wollte von Firmenchef Friedhelm Kraft wissen, welche Zielsetzungen er damit verbindet.

Schweiß-Service: "Enge Toleranzen  sind Standard"

SCOPE: Als Hersteller von Werkstückträgern, Behältersystemen für die Teilereinigung und medizintechnischen Instrumententrays sind Sie sehr erfolgreich. Warum jetzt dieses neue Projekt des Schweißservice?

Kraft: Durch die Arbeit in den von Ihnen skizzierten Bereichen haben wir in den letzten Jahren viel Knowhow im Bereich der Schweißtechnik aufgebaut. Das stellen wir nun auch anderen Branchen zur Verfügung. Das erschien uns als logische Folge. Zumal, wie Sie ja vermutlich wissen, in vielen Fällen die Fertigung einer Schweißkonstruktion kostengünstiger ist als die Herstellung eines Guss- oder Schmiedeteils. Insbesondere wenn kleine Stückzahlen hochfunktioneller, filigraner Strukturen aus Stahl, Edelstahl und Alu gefragt sind, gibt es kaum eine Alternative zum Schweißen. Gerade hier sehen wir unsere Stärken.

Anzeige

SCOPE: Mit diesem Angebot sind Sie aber nicht ganz allein auf dem Markt. Wie versuchen Sie sich denn vom Wettbewerb abzugrenzen?

Kraft: Da wir neben dem Laserschweißen auch das Wolfram-Inertgas-Schweißen und das Metallaktivgas-Schweißen beherrschen - und zwar sowohl manuell als auch automatisiert, also Roboter-gestützt, können wir flexibel auf Kundenwünsche reagieren und jederzeit das beste und wirtschaftlichste Verfahren einsetzen. Auch die Anschaffung eines modernen 5-Achsen-Bearbeitungszentrums von Trumpf Anfang diesen Jahres passt sehr gut in diese Zielsetzung. Denn diese Anlage eignet sich unter anderem auch für die Buntmetall-Bearbeitung und lässt sich speziell im Bereich des automatisierten Laserschweißens nutzen. Dank ihrer modularen Konzeption kann sie jederzeit an wechselnde Einsatzbedingungen angepasst werden.

SCOPE: Flexibilität und einen modernen Maschinenpark bieten aber auch andere Lohnschweißer…

Kraft: …oh, mit einem traditionellen Lohnschweißer dürfen Sie uns nicht vergleichen - das können wir sowieso! Da unser Schweißservice aber Zugriff hat auf alle Bereiche von LK Mechanik, kann er dem Kunden von der CAD-Konstruktion über das Schweißen bis hin zum Kanten, Stanzen und Biegen eine fast durchgehende Prozesskette bieten. Zudem beinhaltet das Angebot die Herstellung aller Klein- und Einzelteile sowie die Oberflächenveredelung durch Pulverbeschichtung oder Glasperlenbestrahlung. Damit bietet unser Schweiß-Service nach dem Konzept „von Idee bis zum fertigen Produkt“ erheblich mehr als ein gewöhnlicher Lohnschweißer.

SCOPE: Können Sie Ihr Leistungsspektrum für unsere Leser noch etwas mehr eingrenzen?

Kraft: Ich sehe unseren Schweiß-Service als Partner für die Realisierung hochfunktioneller Konstruktionen aus Stahl-, Edelstahl-, Schwarzblech- und Aluminiumblechen mit Dicken von 0,10 bis 10 mm. Unsere Stärke ist dabei die Herstellung von Gestellen, Rahmen, Trägern und Unterbauten in kleinen und mittleren Losgrößen, wie sie beispielsweise in vielen Bereichen des industriellen Apparate-, Geräte- und Gehäusebaus sowie in Feinmechanik, Elektro-Automatisierung und Chemietechnik benötigt werden. Auch die Anfertigung von Maschinenabdeckungen, Labortischen sowie Wannen und Behältern ist bei uns in den besten Händen. Hinsichtlich der Abmessungen liegt unser Idealbereich bei Dimensionen bis etwa 1000 x 1000 mm; auf Wunsch realisieren wir aber auch größere Abmessungen, wobei die Umsetzung sehr enger Toleranzen zum Standard gehört.

Anzeige

Weitere Beiträge zu dieser Firma

"Waschbäumchen“ von LK Mechanik

W3+ FAIRLK Mechanik zeigt filigrane Edelstahl-Baugruppen

LK Mechanik demonstriert auf der diesjährigen Netzwerkmesse W3+ FAIR in Wetzlar (21. und 22. Februar), welche außergewöhnlichen Bauteile und Baugruppen mit Verfahren wie dem Laserfeinscheiden und dem Wasserstrahl-Microcuttings gefertigt werden können. Mit von der Partie sind unter anderem hochfiligrane Träger für die industrielle Reinigung kleiner und kleinster Teile in der Optik, Elektronik und Feinmechanik.

…mehr

Weitere Beiträge in dieser Rubrik

Ralf Willmes

Interview mit Ralf Willmes„Zurzeit gibt es noch keine standardisierte ‚Industrie-4.0-Schnittstelle‘“

Eine durchgängige Kommunikation vom Feldgerät bis ins ERP- System sollte die Basis einer Industrie 4.0 in der Prozessautomatisierung sein. Allerdings fehlen Standards und Schnittstellen ebenso wie das Bewusstsein für die Risiken und Möglichkeiten von cloud-basierten Lösungen, wie SCOPE-Redakteurin Caterina Schröder im Interview mit Ralf Willmes, Produktmanager Digitalisierung bei Endress+Hauser, erfahren hat.

…mehr
Harald von Heynitz

Interview mit Harald von Heynitz„Der dritte Arm des Mitarbeiters“

Der Industrieroboter liegt im Trend. Im vergangenen Jahr wurden laut internationalem Branchenverband IFT erstmals mehr als 240.000 Einheiten verkauft. Harald von Heynitz ist Partner, Audit und Head of Industrial Manu-facturing bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG.

…mehr
Dr. Phil Reeves

Dr. Phil Reeves„Eine vernünftige Strategie ist unverzichtbar“

Additive Fertigung gewinnt in vielen Bereichen, vom Produktdesign bis hin zur Fertigung, immer mehr an Bedeutung. Dr. Phil Reeves, VP Strategic Consulting bei Stratasys, berichtet, wo sich die Technologie als wichtiger Bestandteil der Industrie 4.0 am stärksten auswirkt.

…mehr

Neue Stellenanzeigen