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SoftwareBizerba optimiert Planungsprozesse

Das Technologieunternehmen Bizerba ist in einer anspruchsvollen Matrix-Organisation aufgestellt: Tochtergesellschaften in 23 Ländern, 30 Landesvertretungen, unterteilt in 8 Regionen. Das Vertriebnetz umspannt die ganze Welt. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, bedurfte es einer flexiblen und durchgängigen Software-Lösung sowie eines Partners, der den Anforderungen gerecht wurde. SCOPE sprach mit Cornelia Schweizer, Area Managerin Global Sales Coordination, die das Projekt zur Optimierung des Planungsprozesses gemeinsam mit einem Consultant der Prevero AG betreute.

Software: Bizerba optimiert Planungsprozesse

SCOPE: Frau Schweizer, Sie haben als Verantwortliche bei Bizerba das Projekt zur Optimierung des Planungsprozesses betreut. Wie sieht Ihr Vorgehen bis heute im Detail aus?

Cornelia Schweizer: Die Länder wollen in Excel-Sheets planen. Die Planwerte werden somit zwischen der Zentrale und den Landesgesellschaften mit Excel-Files ausgetauscht. Dadurch erfolgt der Planungszyklus auf einer einheitlichen Datenbasis und die gewohnte Excel-Umgebung kann unternehmensweit als Eingabe- und Kalkulationstool beibehalten werden. Die Excel-Dateien werden dann per Schnittstelle in das prevero Software-System eingelesen. Die Lösung hilft uns ungemein, unsere Planung schnell und flexibel zu konsolidieren. Wir können auf ein zentrales Data Warehouse am Firmenhauptsitz in Balingen online zugreifen und eine einheitlich gestaltete Planung durchzuführen. Mit der integrierten In-Memory-Datenbank "MemoLytics" ist zudem eine hohe Leistungsfähigkeit im Data-Warehouse garantiert. Bei den Front-Ends steht neben dem prevero Rich Client auch der WebClient zur Verfügung, der durch die Anwender von jedem browserfähigen Endgerät genutzt werden kann.

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SCOPE: Auf welche Hindernisse oder besonderen Herausforderungen sind Sie gestoßen?

Schweizer: Durch die Forderung nach einer internationalen Vertriebsplanung rückten zwei Themen besonders in den Fokus der Betrachtung: das Problem der Währungsumrechnung und der Mehrsprachigkeit. Diese Themen wurden durch die Software aber problemlos abgedeckt. Ihre erste Feuerprobe hat das Planungssystem aber auch in der Wirtschaftskrise erfolgreich bestanden. Zwar sind unsere Kunden in der Lebensmittelbranche von den gröbsten Turbulenzen verschont geblieben, trotzdem waren auch bei Bizerba kurzfristige Planänderungen an der Tagesordnung. Unsere Prozesse konnten ihre Flexibilität einwandfrei unter Beweis stellen.

SCOPE: Welche konkreten Verbesserungen können Sie bis heute verzeichnen und hat das Software-System tatsächlich den versprochenen Mehrwert gebracht?

Schweizer: In der Planung wie im Berichtswesen konnten wir besonders eine wesentliche Anforderung adressieren: Wir können nach unseren Bedürfnissen strukturieren und Produkte sowie Kunden und Länder problemlos in Gruppen zusammenfassen. Diese Flexibilität bewährt sich auch bei Änderungen der Unternehmensstruktur, die bei einem weltweit agierenden Unternehmen wie unserem immer wieder vorzunehmen ist. Derartige Veränderungen in der Hierarchie abzubilden waren mit SAP jedes Mal eine Herausforderung. Unser neues Tool liefert den Bizerba-Managern in der Zentrale wie auch weltweit vor Ort immer tagesaktuelle Steuerungsinformationen und bietet standardmäßig umfassende Funktionalitäten für Analysen und das Berichtswesen. Schnell und ohne Programmieraufwand lassen sich unternehmensspezifische betriebswirtschaftliche Anwendungen erstellen.

