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Datenmanagement: SKF bietet Cloud-Lösung

Industrie 4.0SAP-ERP-Lösungen implementieren mit externen Partnern

Leichtmetallräder

Eine ERP-Lösung soll viel leisten: Geschäftsprozesse sollen ganzheitlich abgebildet werden sowie mobil abrufbar und Cloud-fähig sein. Noch dazu stellt das ERP bei der Umsetzung von Industrie 4.0 eine wichtige Basis dar, damit Prozesse automatisiert ablaufen können und Daten in Echtzeit zur Verfügung stehen. Fällt die Entscheidung auf eine ERP-Lösung von SAP, muss auf den richtigen SAP-Partner gesetzt werden, der die notwendigen Voraussetzungen für eine intelligente Vernetzung des Unternehmens bewerkstelligt.

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DatenmanagementsystemSKF bietet Cloud-Lösung zur Datenerfassung

Bei vielen operativen Prozessen müssen Unmengen an Belegen erfasst werden, darunter tausende Messwerte, Zeichnungen, Tabellen und Fotos. Mit dem Datenmanagementsystem SKF Data Collect steht Anwendern jetzt eine moderne Cloud-Lösung zur Verfügung, die sich einfach über ein Tablet steuern lässt: „Industrie 4.0“ als App. Das US-Unternehmen EthosEnergy ist einer der ersten Anwender.

EthosEnergy-Mitarbeiterin Valorie Mathes

Die Umstellung auf eine vollelektronische Datenverwaltung in der Cloud ist ein großer Schritt für ein Unternehmen, das pro Jahr mehrere tausend Messergebnisse erfassen und verwalten muss. Mit der App „Data Collect“ stellt SKF eine Software vor, die den Kunden diese Umstellung erleichtert: Die umfangreichen Praxis-Erfahrungen, die SKF mit ihren Industriekunden gesammelt hat, sind in die Entwicklung der App eingeflossen.

Zukunftstrend

„Früher war SKF eher für Lagerungstechnik und mechanische Industrielösungen bekannt, doch seit mehreren Jahren entwickeln wir zunehmend computergestützte Dienstleistungen für Industrieunternehmen. Mit der Ausweitung unseres Produkt- und Dienstleistungsangebots auf Cloud-Services unterstützen wir unsere Industriekunden bei ihren internen Prozessen“, erklärt Jerry Schick, Key Account Manager bei SKF. „SKF Data Collect ist als ‚Software as a Service‘ (SaaS) konzipiert. Die Anwender müssen sich also keine Gedanken um Neuinstallationen oder Updates machen. Diese Aufgaben übernehmen wir im Hintergrund. Sie gehören zum Service.“

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Jerry Schick, Key Account Manager bei SKF
Weitere Beiträge zuDatenmanagement

Das US-Unternehmen EthosEnergy arbeitet bereits seit geraumer Zeit mit SKF Data Collect. Als eine Art „Feldtester“ haben die Amerikaner mit ihrem wertvollen Feedback zur praxisorientierten Weiterentwicklung des Systems beigetragen.

EthosEnergy hat sich auf die Aufarbeitung von Gasturbinen spezialisiert, die in der Öl- und Gasindustrie und in der Stromerzeugung zum Einsatz kommen. „Ich habe die damals noch ganz junge Software zum ersten Mal auf der SKF Asset Management Conference in Dallas 2013 gesehen“, erinnert sich Mike Fisher, Vorsitzender von EthosEnergy Light Turbines (Houston, Texas). „Weil wir jedes Jahr rund 240.000 Präzisionsmessungen durchführen und die Messwerte bis dahin immer handschriftlich erfasst haben, hat die App mein Interesse geweckt. Schließlich kam bei der handschriftlichen Erfassung immer ein riesiger Papierberg zusammen. Außerdem waren die Daten im Grunde schon wieder veraltet, sobald wir sie aufgeschrieben hatten. Dabei sind wir für Echtzeitanalysen auf aktuellstes Datenmaterial angewiesen.“

Viele Konfigurationsmöglichkeiten

App „SKF Data Collect“

Fisher hatte sich auch andere Angebote angeschaut, aber keine entsprach so recht seiner Vorstellung der Vielseitigkeit, wie er sie schließlich in der SKF Lösung fand: SKF Data Collect bietet eine enorme Bandbreite an Konfigurationsoptionen. Die App zeigt beispielsweise Messwerte, Zeichnungen und Tabellen an und speichert Daten sowie Fotos.

