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Magazin, 08-2010, Kennziffer: 138 Maschinenmesser: Ein scharfes Netzwerkbietet der Werkzeugverband Werkzeugindustrie. Scharf deswegen, weil seine Teilnehmer allesamt Messer herstellen. Und egal ob Papier, Textil, Kunststoff, Nahrungsmittel oder Blech: ohne Maschinenmesser läuft wenig. Seit Mai 2010 profitieren die Hersteller vom allgemeinen Aufschwung. Kein Wunder: So spezialisiert wie die Messer sind auch ihre Hersteller. Nur wenige große Firmen bieten ein breites Produktspektrum an. Der typische Hersteller von Maschinenmessern hat sich auf bestimmte Anwendungen spezialisiert und ist oft Marktführer und gefragter Problemlöser in seinem Bereich.
Seit 2006 arbeitet im Fachverband Werkzeugindustrie e. V. (FWI) ein Netzwerk solcher Hersteller zusammen. Die Firmen treffen sich zwei Mal jährlich, um sich über aktuelle Entwicklungen ihrer Branche auszutauschen. Ein Schwerpunkt jeder Sitzung sind Expertenvorträge zu aktuellen F&E-Trends wie neue Materialien oder Beschichtungen. Auch über die Konjunktur, Kooperationen und Fachmessen wird auf den Sitzungen diskutiert. Im Netzwerk sollen auch gemeinsame Vertriebsaktivitäten und Messeteilnahmen im Ausland verabredet werden.
Zudem will man die Messer, die für so viele Alltagsprodukte benötigt werden, bekannter machen. Im Deutschen Werkzeugmuseum Remscheid hat die Gruppe bereits eine Sonderausstellung organisiert, um den Besuchern die Vielfalt der Maschinenmesser wenigstens ansatzweise näherzubringen.
Der Arbeitskreis ist offen für neue Firmen. Sie können für ein Jahr beitragsfrei als Gäste an den Sitzungen teilnehmen.
Problematisch für die Hersteller ist aktuell das Bestellverhalten der Kunden. Diese haben ihre Lagerhaltung stark zurückgefahren und bestellen Ersatzmesser oft zu spät und mit sehr kurzen Lieferterminen. Verbunden mit den reduzierten Stückzahlen pro Bestellung erhöht dies den internen Abwicklungsaufwand und die Rüstkosten bei den Herstellern deutlich. Bei einem weiteren Anziehen der Konjunktur werden die Kunden jedoch eher wieder bereit sein, zur Sicherung einer störungsfreien Produktion Lagerbestände an Messern aufzubauen.
Die Aktivitäten und Angebote des FWI (Fachverband der Werkzeugindustrie e.V.) sind auf der Web-Site http://www.werkzeug.org veröffentlicht. Private Verbraucher und gewerbliche Einkäufer erhalten unter http://www.werkzeugwarnung.info wichtige Hinweise auf gefährliches Werkzeug. Aktuelle Informationen des Fachverbandes und seiner Mitglieder sind unter http://www.werkzeugnachrichten.de zu finden.
Rund 140 Werkzeughersteller mit Produktion in Deutschland sind im FWI organisiert. Führende deutsche Hersteller aus den Bereichen Handwerkzeug, Maschinenwerkzeug sowie Baubefestigungstechnik gehören dem Fachverband an. Die Erhaltung der breiten Vielfalt an deutschen Werkzeugherstellern, die Beibehaltung eines fairen Wettbewerbs sowie die Stärkung des Produktionsstandortes Deutschland sind vorrangige Ziele des Verbandes. Das Verbandszeichen "Deutsches Werkzeug - made in Germany", das der FWI im Namen aller deutschen Hersteller bewirbt, die sich den strengen Kriterien dieses Signets unterwerfen, ist ein Beispiel dafür. Werkzeug "made in Germany" ist mehr als nur erstklassige Qualität, wie 2008 der Fachverband mit seiner Kampagne "Pluspunkt made in Germany" nachwies. Als "Sprachrohr der Werkzeugindustrie" in den Gremien auf nationaler und internationaler Ebene sowie gegenüber der Öffentlichkeit steht der FWI in der Pflicht. ee  Diesen Artikel bookmarken bei Wie funktioniert Bookmarken?Mit so genannten “Social Bookmarks” können Sie Links auf interessante Webseiten mit anderen Nutzern teilen. |  |  | |  | Externe Nutzung / NutzungsrechteWenn Sie auf diesen Beitrag von SCOPE online verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden: |
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