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Antriebstechnik: NSK wir 100

Neue MontagehalleMayr Antriebstechnik feierte Richtfest für Halle 7

Richtfest der neuen Halle 7 bei Mayr Antriebstechnik in Mauerstetten

Dankbar für den reibungsfreien Bauablauf feierten der Bauherr Mayr Antriebstechnik und die ausführenden Firmen vor wenigen Tagen gemeinsam das Richtfest der neuen Produktions- und Montagehalle in Mauerstetten. Wie geplant wird die Halle noch vor dem Winter verschlossen.

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AntriebstechnikNSK wird 100

2016 feiert NSK (Nippon Seiko Kabushiki-gaisha) ein rundes Jubiläum: Das Unternehmen beliefert seit 100 Jahren den Maschinenbau mit Antriebstechnik. Ein Rückblick.

NSK-Werk in Osaki 1916

Als Takehiko Yamaguchi 1916 mit ¥ 350.000 (€ 2.655,-) Kapital die NSK Ltd gründete, war diese der erste japanische Hersteller von Wälzlagern. Heute hat das Unternehmen bei Wälzlagern den größten Marktanteil in Japan und gehört zu den weltweit größten Wälzlagerherstellern. Zudem hat NSK sich erfolgreich in den Märkten für Automotive-Komponenten, Präzisionsmaschinen und -teile sowie für lineartechnische Produkten etabliert. In diesen Bereichen erzielte NSK einen (zum Geschäftsjahresende am 31. März 2015) Gesamtumsatz von ¥ 974,9 Mrd. (€ 7,4 Mrd.).

Nachbau NSK-Lager von 1916

Nach bescheidenen Anfängen vor 100 Jahren erlebte NSK bald ein signifikantes Wachstum. Das Unternehmen belieferte in Japan Industriebereiche wie Bergbau, die Eisenbahnindustrie, die Textilindustrie und den Schiffsbau. Alle diese Märkte werden auch heute noch von NSK mit hochwertigen Produkten beliefert.

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NSK-Rillenkugellager
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Während des ersten Weltkriegs nahmen der Schiffbau und andere Branchen eine rasche Entwicklung und Japan baute seine Position als führende Industrienation aus. In den Folgejahren erzielte NSK viele nennenswerte Meilensteine. So produzierte das Unternehmen 1932 das erste japanische Kegelrollenlager für eine von den Staatsbahnen verwendete benzinbetriebene Fahrzeugachse. Nur fünf Jahre später gründete NSK das Wälzlager-Produktionswerk in Fujisawa, diese Produktionsstätte ist heute noch in Betrieb (NSK hat zur Zeit in Japan 22 Produktionsstandorte).

Während des zweiten Weltkriegs richtete die japanische Industrie ihre Produktion für den militärischen Bedarf aus. Auf Anweisung der Regierung nahm NSK die Produktion Wälzlagern für Flugzeuge und Automobile. Als wegen der Kriegsereignisse keine Lager mehr nach Japan importiert werden konnten, eröffnete NSK eine Reihe von Produktionsstätten und erhöhte kontinuierlich Produktionskapazitäten. Kurze Zeit später wurde die Produktion von Japans ersten neuzeitlichen Kugel- und Rollenlagern aufgenommen.

NSK-Werk in Mexico

Eine weitere Premiere gelang NSK in Japan 1945 mit der Produktion der Hauptwellenlager für die "Ne20" der japanischen Marine, das erste japanische Strahltriebwerk. NSK hat stets die Herausforderung angenommen, neue Bereiche zu betreten. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen mit signifikanten Entwicklungen unter anderem zur Herstellung von Düsenflugzeugen, Wärmekraftanlagen dem Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen, Videorecordern, Satelliten und PC-Festplatten, beigetragen.

1949 ging NSK erstmals an die Börsen in Tokyo, Osaka und Nagoya. Diesem Schritt folgte eine Periode mit starkem Wirtschaftswachstum im Nachkriegs-Japan. In den späten 1950er Jahren begann eine Anzahl neuer Zielmärkte zu entstehen. NSK lieferte Wälzlager für Haushaltsgeräte wie Staubsauger, Waschmaschinen und Kühlschränke. Zur selben Zeit entwickelte das Unternehmen Präzisions-Kugelgewindetriebe für Lenksysteme in Autos und LKW's.