EthosEnergy arbeitet Antriebstechnik und Gasturbinen bis zu einer Kapazität von 12 MW nach den Qualitätsnormen wie ISO 9001, 9004, 14001 und 18001 auf. Bei teilweise über 4.000 Komponenten pro Turbine sind zahlreiche Aspekte zu beachten. Die Arbeitsräume müssen extrem sauber sein und die Arbeitsweise streng methodisch. Zuerst beurteilen die Spezialisten den Zustand aller Teile, dann messen sie die Abmessungen und entscheiden, mit welchen Reparaturverfahren die Aufarbeitung durchzuführen ist. Nach Abschluss der Reparatur werden die Maße erneut überprüft. Anschließend wird die Anlage wieder zusammengebaut und einem Volllasttest unterzogen.

Der gesamte Prozess dauert bis zu 16 Wochen. Dabei wird der strukturelle und technische Zustand aller Teile katalogisiert und mit Fotos dokumentiert.

Da die Messungen als Referenzwerte benötigt werden könnten, werden sämtliche Messwerte mehrere Jahre lang gespeichert. Um den Zustand eines Generators oder Generatorteils zu kontrollieren, musste früher ein Techniker zur Station gehen, im Arbeitsauftrag nachschlagen und mit dem zuständigen Techniker sprechen. Fisher hatte bereits seinen Qualitätskontrollmanager Nelson Muchacho mit der Entwicklung eines Datenbank-Tools speziell für EthosEnergy beauftragt, als er von SKF Data Collect erfuhr.

Erheblicher Nutzen

EthosEnergy-Mitarbeiter David Plachy

„Das war ein echter Segen für mich“, erinnert sich Muchacho. „Um das Ausmaß zu verdeutlichen: Im Augenblick arbeiten wir an 74 Projekten. Bei jedem Auftrag fallen über 500 Seiten Dokumentation an. Es kommen also schnell sehr viele Daten zusammen. Mit der iPad-App erfassen wir die Daten jetzt digital und können jederzeit automatisch auf mehrere Projekte gleichzeitig zugreifen – das entspricht 35.000 Seiten Papier, die wir nicht mehr in Kartons aufheben müssen. Produktivität und Effizienz haben sich erheblich verbessert.“

Schick erklärt: „EthosEnergy muss diese Daten erfassen, weil sie für die Auswertung gebraucht werden. Dieser datengestützte Prozess hat eine Doppelfunktion: Da es sich um ein integriertes System handelt, können Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen simultan auf die Daten zugreifen. Und dank SKF Data Collect zeigt das iPad hilfreiche Schritt-für-Schritt-Anweisungen für die Demontage und Rekonditionierung an. Der aktuelle Zustand eines Arbeitsauftrags ist für alle Mitarbeiter einsehbar. Fotos werden zusammen mit den Inspektionsdaten gespeichert. Den Abschluss der Arbeiten kann der zuständige Techniker durch seine Unterschrift auf dem iPad bestätigen. SKF Data Collect synchronisiert den Datenbestand alle fünf bis zehn Minuten über die SKF Cloud, wo er von anderen Nutzern (Clients) abgefragt werden kann.“

Robustes Gehäuse

Für die iPads ist ein robustes Werkstattgehäuse erhältlich. Dazu Schick: „Das Industriegehäuse ist wasserdicht. Erschütterungen durch Herunterfallen oder kurzzeitigen Kontakt mit Wasser nimmt das iPad nicht übel.“

Die Industriegehäuse erlauben den zuverlässigen Einsatz von SKF Data Collect in Industrieumgebungen. Fisher gehörte zu den ersten Anwendern der neuen Technologie. Sein Feedback hat zur Feinabstimmung mehrerer Programmfunktionen von SKF Data Collect beigetragen.

Anwenderfreundlich und komfortabel

Fisher ist hochzufrieden: „Die Bedienung ist einfach klasse. Ich kann mit dem iPad die Werkstatt verlassen, die gewünschte Komponente auswählen und mir die zugehörigen Daten anschauen. Die Bedienung ist sehr anwenderfreundlich. Wer ein iPad oder iPhone hat, kommt mit dem System schnell zurecht. Viele denken immer noch, wir würden hier nur mit Hammer und Zange hantieren, aber dabei arbeiten wir mit einem sehr fortschrittlichen Komponentendesign-System. Wenn wir keine Spitzenqualität liefern, würden wir schnell vom Markt verschwinden. Darum haben wir ein hohes Qualitätsbewusstsein entwickelt.“

Fisher und Schick gehen davon aus, dass sich das System auch in anderen Branchen als nützlich erweisen wird. „Es ist für viele Anwendungen geeignet, bei denen komplexe Datenbestände anfallen“, meint Fisher. „Wir haben einen Partner im Ausland, der Aufarbeitungen durchführen will. Wenn das Unternehmen SKF Data Collect einsetzt, kann ich fast das gesamte Qualitätsmanagement von hier aus erledigen. Für die Versorgungsunternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, wäre die App eine echte Hilfe für das Ausfallmanagement und Tracking. Gerade den Außenteams bietet es spürbare Vorteile. Das System hat ein großes Potenzial.“ kf

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