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MES- und ERP-Systeme von Psipenta

Artikeldaten downloadenEplan Data Portal knackt 1-Million-Marke

Eplan Data Portal

Eine kleine Sensation für den Lösungsanbieter Eplan: Das Data Portal verzeichnet mit 1.000.000 Artikeldaten-Downloads im Juni 2016 einen neuen Rekord. Tendenz: steigend. Bislang liegt die Zahl der vertretenen Hersteller bei 147 – und auch sie steigt permanent.

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MES-/ERP-SystemeStairway to Smart Factory

Vom ERP-System bis zur Smart Factory ist es ein weiter Weg, der mit vielen Schnittstellen gepflastert ist. Das fränkische Maschinenbauunternehmen FMB ist mit einer Psipenta-Lösung bereits vor Jahren gestartet und hat nun weitere Schritte in Richtung Industrie 4.0 gemacht.

Treppenhaus

Wenn Treppenstufen beim Maschinenbauer FMB sprechen könnten, würden sie sich bei der hauseigenen IT und deren ERP-System bedanken. Denn im fränkischen Faulbach war die Endmontage der Maschinen bislang nicht nur mit Know-how und Präzision, sondern auch mit vielen Schritten verbunden. Die Steuerungssoftware aufspielen bedeutete für den Mitarbeiter, aus der Montagehalle ins Büro im ersten Stock zu laufen, einen USB-Stick mit den maschinenspezifischen Daten zu holen, die Daten an der Maschine einzuspeisen und den Stick anschließend wieder ins Büro zu bringen, damit keine Verwechslungen entstehen können.

Werkshalle bei FMB Maschinenbau

Ein sicherer, bewährter Prozess, der aber auf die Schuhsohlen ging, die Treppenstufen abnutzte und – viel wichtiger – unnötigen Aufwand erzeugte. Effizienz sieht angesichts von rund 1.200 individuellen Kundenaufträgen pro Jahr anders aus. Und mit der jüngsten Erweiterung des ERP-Systems Psipenta ist genau diese Effizienz in den Prozess eingekehrt. Statt der Treppen nutzen die Mitarbeiter in der Montage jetzt Tablets, mit denen sich nicht nur die richtige Software einspielen lässt, sondern die gesamte Montage dokumentieren und kontrollieren.

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ERP im Allgemeinen und Psipenta im Besonderen ist für FMB kein Neuland. Im Gegenteil: Der etablierte mittelständische Betrieb, ein weltweit führender Spezialist für Be- und Entladegeräte für Werkzeugmaschinen, hat das System bereits 1999 eingeführt. In IT-Maßstäben gemessen ist das ein ganzes Zeitalter. „Wir haben uns aber über all die Jahre in unserer damaligen Entscheidung bestätigt gesehen und sehen bis heute keinen Grund, über grundlegende Veränderungen nachzudenken“, sagt Tino Penning, IT-Administrator bei FMB. Mehr noch: „Das System ist in dieser Zeit ständig mitgewachsen, wir haben es zusammen mit PSI Automotive & Industry (ehemals Psipenta) aktuell gehalten und immer wieder neue Funktionalitäten hinzugefügt. An nennenswerte Grenzen sind wir dabei nicht gestoßen“, so der Systemverantwortliche.

Dass sich der Maschinenbauer überhaupt auf ein ERP- und insbesondere Manufacturing-Execution (MES)-System verlässt, ist kein Wunder. Erstens trägt das Unternehmen mit seinen Produkten maßgeblich zur weitgehenden Automatisierung im Produktionsprozess seiner Kunden bei – da liegt es auf der Hand, seine eigenen Prozesse möglichst stark zu standardisieren. Und zweitens handelt es sich bei den Beladegeräten um komplexe und hoch individualisierte Produkte, die beispielsweise bis zu 50 Stücklisten pro Auftrag erforderlich machen. Um dabei die Fehlerrate niedrig und die Produktivität hoch zu halten, ist eine MES-Unterstützung unumgänglich. „ERP-Systeme werden in vielen Firmen noch als reines Verwaltungsprogramm für die Auftragsbearbeitung gesehen – und so haben wir ja auch angefangen. Heute ist es aber viel mehr: Es ist das Herzstück unserer Fertigungsabwicklung“, erklärt Penning.

Tablet als Schaltzentrale

Besonders anschaulich wird das am Monitor: Bei FMB wird die Produktionsauslastung laufend überwacht und grafisch dargestellt. Psipenta liefert dafür im 10-Minuten-Takt die Daten zur Produktionsauslastung – unter anderem die Vorgangs-, Artikel- und Rückmeldenummer sowie den Versandtermin und per Ampelsystem den aktuellen Produktionsfortschritt der mechanisch und elektrischen Montage. Dieser Status wird als HTML-Seite auf einem Großbildschirm in der Elektromontage dargestellt. So sehen die Mitarbeiter auf Anhieb, welche Maschine mechanisch fertig ist und wo als nächstes ein Schaltschrank benötigt wird. Auch wird sofort ersichtlich, welche Maschine wann von der Spedition abgeholt wird.

