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Interview mit Norbert Strack„Einzelne Komponenten vernetzen“

Auch die Drucklufttechnik muss vernetzt werden, weiß Norbert Strack, neuer technischer Geschäftsführer von Beko Technologies. SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz hakt nach und erfährt, wie Strack den Erfolg der Firma sichern will.

Norbert Strack, Beko Technologies

SCOPE: Sie haben zum 1. Juli 2016 die Position des technischen Geschäftsführers bei Beko Technologies übernommen. Wo werden Sie zunächst Ihre Schwerpunkte legen?

Norbert Strack: Beko Technologies ist in der Druckluftbranche dank Investments in Produktinnovationen sehr erfolgreich. Unsere Aktivitäten im Bereich Konstruktion, Anlagenprojektierung sowie Hard- und Softwareentwicklung werden wir daher ausbauen. Ich freue mich darauf, meine langjährige Erfahrung aus der industriellen Messtechnik, Automatisierung, Elektronik und Software unter anderem auch bei der Erweiterung unserer Entwicklungsvorhaben einbringen zu dürfen.

SCOPE: Welche technischen Trends bestimmen derzeit die Entwicklungsstrategie bei Beko Technologies?

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Strack: Neben den Strategien hinsichtlich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ist Industrie 4.0 ein Thema.

SCOPE: Was bedeutet Industrie 4.0 für die Drucklufttechnik?

Weitere Beiträge zuDruckluftDrucklufttechnik

Strack: Druckluft steht sicherlich nicht im Zentrum der Diskussion. Aber weil Druckluft notwendig für die Produktion ist, ist es wichtig, immer den Status eines Druckluftsystems zu kennen, um bei Problemen eingreifen und handeln zu können. Einzelne Komponenten zu vernetzen ist ein bestimmender Entwicklungstrend bei uns. Hier werden wir sehr auf die Bedürfnisse unserer Kunden achten und mit Schlüsselkunden gemeinsam Lösungen erarbeiten.

SCOPE: Wo drückt Ihre Kunden bezüglich der Drucklufttechnik besonders der Schuh?

Strack: Generell ist Druckluft nach elektrischer Energie der zweitwichtigste Energieträger in Industrie und Handwerk. Anders als Gas, Wasser und Elektrizität wird Druckluft oft vor Ort vom Anwender selbst erzeugt. Für ihren nachhaltigen Einsatz sind eine Anpassung an den tatsächlichen Bedarf und aufeinander abgestimmte Komponenten enorm wichtig. Darüber hinaus wird in der Prozessindustrie die Messbarkeit des Mediums Druckluft und die Dokumentation für den Betreiber zu einem wichtigen Parameter. Nur was man messen kann, kann man auch effektiv managen.

SCOPE: Nachdem Beko Technologies bereits 2010 den Standort Neuss erheblich ausgebaut hatte, investieren Sie derzeit 7 Mio. Euro für einen weiteren Ausbau. Warum ist so schnell eine Erweiterung notwendig geworden?

Strack: Durch das Wachstum in den letzten Jahren wurden die bestehenden Flächen zu eng. Ein neues Konzept und größere Flächen bzw. Kapazitäten für die Materialwirtschaft, Fertigung und Logistik mussten her. Unternehmensleitung und die Eigentümerfamilie stimmten dem Konzept der Erweiterung zu. Jetzt feierten wir vor kurzem schon Richtfest.

SCOPE: Schaffen Sie damit auch weitere Arbeitsplätze?

Strack: Neben der Ausrichtung des Unternehmens auf eine erfolgreiche Zukunft ist die Erweiterung auch ein Bekenntnis zum rheinischen Heimatstandort. Sie trägt dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, da bin ich mir sicher.

SCOPE: Profitieren auch Ihre Kunden von der Erweiterung?

Strack: Ja, zum Beispiel durch eine schnellere Abwicklung in der Fertigung und im Versand. Auch sitzt im neuen Gebäudebereich die technische Entwicklung jetzt zentral zusammen, ein richtiger Brainpool für Ideen zu neuen Produkten.

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