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Plattform Industrie 4.0 und IIC kooperieren

Artikeldaten downloadenEplan Data Portal knackt 1-Million-Marke

Eplan Data Portal

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Krieg beendet?Plattform Industrie 4.0 und das Industrial Internet Consortium wollen zusammen arbeiten

„Wir stehen nicht im Wettbewerb, wir ergänzen uns“, erklärte Prof. Dr. Siegfried Russwurm, Mitglied der Leitung der Plattform Industrie 4.0, CTO und Mitglied des Vorstandes der Siemens AG, anläßlich einer gemeinsamen Pressekonferenz der Plattform Industrie 4.0 und des Industrial Internet Consortium (IIC). Beide Interessensgruppen setzen sich für Standardisierungsbestrebungen im Rahmen von Industrie 4.0 ein.

Die Plattform Industrie 4.0 setzt sich in erster Linie aus deutschen Mitgliedsfirmen zusammen, das IIC mehrheitlich aus US-amerikanischen. Und bei vielen Beobachtern hatte sich seit der Gründung des IIC vor zwei Jahren der Eindruck verfestigt, dass dieses in erster Linie als Gegengewicht zu der deutsch-dominierten Industrie 4.0-Entwicklung ins Leben gerufen wurde.

Vertreter der Plattform Industrie 4.0 und des IIC haben sich nun bei einem Treffen in Zürich auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Dabei wurde das Zusammenspiel der beiden Architekturmodelle RAMI (Referenzarchitekturmodel für Industrie 4.0) und IIRA (Industrial Internet Referenzarchitektur) erörtert, um eine künftige Interoperabilität der Systeme sicherzustellen. Zudem werden die beiden Initiativen bei der Standardisierung kooperieren und gemeinsame Testumgebungen nutzen. Dafür haben die Vertreter eine gemeinsame Roadmap entworfen.

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Staatssekretär Matthias Machnig, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: „Wir begrüßen die Kooperation beider Initiativen als einen wichtigen Meilenstein in der internationalen Zusammenarbeit von Unternehmen. Die vereinte Kraft von IIC und der Plattform Industrie 4.0 wird maßgeblich den Weg in eine digitalisierte Wirtschaft ebnen, der für beide Seiten von Vorteil ist.

Prof. Dr. Siegfried Russwurm sagte: „Mit anderen Initiativen zusammen zu arbeiten ist wichtig, insbesondere für Deutschlands exportorientierte Wirtschaft. Wir sind sehr daran interessiert, mit anderen zu kooperieren, um den Weg für globale Standards zu ebnen. Mit dem IIC – und anderen Konsortien – zusammenzukommen ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Dr. Richard Mark Soley, Executive Director des Industrial Internet Consortium, kommentiert: „Das Unterfangen zeigt, dass kluge technisch-versierte Menschen jede Lücke schließen können und einen Weg finden, um Probleme zu lösen, die andernfalls vielleicht Hürden für den Eintritt in die Anwendung von IoT Technologie für industrielle An-wendungen geschaffen hätten. Ich beglückwünsche die Teilnehmer und bedanke mich für ihre erste Arbeit und freue mich auf eine erfolgreiche, weitergehende Zusammenarbeit.“

Dr. Werner Struth, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH: „Dies ist eine riesige Errungenschaft für die industrielle Anwendung des Industrial Internet of Things, denn es vereinfacht die Auswahl der passenden Technologien und führt zu einer stark verbesserten Interoperabilität.“

Bernd Leukert, Mitglied des Vorstandes bei SAP, betont die Bedeutung eine Harmonisierung der vom IIC und der Plattform Industrie 4.0 initiierten Testbed-Initiativen: „Dies wird eine viel reibungslosere internationale Zusammenarbeit zwischen kleineren Firmen und größeren Unternehmen ermöglichen, um Anwendungsbeispiele zu testen und Standards zu initiieren.“

Greg Petroff, Chief Experience Officer für GE Digital, ergänzt: “Der Schlüssel für die Weiterentwicklung der industriellen Internetstandards liegt im Abbau von Barrieren zwischen verschiedenen Technologiebereichen und in der Konsequenz entsprechend in der Angleichung der Referenzarchitekturen. Diese Zusammenarbeit wird den Aufbau einer regen Community, die sich Erarbeitung globaler Standardisierungslösungen verschrieben hat, deutlich voranbringen."

Robert Martin, Senior Principal Engineer für Partnerschaften zur Internetsicherheit, MITRE Corporation und Mitglied des IIC Steering Committee sagt: „Die Zusammenarbeit des Industrial Internet Consortium und der Plattform Industrie 4.0 wird den internationalen Mehrwert der Arbeiten beider Institutionen vergrößern. Zudem können wir einfacher Herausforderungen und Bedenken mit Blick auf den Markt der IoT-Technologien identifizieren und auflösen. Das ist wesentlich schneller und effektiver, als es die beiden Organisationen alleine jemals hätten erreichen können.“

„Ich freue mich, dass die beiden führenden Internet of Things Organisationen ihre Aktivitäten zusammenbringen“, sagt Stan Schneider, Geschäftsführer von Real-Time Innovations (RTI) und Mitglied des IIC Steering Committee. „Der Plattform Industrie 4.0-Ansatz mit seiner starken Verankerung in der industriellen Fertigung ergänzt sich sehr gut mit dem Ansatz des IIC, der seinen Fokus stärker auf IoT-Anwendungen für den Bereich der Gesundheitswirtschaft, Transport, Energie und Smart Cities legt. Wir arbeiten intensiv daran die Connectivity- Infrastrukturen der zu Grunde liegenden DDS und OPC UCA Verbindungsstandards anzugleichen. So ermöglichen wir ein rapides Wachstum aller von Industriellen Internet der Dinge betroffenen Wirtschaftsbereiche.“

Das Züricher Treffen wurde durch die Robert Bosch GmbH und SAP, die jeweils Mitglieder in den Lenkungsgremien beider Organisationen sind, initiiert. Die in diesem ersten Treffen zusammengekommene informelle Gruppe wird ihre Arbeit bezüglich der Annäherung des IIC und der Plattform Industrie 4.0 fortsetzen. Die offene, informelle Gruppe bestand aus  Vertretern der folgenden Unternehmen: Robert Bosch GmbH, Cisco, IIC, Pepperl + Fuchs, SAP, Siemens, Steinbeis Institute und ThingsWise.

Nach Aussage von Prof. Dr. Siegfried Russwurm will die Plattform das sogenannte „Testbett“-Verfahren des IIC, in denen verschiedene Standardisierungsszenarien durchgespielt werden, übernehmen und zukünftig kleine und mittelständische Firmen in die weitere Industrie 4.0-Entwicklung wesentlich stärker einbinden. Russwurm: „Wir werden bei Industrie 4.0 nicht denselben Fehler machen wie beim sogenannten Feldbus-Krieg in den 90ern. Daraus haben wir gelernt. Interoperabilität ist das wichtigste für den Kunden, und das erreichen wir nur gemeinsam mit dem IIC.“ hs

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