BrückenkraneZwei Schiffe voller Kraft
Die Hatec Gruppe ist ein Verbund aus drei Firmen. Sie setzt sich zusammen aus den Unternehmen Hatec Haag-Technischer Handel, Rusch Pumpen Fabrik und Mülheimer Glühtechnik. Im Rahmen ihres Leistungsspektrums bietet sie Stahl-Lösungen für die Bereiche Anlagenbau und Industriemontage sowie Pumpen für die Industrie, das Bauwesen und die Schifffahrt. Auch Anlagen für Glühverfahren gehören zum Portfolio. In den letzten Wochen hat der Verbund an seinem Firmensitz in Mülheim – direkt an der Ruhr – ein neues Werk mit Produktionsstätte und Glühöfen errichtet.
Schritt für Schritt wird derzeit die Fertigung in dieses neue Werk verlagert. Um hier Stahlbauteile von ganz unterschiedlicher Größe möglichst effizient und sicher durch die Fertigungs- und Materialfluss-Prozesse transportieren zu können, hat Hatec den renommierten Kranbauer Konecranes damit beauftragt, neue maßgerechte Produktions- und Verladekrane zu installieren. Das recht stattliche Projekt umfasst insgesamt 14 leistungsstarke Einträger- und Zweiträger-Brückenkrane. Sie wurden maßgefertigt für den Einbau in eine neue zweischiffige Halle.
Konecranes ist eine weltweit agierende Gruppe von Hebezeugfirmen mit einem gemeinsamen Anspruch: Ihr Ziel ist es, nicht nur Lasten zu heben, sondern damit auch die Geschäfte der Kunden produktiver zu gestalten. Das traditionsreiche Unternehmen unterstützt die Produktions- und Prozessindustrien und auch Werften und Häfen mit Hebelösungen – sowie darüber hinaus auch mit Serviceleistungen für die Anlagen aller Hersteller. „Wir haben das neue Werk und die gewünschten Arbeitsprozesse genau unter die Lupe genommen, um die Krane exakt auf die neuen Dimensionen der Halle anzupassen“, sagt Dirk Gawrich von Konecranes aus Mülheim an der Ruhr. „Benötigt wurden Brückenkrane für unterschiedliche Traglasten, die hoch flexibel in die Produktion von Hatec eingebunden werden können.“
Der Kranbauer entwickelte für Hatec ein passgenaues Konzept. Er installierte neun Einträger- sowie fünf Zweiträger-Brückenkrane mit Tragfähigkeiten von 5 bis 63 Tonnen. Die Spannweiten der Krane betragen jeweils 18,86 Meter. Dirk Gawrich skizziert in wenigen Worten die Rahmenbedingungen des Projekts: „Wir haben die Krane in den zwei Hallenschiffen auf zwei Hallenebenen angeordnet, damit sie eine maximale Flexibilität bieten. Die kleinen Krane kommen für den schnellen Transport auf der unteren Kranbahn zum Einsatz; die größeren Krane für die längeren und schwereren Fertigungsteile fahren auf der oberen Kranbahn – und das auf bis zu vier Hallenschiffen nebeneinander“.
Die „Kleinen“ schaffen bis zu zehn Tonnen
Wenn Dirk Grawich von den „kleinen Kranen“ spricht, dann meint er die neun Einträger-Brückenkrane, die immerhin bereits einen Tragfähigkeitsbereich von fünf bis zehn Tonnen abdecken. Die Krane haben mitsamt ihren Hubwerken Eigengewichte zwischen 3.780 und 5.670 Kilogramm. Sie erreichen Hubhöhen zwischen sechs und neun Meter bei Hubgeschwindigkeit von jeweils 0,8 bis 5,0 Meter pro Minute. Die fünf großen Zweiträger-Brückenkrane decken Tragfähigkeiten von 25 bis 63 Tonnen ab. Ihr Eigengewicht inklusive dem Hubwerk beläuft sich je nach Ausführung auf 12.260 bis 17.790 Kilogramm. Im sogenannten Haupthub erreichen sie Hubhöhen von bis zu neun Meter; der Hilfshub packt dann sogar bis zu zwölf Meter Hubhöhe. Auch bei den Hubgeschwindigkeiten muss man hier unterscheiden – und zwar zwischen der Hubgeschwindigkeit des Haupthubs, sie liegt jeweils zwischen 0,4 und 3,2 Meter pro Minute, und der Hubgeschwindigkeit des Hilfshubs (jeweils 0,8 bis 5 Meter pro Minute).
Moderne Steuerungstechnik sorgt für Flexibilität und Sicherheit. Alle neuen Krane verfügen beispielsweise über die stufenlose Geschwindigkeitsregulierung Dyn A Drive von Konecranes für die Katz- und Kranfahrwerke. Sie sorgt laut Herstellerangaben für besonders weiche Bewegungsabläufe, die sowohl den Verschleiß als auch die Belastung des Krans und der Gebäudekonstruktion erheblich reduzieren. Darüber hinaus sind die Krane funkgesteuert und haben eine Nova Master Lastanzeige.
Der Kran mit der höchsten Tragfähigkeit – also jener mit der Kraft für 63 Tonnen – arbeitet mit der stufenlose Geschwindigkeitsregelung Dyn AC Vector und ist zusätzlich mit der Lastpendel-Dämpfung namens Sway Control ausgerüstet. Hierbei handelt es sich um ein intelligentes Feature für sichere Transportprozesse, denn es verhindert automatisch das Pendeln der bewegten Last.
Thomas Abbas, der Geschäftsführer der Hatec Gruppe, zeigt sich zufrieden und berichtet: „Die Fertigung in unserer neuen Werkshalle ist auch aufgrund der neuen Brückenkrane und entsprechender Prozesse sehr effizient. Und die Tragkraft von 63 Tonnen ist jetzt drei Mal so hoch wie die maximale Leistung unserer bisherigen Krane.“ ms