SCOPE: Welche speziellen Werkzeuge mussten in einem professionellen Planungs-Tool enthalten sein, um Ihr Tagesgeschäft bestmöglich zu unterstützen?

Schweizer: Unsere Fachanwender können umfangreiche Analysen, Berechnungsmodelle oder Berichte - ad hoc und individuell - von Wochenupdates bis hin zu umfangreichen Monats- und Quartalsberichten entwickeln. Zusätzlich helfen integrierte Analysewerkzeuge, typische Muster in der betrachteten Datenmenge zu erkennen, Auffälligkeiten zu identifizieren, Prognosen über weitere Entwicklungen zu treffen, Szenarien zu rechnen beziehungsweise "Was-wäre-wenn-Analysen" zu fahren.

Bei Bizerba gibt die Zentrale in Balingen inzwischen in einem ersten Schritt standardisierte, unternehmensweit einheitliche Soll-Ist-Vergleiche vor. Entsprechende Reports dienen als Grundlage der monatlichen Gespräche der Zentrale mit den Ländern. Mit der Einführung des prevero Webclients können die Verantwortlichen in den diversen Ländern diese Plan-Ist-Vergleiche abrufen und bei Bedarf schnell Plananpassungen vornehmen.

SCOPE: Software-Hersteller sprechen in der Regel von so genannten Soft-Factors, die immer wichtiger werden. Teilen Sie diese Meinung und inwiefern haben "weiche Faktoren" bei der Entscheidung eine Rolle gespielt?

Schweizer: Voll und ganz. Im weltweiten Anwenderkreis von Bizerba spielt der Faktor Benutzerfreundlichkeit der Softwarelösung eine große Rolle. Das machte sich unmittelbar bemerkbar, wie zum Beispiel im Schulungsaufwand, der deutlich geringer ausfiel als erwartet. Ein logischer und selbsterklärender Aufbau des Systems macht sich in jedem Falle bezahlt. Nicht zuletzt ist es ein großer Vorteil, wenn die Modellierung betriebswirtschaftlicher Anwendungen keine Programmier- bzw. Skripting-Kenntnisse verlangt und sich regelmäßige wie auch spontane Berichtstätigkeiten vereinfachen lassen. Im Vergleich zu Excel wird die Arbeit in jedem Fall enorm beschleunigt.

Ausgangssituation

  • Umstrukturierung und Harmonisierung der internationalen Vertriebsplanung
  • Kein einheitlicher Planungsprozess
  • Hohe Anforderung an Performance und Flexibilität
  • Fehlen von tagesaktuellen Steuerungsinformationen für das Management

Lösung & Ergebnis

  • Eingesetztes Software-Tool: prevero p7
  • Verbesserter, transparenter und durchgängiger Planungsprozess
  • Weltweit einheitliche Statusberichte
  • Ist- und Plan im direkten Vergleich
  • Problemlose Durchführung von Ad-hoc-Analysen bis hin zu Simulationen
  • Flexible Strukturierung nach eigenen Bedürfnissen Umfangreiche Analysen, Berechnungsmodelle oder Berichte
  • Mehrsprachigkeit des Systems

Das Unternehmen

Der 1866 gegründete Konzern Bizerba GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Balingen ist mit über 3.000 Mitarbeitern als Technologieunternehmen für professionelle Lösungen der Wäge-, Informations- und Food-Servicetechnik weltweit tätig. Kunden aus Handel, Industrie und Logistik - vor allem im Lebensmittelbereich - bietet Bizerba ein breites Produktspektrum rund um die Größe Gewicht. Das reicht von branchenspezifischer Software über Wäge- und Auszeichnungstechnik bis hin zu PC-Hardware, Scannern, Druckern und Etiketten.

Der weltweit operierende Konzern ist in einer anspruchsvollen Matrix-Organisation aufgestellt: Die Tochtergesellschaften in 23 Ländern sowie die 30 Landesvertretungen sind in acht Regionen unterteilt; die zahlreichen Produkte werden fünf Produktdivisionen - Retail Systeme, Food Processing, Industry Solutions, Labels & Consumerables, Business Service - zugeordnet. kf

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