Im folgenden Jahrzehnt gründete NSK zunächst in den USA sein erstes Verkaufsbüro außerhalb Japans in Ann Arbor, Michigan, gefolgt von weiteren ausländischen Unternehmensstandorten. In den Sechzigerjahren entstanden auch die NSK-Miniaturkugellager für Dental-Bohrer, die mit ca. 450.000 U/min. rotieren. Durch derart hohen Drehzahlen konnten die Schmerzen während der Behandlung gemindert werden. Zusätzlich begann NSK die Produktion von Teilen für Kfz-Automatikgetriebe.

In den Siebzigerjahren eröffnete NSK eine Produktionsstätte bei São Paulo in Brasilien sowie weitere neue Fertigungsstätten in Nordamerika, Großbritannien und Asien.

1982 eröffnete NSK das ETC, ein Technologiezentrum , um dort nun auch intensiv in den Bereich Elektronik einzusteigen. Dieser Schritt führte zu heutigen mechatronischen Technologien wie der elektrischen Servolenkung (EPS) und Assistenzrobotern.

In den Neunzigerjahren übernahm NSK die UPI Gruppe. Dazu gehörte unter anderem der größte Wälzlagerhersteller Großbritanniens - RHP. Die Erweiterung von Produktions- und Vertriebsstandorten in allen Europäischen Märkten führte zu einer gestärkten Marktpräsenz von NSK in Europa. Im selben Jahrzehnt dehnte NSK rasch seine Unternehmen in die asiatischen Märkte insbesondere nach China aus. Dazu entschied sich NSK seine Unternehmensstruktur dadurch zu stärken, in dem Forschung und Entwicklung, Vertrieb und technischer Service lokal verantwortet wurden. In Schwellenmärkten wie Indien und Indonesien errichtete NSK ebenfalls weitere Produktionsstätten.

In den Jahren ab 2000 verstärkte NSK zum einen die Exporte aus Japan,  zum anderen seine Produktion in anderen Ländern und forcierte die Entwicklung neuer Produkte. So produzierte NSK beispielsweise 2004 das (damals) weltweit kleinste Rillenkugellager mit einem Außendurchmesser von gerade einmal 2 mm in Massenproduktion.

Die Einführung des Euro als EU-weite Einheitswährung führte zu verstärktem Wirtschaftswachstum in ganz Europa. NSK Europe, mit dem Hauptsitz in Maidenhead, UK, hat eine umfassende Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen und ist nun bestens aufgestellt, um seine Kunden mit weiter optimierten Dienstleistungen noch zielgerichteter und individueller zu bedienen.

NSK Europe erwirtschaftet mit 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Jahresumsatz von € 1 Mrd. (März 2015). Das Unternehmen mit Produktionswerken in Deutschland, Polen und Großbritannien hat zudem im vergangenen Jahrzehnt zahlreiche nennenswerte Lieferantenauszeichnungen erhalten, unter anderem von weltweit agierenden OEM-Kunden wie Bosch, BSH, Continental, DMG-Mori, Festool, Kessler, PSA, Toyota und Volkswagen, um nur einige zu nennen.

Toshihiro Uchiyama, Präsident und Chief Executive Officer, NSK

Mit der Erholung der Weltwirtschaft nach 2009 hat NSK den Aufbau seiner weltweiten Unternehmensstruktur auf soliden Führungsgrundlagen fortgesetzt, um das geeignete Konzernfundament für ein Unternehmen mit beinahe einer Billion Yen Netto-Umsatz zu schaffen.  Im März 2015 hatte die NSK-Gruppe konsolidiert 31.088 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein weltweites Netzwerk von 214 Standorten in 30 Ländern. Die jüngste Produktionsstätte hat 2013 in Silao in der mexikanischen Provinz Guanajuato den Betrieb aufgenommen. An weltweit 65 Produktionsstandorten erzeugt NSK jährlich ca. 2,2 Milliarden Lager und stellt der Industrie damit erstklassige Produkte in den Bereichen Antriebstechnik und Präzisionsmaschinenelemente zur Verfügung.

NSK ist nun bereit, durch Konzentration auf Qualität, Sicherheit und Konformität, erste Schritte in das zweite Jahrhundert der Firmengeschichte zu unternehmen. Dazu strebt das Unternehmen zuerst höchste betriebliche Effizienz an, um den Wettbewerbsvorsprung in den bestehenden Geschäftsfeldern auszubauen und ein solides Management-Fundament zu schaffen. Darauf aufbauend wird NSK die nächste Innovations Ebene anstreben, um damit eine nächste Wachstumsphase zu ermöglichen und der Gesellschaft durch das Schaffen neuer Technologien, neuer Produkte und neuer Geschäftsmodelle zusätzlichen Wertzuwachs zu bringen.

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