
Trotz PC, Nintendo und Handy: Jedes Kind kennt die bunten Kunststoff-Bausteine aus dem dänischen Bil- lund.
In achtzig Prozent aller Haushalte mit Kindern waren Anfang der 90er die Lego-Bausteine zu finden, und auch heute noch zählen die bunten Kunststoff- Klötzchen zu den beliebtesten Spielzeugen.
Kaum bekannt ist dagegen, dass viele Legosteine auf Spritzgussmaschinen aus dem österreichischen Schwertberg erzeugt werden.
Dort hat Engel, füh- render Hersteller integrierter Systemlösungen für Spritzgießtechnik, seinen Sitz.
Das Unternehmen wurde 1945 von Ludwig Engel gegründet, ist seit 1965 im Besitz der Familie Schwarz, und setzt seit 1959, als es das erste komplette Spritzgießmaschinenpro- gramm vorstellte, auf Technologieführerschaft.
Gemäß seinem Wahlspruch Be the First hat Engel sehr früh das Potenzial der internationalen Märkte genutzt, bereits 1972 wurde die erste Auslands- niederlassung in Dänemark gegründet.
Heute ist die Gruppe mit acht Produktionswerken in Europa, Nordamerika und Asien sowie Niederlassungen und Vertretungen in über 90 Ländern vertreten.
In Europa wird dabei wertmäßig mehr als ein Viertel aller in Eur- opa verkauften Maschinen von dem österreichischen Maschinenbauer gefertigt.
Im Marktsegment der vollelektrischen Maschinen beträgt der Marktanteil in Europa mehr als 20 Prozent.
Umfangreiche Investitionen sollen die Wettbe- werbsfähigkeit weiter stärken.
So wird derzeit, trotz der Krise, die auch das Maschinenbau-Unterneh- men zu spüren bekommt, am Stammsitz ein neues Technologiezentrum fertig gestellt sowie ein neues Betriebsgebäude für den Produktionsstandort in Kaplice (Tschechien) gebaut.
Auch die Hallen in Schwertberg sind sehr mo- dern.
„Alle Besucher glauben, wir haben eine Se- rienfertigung“, erläutert Erwin Aberl beim Rundgang durch die Fertigungshallen.
Der Be- reichsleiter Zentrale Dienste weiter: „Wir haben aber eine Fliessfertigung mit einer Montage- www.scope-online.de Oktober 2009 16 Produktionstechnik + Werkzeugmaschinen Titelthema hh Mit der Einführung des Werkzeugverwaltungssystems von Coscom konnte Engel seine Fertigungsprozesse in allen Werken weltweit erheblich optimieren.
SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz beschreibt, wie es dem österreichischen Spritzgießmaschinenhersteller gelang, neben der Verringerung der Werkzeuganzahl und -stücklisten zudem die Anzahl der Lieferanten und die Stillstandszeiten der Maschinen zu reduzieren.
Optimieren Optimieren statt statt verwalten verwalten Das Software-Systemhaus wurde 1978 gegründet und ist seit 1981 im Bereich Fertigungstechnik aktiv.
Bereits 1994 hat Coscom begonnen, die gesamte Prozesskette von der Konstruktion bis in die Fertigung zu entwickeln und rea- lisieren.
So ermöglichen die Software-Lösungen eine schnittstellenfreie Kommunikation mit höchster Ausfallsicherheit.
Heute sind über 100 Mitarbeiter in der Gruppe D / A / CH / F / CZ und HR tätig.
Aktu- ell sind europaweit circa 5.000 Systeme und circa 20.000 angeschlossene CNC-Steuerungen des Unter- nehmens in Betrieb.
Das Unternehmen bietet den Anwendern eine durchgängige Produktpalette vom zentralen Fertigungs- Daten-Management über CAD/CAM / Simulation, Werkzeugverwaltung, DNC-Netzwerken, bis hin zu MDE/BDE Feinplanungs-Systemen mit Standard-Schnittstellen zu ERP/PPS- und Personalsystemen.
Coscom ist zertifizierter SAP-Partner.