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VDMA fordert Gigabitnetze

Industrie 4.0Hannover Messe schließt mit Besucherplus

Obama und Merkel auf der HMI

Nach fünf Messetagen schließt die Hannover Messe 2016 heute ihre Tore mit einem Besucherplus: mehr als 190.000 Besucher (175.000 im Vergleichsjahr 2014) fanden in diesem Jahr den Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt.

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Schnelles Internet für alleVDMA unterstützt Forderung nach Gigabitnetzen

Vor dem Hintergrund des Weltwirtschaftsgipgels in Davos, über dem in diesem Jahr das Thema "Vierte industrielle Revolution" schwebt, mahnt der VDMA den Ausbau der digitalen Netze in Deutschland an. „Hidden Champions ohne Datenautobahn können in einer Industrie 4.0-Welt ganz schnell vom Podest stürzen", warnt Verbandsgeschäftsführer Thilo Brodtmann.

Die Bundesregierung müsse im Ausbau der digitalen Netze nach Ansicht des Maschinenbaus dringend ihre Hausaufgaben machen. “Bislang haben Straßen und Schienenwege im globalen Standortwettbewerb entschieden, jetzt aber wird der digitale Netzanschluss entscheidend sein“, warnt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. Er zeigt sich besorgt um die Zukunft der heimischen Industrie, gerade mit Blick auf die große Zahl mittelständischer Weltmarktführer im Maschinenbau. „Hidden Champions ohne Datenautobahn können in einer Industrie 4.0-Welt ganz schnell vom Podest stürzen. Mit seinen Ausbauplänen baut Minister Dobrindt aber nur digitale Kriechspuren und nicht die benötigten Überholspuren“, beklagt Brodtmann.

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In einer digitalen Welt ist ein modernes, schnelles Datennetz nach Ansicht des VDMA unverzichtbar. „Die Bundesregierung muss jetzt schnell Klarheit schaffen, ob sie mit Dobrindt kleckern oder mit Gabriel klotzen will. Der Wirtschaftsminister liegt richtig, wenn er Gigabitnetze für eine deutsche Spitzenstellung fordert“, betont Brodtmann. „Informationen in beliebiger Menge an jeden beliebigen Ort im Land werden immer stärker zur Schlüsselfrage - gerade für den industriellen Mittelstand. Die deutsche Wirtschaftskraft  lebt von Mittelständlern in der Fläche.“

Die aktuellen Ausbaupläne der Bundesregierung, die eine flächendeckende Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s vorsehen, greifen nach Ansicht des VDMA deutlich zu kurz. "Die Regierung muss jetzt Farbe bekennen und eine internationale Spitzenstellung in der digitalisierten Wirtschaft beanspruchen“, fordert Brodtmann. Der Ausbau der Breitband-Infrastruktur müsse ambitionierter angelegt werden um bis spätestens 2025 ein Gigabitnetz in Deutschland zu errichten, dessen Schwerpunkt in der Anbindung von Unternehmen jeglicher Art liegen muss. "Wenn wir heute zusehen, wie andere Länder uns hier abhängen, werden wir morgen im Wettbewerb nicht bestehen", warnt der VDMA-Hauptgeschäftsführer. kf

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