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Best practiceWiedenmann: stellt auf „green IT“ um

Die Maschinen der Wiedenmann GmbH für Grünflächenpflege, Schmutzbeseitigung und Winterdienst zählen zu den effizientesten Arbeitsgeräten der Welt. Das darf nun auch für die Computertechnik gelten, mit der die Schwaben diese Leistung erbringen: Satte 90 Prozent Energieeinsparung hat der Maschinenbauer durch Umstellung seiner EDV auf ein zentrales Server-System erzielen können.

Best practice: Wiedenmann: stellt auf „green IT“ um

"Statt komplett ausgestatteter Einzelrechner an jedem Arbeitsplatz setzen wir dort nur noch kleine Terminals, sogenannte Thin-Clients, ein", erklärt Uwe Wiedenmann, geschäftsführender Gesellschafter des 1964 gegründeten Familienbetriebs. ¿Diese sind per Datenleitung mit den neuen Zentralrechnern in Rammingen verbunden, auf denen die Anwendung des Mitarbeiters ausgeführt wird¿. In der praktischen Arbeit sei kein Unterschied festzustellen. Das Zauberwort heisst Virtualisierung: Eine einzige leistungsstarke Maschine übernimmt die Aufgaben vieler kleiner Rechner. Die Fortschritte in der Technik machen es möglich. Damit verbunden ist nicht allein eine Kosteneinsparung. "Auch die Umwelt profitiert, weil weniger CO2 erzeugt wird", freut sich Wiedenmann. Insgesamt sei eine Summe von 210.000 Euro investiert worden.

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Vorteilhaft sei zudem die höhere Flexibilität, so der Unternehmer. "Jeder Mitarbeiter kann von jedem Terminal aus arbeiten - nach Eingabe seines Passwortes steht ihm seine individuelle Rechnerumgebung zur Verfügung." Ein echtes Plus für global agierende Unternehmen wie Wiedenmann mit rund 75 Prozent Exportanteil und einer Produktionsstätte in Ungarn. "Unsere ungarischen Kollegen arbeiten jetzt quasi in Rammingen", bemerkt Wiedenmann augenzwinkernd. Seine Administratoren pflegen nur noch wenige Server, statt vormals unzählige Geräte, was für weitere Produktivität sorgt. Dass beim Sparen die Sicherheit nicht zu kurz kommt, hat Wiedenmann berücksichtigt: Ein komplett identisches System steht bereit, um beim Ausfall des Servers dessen Aufgaben sofort zu übernehmen. "Nur höhere Gewalt könnte zum Problem werden", meint Wiedenmann. "Doch dann wären ohnehin alle betroffen".

In Sachen Effizienz macht dem schwäbischen Hersteller wohl kaum jemand etwas vor: Schon bei der 2008 eingeweihten neuen Unternehmenszentrale in Rammingen zog man alle Register. So verbraucht das Gebäude dank fortschrittlicher Lüftungstechnik zwei Drittel weniger Energie, nutzt eine ausgeklügelte Tageslicht-Beleuchtung und ist überdies mit Schall-Absorbern ausgestattet, die selbst das feine Brummen der Bürogeräte zerstreuen.

Wiedenmann zählt zu den weltweit führenden Herstellern seines Fachs. Das umfangreiche Anbaugeräte-Programm für kompakte Traktoren und leichte Nutzfahrzeuge richtet sich an gewerbliche und kommunale Kunden. Den Schwerpunkt bilden Maschinen für die Rasenregeneration, zur Aufnahme und Beseitigung von Gras und Laub, Mähgeräte, Rasenkehrmaschinen und Sandstreuer, sowie Schnee- und Schmutzkehrmaschinen, Schneeräumschilder und Winterstreuer. Vom hohen Leistungs- und Qualitätsanspruch zeugen zahlreiche Innovationspreise, Patente und Schutzrechte. Kontinuierlich investiert der schwäbische Maschinenbauer einen beträchtlichen Teil seines Jahresumsatzes von 36 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Große Flächenleistungen, Langlebigkeit und einfache Bedienung sind wesentliche Merkmale der Produkte, die von rund 245 Beschäftigten am schwäbischen Stammsitz sowie im ungarischen Beled gefertigt werden. Die Produkte gehen nach Europa, USA, Asien sowie Australien und Neuseeland. Beratung und Vertrieb erfolgen direkt oder über Handelspartner. Mit modernem Großlager und effizienter Logistik erreicht Wiedenmann kürzeste Lieferzeiten, und kann selbst bei Bedarfsspitzen zur Hochsaison kundennahen Service bieten. lg

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