Montage bei FMB Maschinenbau

Im Wortsinne greifbar werden die Erweiterungen zu einem ERP-System alter Schule bei den Neuzugängen Barcode-Scanner und Tablet-PC. Der Scanner kommt in der Lagerverwaltung zum Einsatz und hat dort erheblich dazu beigetragen, die Prozesse zu vereinfachen und die Fehlbestände zu minimieren. Die Datenübertragung erfolgt in Echtzeit zu Psipenta, entsprechend sind von Einkauf bis Montage und Controlling ständig alle Abteilungen auf dem neuesten Stand, was Rohmaterialien, eigenproduzierte und zugekaufte Teile angeht.

Mehr und mehr zur Schaltzentrale für den Mitarbeiter in der Montage wird der Tablet-PC. Mit ihm kann er die gesamte Fertigung eines Ladeautomaten von FMB begleiten und steuern. Auf dem Tablet ist ein Client von Psipenta installiert, der einen direkten Zugang zu den Daten im ERP- und MES-System erlaubt, ebenfalls in Echtzeit. Lagerbestände und Baugruppen-Stücklisten gehören dabei zum Basisrepertoire und noch zu den „leichten Übungen“. Inzwischen sind aber auch spezielle Arbeitsgänge implementiert: „Über eine eigens programmierte Funktion können die Kollegen in der Vormontage zum Beispiel die Daten für das Typenschild einer Maschine am PC direkt aus dem System abrufen und an die Graviermaschine schicken. Das mühsame und fehleranfällige manuelle Abtippen von Nummern ist damit vorbei“, schildert Penning den Fortschritt.

In Zukunft werden die Tablets auch noch Scanner-Module erhalten, um etwa Auftragsdaten einzuscannen. Das senke den Aufwand für den Mitarbeiter weiter. Alle getätigten Fortschritte, von der Implementierung über die Einführung bis jetzt zum laufenden Betrieb, würden einwandfrei funktionieren. Kein Wunder also, dass Penning aus dem Betrieb „nur Positives hört: Die Kollegen sind von der Lösung begeistert.“

Monitor Produktauslastung

Wenn es dann doch einmal Fragen oder Schwierigkeiten gibt, nutzt der Administrator das Support-Portal von Psipenta – „und ich bekomme eigentlich immer innerhalb von kurzer Zeit sinnvolle Lösungsvorschläge. Die Zusammenarbeit mit dem Support klappt sehr gut, genau wie mit den Projektteams, wenn es um neue Wünsche unsererseits geht.“

Davon sind – neben Barcodescanner und Tablets – schon einige realisiert worden und noch mehr geplant. Heute bereits angebunden ist etwa die Zugangskontrolle. Die entsprechenden Terminals basieren auf der Legic-RFID-Technologie und werden von der Psipenta BDE/Personalzeiterfassung verwaltet und gesteuert. Dadurch werden Bereiche wie etwa die Entwicklungsabteilung, der Serverraum oder das Büro der Geschäftsführung vor unbefugtem Zutritt geschützt.

Anbindung externer Partner als weiterer Schritt zu Industrie 4.0

Ein aktuelles Projekt ist die Einführung der Datenmanagement-Software Autodesk Vault, die mittelfristig ebenfalls an Psipenta angebunden wird. Durch diese Verbindung reduziert sich der Verwaltungsaufwand enorm. So entfällt zum Beispiel die doppelte Dateneingabe in der Konstruktion, Artikel und Dokumente können verknüpft, Freigabeprozesse vereinfacht und der Workflow verbessert werden.

Bereits Realität ist die Anbindung des ERP-Systems an ein EDI-Netzwerk mit Partnern und Lieferanten. FMB nutzt dazu myOpenFactory. Mittels dieser Plattform können Aufträge voll digital abgewickelt werden, ohne dass ein Blatt Papier durch Fax oder Briefkasten wandert oder manuell E-Mails geschrieben werden müssen. Insbesondere für den Einkauf ergibt sich dadurch eine erheblich gesteigerte Produktivität.

Auf Seiten FMBs gestaltete sich der Übergang zu dem Edi-Netzwerk problemlos, die ERP-Lösung bietet alle notwendigen Funktionalitäten und musste nicht weiter angepasst werden. Lediglich auf der Seite der Partner gibt es gelegentlich Defizite, und es ist noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Für Tino Penning steht die EDI-Anbindung auch als eine Art erster Schritt hin zur Smart Factory und damit zu Industrie 4.0.

Allein die von 20 auf 66 gestiegene Benutzerzahl von Psipenta zeigt: FMB fährt mit dem System gut und richtig. Dem stimmt auch Penning zu: „Ich bin zufrieden mit dem System. Es lässt sich sehr leicht verwalten, ist leicht erweiterbar, leistungsfähig, und der Support stimmt.“

Und auch die Mitarbeiter werden die ständige Lauferei mit dem USB-Stick sicherlich nicht vermissen. hs

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