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Siemens liefert fünf Gasturbinen nach Saudi Arabien

SteckanschlüsseBock auf Hygiene

Abfüllung der 0,33-Liter-Steinie-Flaschen:

Die Einbecker Brauhaus zählt mit einer bis in das Jahr 1378 reichenden Historie zu den bekanntesten Brauereien Deutschlands. Auf der Suche nach den optimalen Steckanschlüssen für den Anschluss von pneumatischen Steuerungsleitungen im Nassbereich der Abfüllanlagen stieß die Brauerei auf das Programm  17 der Eisele Inoxline.

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Kraftwerk FadhiliSiemens liefert fünf Gasturbinen nach Saudi Arabien

Siemens hat einen Auftrag zur Lieferung von fünf F-Klasse Gasturbinen für ein Gas-und Dampfturbinen-Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) aus dem Königreich Saudi Arabien erhalten. Das gesamte Auftragsvolumen für Siemens beträgt rund 400 Millionen US-Dollar.

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Gasturbine Siemens

Die Anlage verfügt über eine elektrische Leistung von rund 1.500 Megawatt (MW) und wird 400 MW an Strom sowie Prozessdampf für eine neue Erdgasförderanlage in Fadhili, 100 Kilometer nordwestlich von Dammam in der östlichen Provinz des Königreichs, liefern. Die übrigen 1.100 MW reichen aus, um rund 1,1 Millionen saudi-arabische Haushalte mit Strom zu versorgen. Alle fünf Turbinen werden vor Ort im Siemens Dammam Energy Hub (SDEH) produziert, der ersten Fertigungsstätte für Gasturbinen in Saudi Arabien und der größten im Nahen Osten. Auftraggeber ist das südkoreanische Unternehmen Doosan Heavy Industries & Construction Co., Ltd., das die Anlage schlüsselfertig errichten wird.

Darüber hinaus haben Siemens und Kahrabel FZE, eine Tochtergesellschaft der ENGIE Group, einen Langzeitservicevertrag für das Fadhili-KWK-Kraftwerk über eine Laufzeit von 16 Jahren unterzeichnet. Endkunde für das Projekt ist eine Zweckgesellschaft, an der ENGIE 40 Prozent der Anteile hält. Weitere Anteilseigner sind die beiden Unternehmen Saudi Electric Company (SEC) und Saudi Aramco Power Holding Company (SAPHCO), die mit je 30 Prozent beteiligt sind. Das gesamte Auftragsvolumen für Siemens beträgt rund 400 Millionen US-Dollar.

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Fünf Gasturbinen und Langzeitservicevertrag

Der Lieferumfang von Siemens umfasst fünf Gasturbinen des Typs SGT6-5000F, fünf SGen6-1000A Generatoren, das Leittechniksystem SPPA-T3000 sowie Montage und Inbetriebnahme vor Ort. Bei dem Langzeitservicevertrag für die Turbinen kommen fortschrittliche Power Diagnostics Services von Siemens zum Einsatz, die Teil des digitalen Service-Portfolios des Unternehmens für die Energiewirtschaft sind. Siemens Power Diagnostics ermöglicht eine detaillierte Diagnose vieler Ist-Zustände von Kraftwerken sowie Empfehlungen für Verbesserungen. So kann das Tool ungeplanten Stillstand vermeiden und die Verfügbarkeit bei der Stromerzeugung erhöhen. Das neue Kraftwerk wird hauptsächlich mit K-Gas befeuert werden, ein Erdgas aus dem nahegelegenen Khursaniyah-Gasfeld mit relativ geringem Brennwert. Siemens und Saudi Aramco haben gemeinsam die Eignung der F-Klasse Gasturbine für diesen speziellen Brennstoff getestet.

"Das ist ein wichtiger Meilenstein für Saudi Arabien und Siemens. Im Rahmen der Vision 2030 wird das Projekt noch mehr Möglichkeiten aufzeigen, um die Industrialisierung des Königreichs voranzutreiben", sagt Jeffrey Dunlap, Senior Executive Vice President Sales PG MENA Region von Siemens. "Dank unseres umfassenden Service-Pakets wird das neue Kraftwerk die Gasförderanlage in Fadhili auf lange Sicht zuverlässig mit Strom und Prozessdampf versorgen. Mit den passenden technischen Lösungen unterstreicht Siemens weiterhin sein Bekenntnis zum Königreich, seinen Partnern und zur saudi-arabischen Gesellschaft." Die Vision 2030 beinhaltet den ehrgeizigen Entschluss, Saudi Arabien ökonomisch und sozial zu verändern. Ziel ist es, das Land unabhängig von Erdöl zu machen.

Fertigstellung Ende 2019

Das Fadhili-Projekt soll Ende 2019 fertiggestellt werden. Dem Kraftwerk kommt eine Schlüsselrolle dabei zu, den wachsenden Energiebedarf in Saudi Arabien durch den Ausbau der Gasproduktion und -versorgung zu decken. Zusammen mit zwei weiteren neuen Gasgewinnungsanlagen wird die Fadhili-Gasförderanlage mehr als fünf Milliarden Normkubikmeter Erdgas pro Tag produzieren, das unabhängig von Öl gefördert wird. Saudi Aramco investiert insgesamt rund 50 Milliarden Saudi-Riyal (rund 13,3 Milliarden US-Dollar) in die Fadhili-Gasförderanlage.

Die Gasturbinen werden vor Ort im Siemens Dammam Energy Hub produziert. Im Mai 2016 wurde die erste Gasturbine "made in Saudi Arabia" im SDEH fertiggestellt. Die Fabrik entwickelt und stärkt lokale Lieferketten und schafft vor Ort Arbeitsplätze für hochqualifizierte junge Talente in Saudi Arabien. kf

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