Scope Online - Industriemagazin für Produktion und Technik
Sie befinden sich hier:
Home> Automatisierung> Antriebstechnik>

Mayr Antriebstechnik entwickelt Mini-Bremse für Robotergelenke

KleinstmotorenFaulhaber eröffnet Niederlassung in Österreich

Faulhaber Wien

Am 2. Mai beginnt die Faulhaber Austria GmbH in Wien ihre Geschäftstätigkeit. Das neugegründete Unternehmen übernimmt den Vertrieb und Service von Produkten der Faulhaber Drive Systems in Österreich von der Elra-Antriebssysteme Vertriebs-GmbH, die dort bisher als Distributor tätig war.

…mehr

Roba-Stop SicherheitsbremseHält das Robotergelenk in Position

Speziell für ein Roboter-Gelenk hat Mayr Antriebstechnik eine Mini-Bremse entwickelt. Sie überzeugt durch ihre kleinen Abmessungen und erhöht die Energieeffizienz des Roboters. Am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) wird dieses Robotersystem nun weiterentwickelt.

Die Minibremse kommt im Roboter Aila des DKF zum Einsatz.

Der robuste, energieeffiziente Kletterroboter Spaceclimber ist konzipiert für Missionen in schwierigem Gelände. Eine essenzielle Komponente seines Bewegungsapparates sind die intelligenten, kraftvollen Gelenke. Er soll in Zukunft eigenständig Planeten erkunden und dort mit seinen Greifarmen eine Infrastruktur aufbauen können – der neue mehrgliedrige Laufroboter, den Wissenschaftler des Robotics Innovation Center am DFKI derzeit entwickeln. Der Roboter, der einer Gottesanbeterin ähnelt, entsteht im Rahmen des Projekts Limes, das noch bis Ende April 2016 andauert und vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert wird. Dank seiner Morphologie und verschiedener Laufmuster für unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten wird er Krater und Geröllfelder meistern und mit seinen Vorderbeinen manipulieren. Indem er aus seinen Erfahrungen lernt, soll er in der Lage sein, zielgerichtet zu handeln. Das DFKI ist mit seinen Standorten in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen und Berlin das weltweit größte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz.

Anzeige

Vorbild Ameise

Weitere Beiträge zuRoboterAntriebeEffizienz

Ein bereits erprobter Weltraumroboter des DFKI und mit ein Vorläufer des Projekts Limes ist der Kletterroboter Spaceclimber. In seiner Morphologie ähnelt er seinem natürlichen Vorbild, der Ameise. Der Spaceclimber ist ein freikletternder Roboter mit sechs Beinen, der für Missionen in schwierigem Gelände konzipiert wurde, zum Beispiel für die Erkundung von Kraterwänden, Felsspalten oder Schluchten. In seiner Grundhaltung ist der Roboter rund 80 Zentimeter breit, einen Meter lang und 20 Zentimeter hoch. Sein Gewicht liegt bei etwa 25 Kilogramm. Der Spaceclimber beherrscht steile, ungleichförmige Hänge mit Steigungen bis 80 Prozent sicher und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 0,3 Metern pro Sekunde. Zu den wichtigsten Komponenten für die große Mobilität des Roboters zählen die Antriebe für den Bewegungsapparat. Daher wurden intelligente, leichte und leistungsstarke Gelenke mit dem Fokus auf Energieeffizienz entwickelt.

Auch im Oberkörper des Roboters sitzt ein Gelenk: Läuft der Spaceclimber in eine schräge Wand, zum Beispiel in einem Krater, kann sich der Oberkörper damit der Umgebung anpassen und aufrichten beziehungsweise an der Kraterkante nach unten klappen. Daneben richtet sich der Oberkörper zum Beispiel auch auf, um die vorderen Beine für die Manipulation frei zu haben. In diesem Gelenk ist eine kompakte Roba-Stop Sicherheitsbremse verbaut, die Mayr eigens für diese Anwendung entwickelt hat. Läuft der Spaceclimber mit waagerechtem Oberkörper in gerader Ebene, hält die Bremse das Gelenk in Position und verhindert das Verdrehen von An- und Abtrieb bei ausgeschaltetem Motor.

