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Montage- und Handhabungstechnik, 10-2011, Kennziffer: 128 Individualgreifer: Äpfel und BrezelnEher untypische Handhabungsaufgaben lassen sich mit dem neuen Individualgreifer von Fipa lösen. Der Greifer zeichnet sich durch eine an das Produkt angepasste Bauform, geringes Eigengewicht und flexibler Fertigung mit einem generativen Verfahren aus polyamid-basiertem Hochleistungskunststoff aus. Damit sind z. B. Formsauger für die optimierte Produktführung während des Handlings bereits ab Losgröße 1 kostengünstig realisierbar. Jede beliebige Geometrie kann damit erstellt werden. Durch den hohen Leichtbau mit minimalen Wandstärken werden die Energiekosten gesenkt. Zudem können in vielen Anwendungen kleinere Roboter eingesetzt werden.
Ein weiteres Merkmal der Individualgreifer ist der einheitliche Grundaufbau mit verschiedenen Wechselköpfen. Die dazugehörige integrierte Roboter-Greifer-Schnittstelle mit Mediendurchführung und elektronischer Durchleitung ermöglicht den verpolsicheren, schnellen Wechsel des Greifersystems. Der Anwender profitiert von kurzen Rüstzeiten und einer hohen Anwendungsflexibilität.
Im Rahmen des Individualgreifer-Konzepts sind Vakuum- und Pneumatikgreifer nahezu beliebig miteinander kombinierbar. Das Lösungskonzept ist kompatibel zu den Komponenten aus dem unternehmenseigenen Sortiment und ermöglicht die einfache Einbindung von kundenspezifischen Komponenten wie z. B. der Miniatur-Dreheinheit oder Einlegewerkzeuge. So lässt sich das schonende Handling von Äpfeln und Brezeln einfach realisieren.  Miniatur-Dreheinheit in LeichtbauweiseMarktübliche Standarddreheinheiten erweisen sich in manchen Anwendungen als zu schwer. Besonders bei Greifern mit vielen Dreheinheiten bewirkt jedes eingesparte Gramm eine höhere Dynamik. Eine vom Unternehmen neu entwickelte Miniatur-Dreheinheit ist kaum größer als eine Streichholzschachtel und damit rund fünfmal kleiner als bisher auf dem Markt verfügbare Dreheinheiten. Das Gewicht wurde von rund 900 g auf 85 g pro Dreheinheit reduziert. In einer Vorrichtung zur Werkstückentnahme konnte dadurch die Taktzeit um 70 Prozent erhöht werden. Die massive Gewichtseinsparung bei insgesamt 25 Dreheinheiten ließ einen kleineren Roboter zu. Die neue Lösung spart auch Energiekosten, hat einen geringeren Platzbedarf und einen minimierten Verschlauchungsaufwand dank integriertem Vakuumkanal. Ein positiver Nebeneffekt: Durch die geringe Anzahl von Druckluftschläuchen erhöht sich die Zuverlässigkeit der Anlage. Kundenspezifischer Insert-GreiferEin Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie benötigte eine Vorrichtung, die Gewindehülsen in eine Spritzgussform einlegen soll. Die Hülsen durften nur von innen gegriffen werden, der verfügbare Bauraum war minimal. Die Lösung: Ein pneumatisch gesteuertes zylindrisches Einlegewerkzeug mit Abstreifer und Kontaktlamelle - exakt abgestimmt auf die Geometrie der Gewindehülse. Ein Klemmschaft ermöglicht die einfache Integration in den vom Unternehmen entwickelten Greiferbaukasten.
Die Funktionsweise auf einen Blick: Im ersten Schritt wird die Gewindehülse auf die Kontaktlamelle gedrückt und dadurch festgehalten. Anschließend wird das Werkzeug verfahren. Am Einlegepunkt fährt der kolbenartige Abstreifer aus und legt dadurch die Gewindehülse in die Zielkontur. Über den zweiten Druckluftanschluss fährt der Abstreifer wieder in die Ausgangsposition zurück, trennt dabei Hülse und Werkzeug und ist wieder für das nächste Einlegeteil bereit. ee Diesen Artikel bookmarken bei Wie funktioniert Bookmarken?Mit so genannten “Social Bookmarks” können Sie Links auf interessante Webseiten mit anderen Nutzern teilen. |  |  | |  | Externe Nutzung / NutzungsrechteWenn Sie auf diesen Beitrag von SCOPE online verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden: |
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