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Industrie 4.0 liveSiemens eröffnet Vorzeigefabrik für Digitalisierung in der Metallbearbeitung

Arena der Digitalisierung Siemens

Am Siemens-Standort Bad Neustadt an der Saale werden seit 80 Jahren Elektromotoren für den industriellen Einsatz gefertigt. Jetzt wurde das Werk zur Vorzeigefabrik ausgebaut. Auf über 800 Quadratmetern erfahren Kunden und Partner, wie Digitalisierung in der Metallbearbeitung und Motorenproduktion eingesetzt wird und welche Ergebnisse sie damit erzielt können.

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ERP-SoftwareViel Neues unter der Haube

Die neue Produktgeneration des ERP-Systems APplus soll laut Hersteller selbst komplexe Prozesse transparent abbilden und präzise steuern. Scope-Redakteur Stefan Graf befragte AP-Vorstand Reinhard Dilger nach den Vorteilen für Anwender und Kunden.

ERP-Software: Viel Neues  unter der Haube

Ein neuer Name für das Hauptprodukt war schnell gefunden, denn der Karlsruher ERP-Hersteller AP wollte die Weiterentwicklung seiner Software P2plus auch anhand der Bezeichnung dokumentieren. Mit APplus soll als ein „User-zentriertes ERP-System Maßstäbe in der Benutzerführung und Prozessoptimierung setzen.“ Die Karlsruher sehen in der neuen Produktgeneration einen konsequenten Schritt in der Weiterentwicklung von ERP-Lösungen. Auf Basis der Technologieplattform von Microsoft „.Net“ entstand bereits vor Jahren eine ERP-Lösung für Unternehmen in den Zielbranchen Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau, Automotive sowie Handel und Dienstleistung mit 50 bis 1.000 Nutzern.

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Die Vorteile für ein ERP-System auf der „.Net“-Technik sind durchgängige und branchengerechte Standardfunktionalitäten. Diese sind über eine Service-Oriented-Architecture (SOA) komplett mit modernen Standardtechnologien wie Web-Services abgebildet. Maximaler Anwendernutzen soll durch die Umsetzung einer neuen User-zentrierten Benutzeroberfläche erreicht werden. Diese bündelt relevante Systemfunktionen und Informationen für jeden einzelnen Anwender in einer Art persönlichem Portal. Darüber hinaus unterstützt und dokumentiert die Lösung individuelle vor- und nachgelagerte Abläufe über eine Workflow-Komponente. Anwender profitieren durch eine Aufbereitung und Kategorisierung ihrer Aufgaben sowie durch automatisierbare Abläufe für die Verfolgung von Vorgängen. Durch eine klare Datenstruktur lassen sich Workflows für Freigaben, Prüfungen und weitere Statusinformationen ohne eine aufwändige Prozessmodellierung über Diagramme einrichten.

Die Umsetzung der neuen Workflow-gestützten anwenderspezifischen Benutzerführung soll zugleich die Unternehmenssteuerung durch eine verbesserte Controlling- und Business Intelligence-Funktionalität erleichtern. Die Managementebene kann über die User-zentrierten Benutzeroberflächen verschiedenste Informationsquellen bündeln und als integrierten Geschäftsvorgang verfolgen.

PLM trifft ERP

Für Unternehmen, die im Bereich Product Lifecycle Management (PLM) investiert haben oder dies planen, ist das Modul APplus PLM von Interesse. Dieses ermöglicht eine umfassende Dokumentation und Verwaltung von Produktinformationen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Die Integration von ERP und PLM soll Prozesse zwischen Entwicklungs- und Produktionsabteilungen beschleunigen, diese beispielsweise für den Einkauf und die Arbeitsvorbereitung transparent machen und so Innovationszyklen verkürzen. Der automatische Abgleich von Produktdaten aus der Konstruktion mit entsprechenden Informationen aus dem Fertigungsmodul ermöglicht allen an der Produktentwicklung beteiligten Teams und Abteilungen die gemeinsame Arbeit mit den Daten.

APplus PLM generiert unter anderem automatisch Stücklisten und Verwendungsnachweise und ermöglicht per Workflow-Steuerung ein präzises Änderungs-, Versions- und Freigabemanagement für maximale Transparenz in den Entwicklungsabteilungen. Konstruktionsdaten wie Stücklisten werden per XML Web Services dynamisch mit Stücklisten aus dem ERP-Modul abgeglichen und synchronisiert. Mit Hilfe der PLM-Kopplung erhalten Benutzer aus den Artikelstammdaten unmittelbaren Zugriff auf zugehörige CAD-Unterlagen, Zeichnungen und andere technische Dokumente. Das Modul umfasst Schnittstellen zu gängigen 2D- und 3D-CAD-Systemen wie Autocad, Inventor, Catia, Solidedge, Solidworks, PTC Wildfire und Unigraphics NX. Darüber hinaus sind weitere Schnittstellen zu CAD-Lösungen für Verkabelung und Schaltschranklayout sowie für Elektronik Design, und Leiterplattenlayout verfügbar. Das PLM-Modul wurde laut AP in enger Zusammenarbeit mit den Karlsruher PDM-Spezialisten von Procad entwickelt.

Stefan Graf / graf@hoppenstedt.de

Das Interview mit AP-Vorstand Reinhard Dilger lesen Sie auf der nächsten Seite.

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