Kein Permanentstrom für die Gelenkbremse

Mini-Bremse für Robotergelenke von Mayr

„Mit dieser Bremse muss das Gelenk nicht permanent bestromt werden, um die Position zu halten, das spart Energie“, erklärt DFKI-Projektleiter Dr.-Ing. Sebastian Bartsch. Die Bremse hat ein Haltemoment von 0,28 Newtonmeter und wiegt bei einem Außendurchmesser von 40,5 Millimeter nur 120 Gramm. „Für uns waren die geringen Abmessungen der Bremse entscheidend“, so Dr.-Ing. Sebastian Bartsch. „Denn uns stand nur ein sehr begrenzter Bauraum zur Verfügung, in dem die Bremse untergebracht werden sollte, ohne dabei die Konstruktion zu verändern beziehungsweise das Gewicht maßgeblich zu erhöhen.“ Federdruckbremsen von Mayr Antriebstechnik arbeiten nach dem Fail-Safe-Prinzip, sie sind also im energielosen Zustand geschlossen. Die Bremsen erzeugen die Bremskraft durch Druckfedern. Nach Abschalten des Stromes oder bei Stromausfall sorgen sie für zuverlässigen und sicheren Halt der Geräte in jeder Position.

bw / ee

Anzeige

Weitere Beiträge zum Thema

Roba-Capping Head Hysterese-Verschließköpfe von Mayr

Hysterese-VerschließköpfeKunststoff-Schraubverschlüsse präzise aufbringen

Die rostfreien Roba-Capping Head Hysterese-Verschließköpfe mit ihrem konstanten, stoßfreien Drehmoment applizieren Schraubverschlüsse aus Kunststoff mit einem Höchstmaß an Präzision und Wiederholgenauigkeit.

…mehr
Yaskawa Demozelle Cebit

Cebit-PremiereYaskawa zeigt Lösungen für die Digitale Fabrik

Yaskawa ist erstmals auf der Cebit vertreten und stellt Lösungen für die digitale Fabrik in den Fokus. Unter anderem beweisen in einer als Konzeptstudie entwickelten Demozelle aus dem „Yaskawa Innovation Center“ im japanischen Kitakyushu neue Miniroboter die Potenziale individualisierter Fertigung (Build to Order), indem sie am Stand Modellautos montieren.

…mehr
Ernteroboter mit Führungssystem von HepcoMotion

ErnteroboterGrüner Spargel bald günstiger?

Warum zählt Spargel eigentlich zum teuersten Gemüse Europas? Weil Erntehelfer in mühevoller Arbeit jede Stange einzeln stechen müssen. Ändern könnte das ein Roboter, den Ingenieure am Bremer Centrum für Mechatronik (BCM) entwickeln. Er arbeitet mit Erntewerkzeugen, die auf Präzisionsschienen des britischen Unternehmens HepcoMotion fahren – ein Spezialist für Linearführungssysteme mit einer Niederlassung im bayerischen Feucht.

…mehr
Mensch-Roboter-Kollaboration

Weltroboterverband sagtBill Gates liegt mit Roboter-Steuer falsch!

Das McKinsey Global Institute stellt fest, dass sich mehr als 90 Prozent der Arbeitsplätze auch künftig nicht vollständig automatisieren lassen. Eine - wie von Bill Gates geforderte - Robotersteuer, sei daher falsch, sagt der Weltroboterverband IFR. Eine empirische Prüfung der Wirtschaftsdaten und Zukunftsforschung zeige einen klaren Beschäftigungsanstieg in der Roboter-Bilanz – also das Gegenteil der von Gates befürchteten Jobverluste.

…mehr
Tobias Daniel

Interview mit Tobias Daniel"Erfindungsreichtum im Blut"

Comau Robotics will mit seinen Robotern und Lösungen die Automatisierung im Maschinenbau vorantreiben. Wie die passende Strategie dazu aussieht, darüber sprach SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz mit Tobias Daniel, Head of Sales and Marketing.

…mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neue Stellenanzeigen